Fußball-Kreisliga: Union Bevensen ist ganz heiß auf den Spitzenreiter / Abstiegsschlager in Suhlendorf

„Jetzt ist der FC Oldenstadt fällig“

Union, hier Florian Ludolphs (rechts) schießt vor dem Duell gegen den verluspunktfreien FC Oldenstadt auch verbal scharf.

mk Uelzen/Landkreis. Die Winterpause steht auch in der Fußball-Kreisliga ganz dicht bevor. Zehn Mannschaften bestreiten am kommenden Wochenende ihr jeweils letztes Spiel im Jahr 2012, sechs von ihnen müssen am darauffolgenden Sonntag dann noch nachsitzen.

Spitzenreiter FC Oldenstadt (in Bad Bevensen) und Tabellenzweiter SV Eddelstorf (in Oetzen) stehen dabei jeweils vor hohen Auswärtshürden, die erst einmal übersprungen werden müssen. Im Ligakeller kommt es zwischen dem TSV Suhlendorf und Teutonia Uelzen II zu einem echten Abstiegskracher.

SVG Oetzen/St. – Eddelstorf

Schon am morgigen Sonnabend erwartet die SVG Oetzen/Stöcken den Tabellenzweiten SV Eddelstorf – ein Duell, das für den anreisenden Aufstiegsaspiranten nicht „ohne“ ist. Schließlich bereiteten die Platzherren in den zurückliegenden Wochen bereits den Spitzenteams aus Oldenstadt (1:2) und Ebstorf (2:2) reichlich Ärger und sind auch diesmal heiß darauf, energisch kontra zu geben. Dennoch nimmt der AZ-Presse-Cup-Teilnehmer aus Eddelstorf natürlich die Favoritenrolle ein, zumal er prima in Fahrt ist und mittlerweile auf zehn Spiele ohne Niederlage (neun Siege) zurückblickt.

U. Bevensen – FC Oldenstadt

Vor Tatendrang strotzt die Union in Bad Bevensen, weil sie nach zuletzt nur einer Niederlage in neun Spielen am Vorsonntag den Sprung auf Rang acht der Tabelle schaffte. „So, und jetzt ist der FC Oldenstadt fällig“, kündigte Spielertrainer Tobias Neubauer nach dem jüngsten 2:0 über Böddenstedt dementsprechend Großes an. Um für einen Coup zu sorgen, müssen die Kurstädter aber wohl über sich hinauswachsen. Auf jeden Fall reist der Oldenstädter Spitzenreiter hoch favorisiert an und will seine beeindruckende Bilanz (16 Spiele, 16 Siege) unbedingt weiter aufpolieren.

MTV Römstedt – Holdenstedt

Abstiegskandidat MTV Römstedt zeigte trotz der 1:4-Vorsonntagspleite am Uelzener Fischerhof eine gesunde Einstellung und den großen Willen, die Liga unbedingt zu halten. Das soll jetzt auch der Tabellenfünfte SV Holdenstedt zu spüren bekommen, auch wenn die Lila-Weißen favorisiert sind. Warnung genug sollte ihnen allerdings das Hinspiel-1:2 sein (eine von bisher erst zwei Heimpleiten des SVH). Jedenfalls werden die Gäste hier schon kräftig in die Tasten hauen müssen, um sich dafür entsprechend zu revanchieren.

TSV Wriedel – SC 09 Uelzen

Schon zwei Mal kreuzten der TSV Wriedel und der Sportclub Uelzen in dieser Saison die Klingen, beide Male setzte sich der TSV nach jeweils sehr umkämpften Duellen am Uelzener Fischerhof knapp durch (3:1 im Punktspiel/2:1 im Pokal). Auch diesmal sind den Blau-Gelben sicherlich Vorteile einzuräumen, dennoch sind die Fischerhöfler an guten Tagen immer in der Lage, den Spitzenteams der Liga in die Parade zu fahren. Wenn sie einen solchen erwischen, könnte es durchaus knifflig für die mit Blick auf den Aufstiegskampf eigentlich zum Siegen verdammten Hausherren werden.

TSV Wrestedt/St. – Suderburg

Acht Pleiten in Folge, acht Punkte Rückstand zum rettenden Ufer – der TSV Wrestedt/Stederdorf steht nach nur einem Spieljahr im Oberhaus des Kreises ganz dicht vor dem Abgrund. Aber immerhin trotzten die Schwarz-Gelben dem VfL Suderburg im Hinspiel ein 4:4 ab und gehen dementsprechend erwartungsvoll in dieses Duell hinein. Die Gäste tummeln sich nach wie vor im Ligamittelfeld, rutschten nach zuletzt zwei Niederlagen aber auf Platz zehn ab. Ihr klares Ziel ist es, noch vor der Winterpause wieder „einstellig“ zu werden.

VfL Böddenstedt – TuS Ebstorf

Eindeutig nach unten zeigt die Formkurve beim VfL Böddenstedt, drei aufeinander folgende Niederlagen lassen das Team von Coach Jörn Drögemüller im unteren Tabellenmittelfeld stillstehen. Grund genug also, zum Jahresabschluss gegen den TuS Ebstorf Gas zu geben, um den noch gesunden Vorsprung auf die Gefahrenzone nicht einzubüßen. Aber auch die Gäste strotzen vor Tatendrang: Zum einen haben sie mit dem VfL nach dem Hinspiel-1:2 noch ein Hühnchen zu rupfen, zum anderen können sie sich im Aufstiegsrennen schlichtweg keinen erneuten Ausrutscher leisten.

TSV Suhlendorf – T. Uelzen II

Mit dem TSV Suhlendorf und Teutonia Uelzens Reserve treffen zwei hochgradig abstiegsgefährdete Teams aufeinander. Klar, dass die hier zu vergebenden Punkte daher quasi „doppelt“ zählen. Der gastgebende Tabellenviertletzte wartet seit nunmehr sieben Spielen auf einen so dringend herbeigesehnten Dreier, verlor sogar die letzten vier Partien.

Aber auch die aktuell einen Rang und drei Punkte davor platzierten Uelzener bekamen zuletzt reichlich auf den Deckel, gewannen lediglich eines ihrer jüngsten acht Duelle. Dementsprechend heißt es hier eindeutig Abstiegskampf pur!

MTV Himbergen – Stadensen

Hochachtung erntet das weit vom rettenden Ufer abgeschlagene Tabellenschlusslicht MTV Himbergen wiederholt von der Ligakonkurrenz für seinen schier aussichtslosen Abstiegskampf. Die Einstellung der im letzten Sommer personell so arg gebeutelten Mannschaft stimmt, ja sie ist sogar bewundernswert. Zuletzt schrammte der MTV sogar mehrfach an möglichen Punktgewinnen vorbei. Auch gegen den natürlich hoch favorisierten und auf Rang sechs platzierten SV Stadensen werden die Platzherren wieder alles versuchen, um für eine Überraschung zu sorgen. Die Gäste sollten sich also davor hüten, die Hürde einfach so im Vorübergehen meistern zu wollen.

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