TuS: Angriffsmodus im Aufstiegskampf

„Jedes Spiel ein kleines Endspiel“

Raus aus dem Schatten, rein ins Aufstiegsgetümmel. Der TuS Bodenteich (rechts Kim Winter gegen den Roscher Till Schierwater) rüstet sich für den Kampf um die Landesliga.
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Raus aus dem Schatten, rein ins Aufstiegsgetümmel. Der TuS Bodenteich (rechts Kim Winter gegen den Roscher Till Schierwater) rüstet sich für den Kampf um die Landesliga.
  • Arek Marud
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Bad Bodenteich/Rosche. Mitte November 2015 hörte sich Trainer Daniel Fleischer noch so an: „Verschonen Sie mich bitte mit der Landesliga-Träumerei. “ Keine vier Monate später träumt der TuS Bodenteich nicht nur vom Aufstieg.

Der Fußball-Bezirksligist hat den Aufstieg sogar als neues Saisonziel ausgeben.

Die Zeit ist nun also reif. Da Emmendorf und Küsten nicht aufsteigen dürfen, Ilmenau mit elf Zählern Rückstand weit abgeschlagen ist, entscheidet sich die Aufstiegsfrage zwischen dem TSV Gellersen und TuS Bodenteich. Beide Aufstiegsaspiranten sind punktgleich. TuS-Trainer Fleischer geht in den Angriffsmodus über: „Jedes Spiel ist ab sofort ein kleines Endspiel.“ Das erste von maximal zwölf solcher Alles-oder-nichts-Spiele steigt am Sonntag um 15 Uhr in Bad Bodenteich gegen den SV Rosche. „Das ist ein angemessenes Ziel“, kann und will Fleischer die glänzende Ausgangslage seines Teams nicht leugnen.

Zumal dem Tabellendritten ein echter Transfercoup mit der Verpflichtung des Ex-Teutonia-Torwarts Moritz Niebuhr geglückt ist. „Er macht uns noch um ein paar Prozent besser.“ Rosches Trainer geht noch ein Stück weiter. „Das ist eine Granate“, urteilt Michael Kottlick über Niebuhr. Der Druck auf das junge TuS-Team nimmt nun aber zu. „Andererseits“, hofft Fleischer, „setzt das vielleicht auch Kräfte frei.“

Mit den Kräften haushalten müssen die Gäste nach einer Vorbereitung, die ihren Namen kaum verdient hatte. „Trainingsbetrieb sieht anders aus“, hadert Kottlick. Viele seiner Spieler studieren und stecken im Klausurenstress. Hendrik Schierwater kann seit dem AZ-Presse-Cup nicht laufen und fällt mit einer Prellung weiterhin auf unbestimmte Zeit aus. Es ist zu befürchten, dass die Roscher wie schon zu Saisonbeginn am Spielende einbrechen. „Der eine oder andere wird über seine Schmerzgrenze gehen und mehr als 100 Prozent bringen müssen, um 90 Minuten zu überstehen“, sagt Kottlick. Der einstige Tabellenletzte ist zwar Siebter, hat aber nur sechs Punkte Vorsprung auf die Absturzplätze. „Na logisch stecken wir im Abstiegskampf“, so Kottlick. In Bad Bodenteich ist Aufstieg das große Thema. Logisch!

Von Arek Marud

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