„Wir schenken nichts ab!“

Fußball-Landesligist Teutonia Uelzen erwartet unbesiegten Spitzenreiter FC Verden 04

Torwart steht inmitten seiner Mannschaftskameraden.
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Phil Wallat (Mitte) wird gegen Verden ein zweites Mal in dieser Saison im Mittelpunkt stehen: Der Keeper aus der Kreisklassen-Reserve hilft dem Landesligisten, weil Felix Pfanzagl und Tobias Niemeyer ausfallen.
  • Bernd Klingebiel
    VonBernd Klingebiel
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Nach acht Saisonspielen ohne Sieg bekommt Fußball-Landesligist Teutonia Uelzen Aufmunterung jetzt auch schon vom Gegner: „Teutonias unglückliche Hinrunde hat uns nach unserem doch knappen 2:1-Sieg im Hinspiel alle sehr verwundert“, sagt Lars-Benedict Buhr vom FC Verden 04.

Uelzen - Der Außenverteidiger des ungeschlagenen Überraschungs-Spitzenreiters (beste Abwehr, bester Sturm) wechselte im Sommer 2020 aus dem Uelzener Sportpark zu den Reiterstädtern. Vor dem Wiedersehen am Sonntag (10. Oktober, 15 Uhr, Sportpark Königsberg) hat er noch eine weitere Botschaft an seine Ex-Kameraden: „Ich halte die Aufstiegsrunde auch für Teutonia durchaus für erreichbar.“

Das allerdings sehen nicht mal die Uelzener so. Sie haben acht Zähler Rückstand auf den untersten Qualifikationsplatz vier. Die Partie gegen die Elf von Trainer Frank Neubarth (59), der seinen Vertrag in Verden bis zum Ende der nächsten Saison bereits verlängert hat, haben sie innerlich womöglich als ein Streichergebnis für die Abstiegsrunde schon abgehakt. Also leichtes Spiel für Buhr & Co, der wegen einer Adduktorenzerrung dem FC zuletzt zwei Mal fehlte und erst am Dienstag wieder ins Teamtraining eingestiegen ist?

Rechenspielchen zur Abstiegsrunde

So sähe die Starttabelle aus, wenn die Landesliga Lüneburg nach jetzt acht Spielen die Abstiegsstaffel bilden würde. Die Teams auf den Rängen fünf bis acht der beiden Qualifikationsstaffeln nehmen nur die Punkte mit, die sie in den Duellen untereinander gesammelt haben. Am Ende der Saison müssen die drei Letztplatzierten der Abstiegsrunde hinab in die Bezirksliga.

1. VfL Güldenstern Stade (St. 2) 4 10:5 7

2. TSV Elstorf (St. 2) 4 9:9 7

3. VSV Hedendorf/N. (St. 2) 4 9:8 5

4. VfL Westercelle (St. 1) 3 7:6 6

5. VfL Breese/L. (St. 1) 3 4:5 2

6. Teutonia Uelzen (St. 1) 3 4:7 2

7. TSV Etelsen (St. 1) 3 3:6 2

8. ASC Cranz-Estebrügge (St. 2) 3 4:10 0

„Wir schenken nichts ab, sondern wollen immer unsere Leistung abrufen“! stellt Teutonia-Trainer Benjamin Zasendorf klar. Es gehe auch gegen Verden darum, das zuletzt beim Topteam in Ahlerstedt (0:3) „deutlich verbesserte Zweikampfverhalten“ und die Ordnung zu bestätigen, weiteres Selbstvertrauen „für die relevanten Spiele“ zu sammeln. „Jeder Punkt hilft uns dabei, das ist auch eine Kopfsache“, weiß Zasendorf.

Zum stark ausgedünnten Kader aus der Vorwoche stoßen Andris Kuvsinovs und Till Marks wieder hinzu. Stammkeeper Felix Pfanzagl fällt schulterverletzt weiterhin aus, ein Comeback noch vor der Winterpause sei trotz mittelfristig notwendiger Operation nicht ausgeschlossen. Sein Vertreter Tobias Niemeyer hat am Sonntag Dienst. Phil Wallat aus der Reserve wird zum zweiten Mal in dieser Saison aushelfen. Philipp Hatt (Herzprobleme) fehlt ebenfalls, er könnte im Idealfall am übernächsten Sonntag in Etelsen wieder auflaufen. Maurice Kutz und Tristan Haß sind erkrankt, ihre Einsätze sind fraglich.

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