Sportlerwahl: Maren Tetzlaff mit Wechselbad der Gefühle beim VfL Wolfsburg

Auf Höhepunkt folgt Schock

In der vergangenen Saison erkämpfte sich Maren Tetzlaff beim VfL Wolfsburg einen Stammplatz. Doch im Mai riss sie sich das Kreuzband und fiel monatelang aus. Foto: Imago

Sportlerin des Jahres? Maren Tetzlaff hätte getrost den Titel Pechvogel des Jahres verdient.

Kaum hatte sich die einstige Spielerin von SV Rosche und SV Teutonia Uelzen in der vergangenen Saison einen Stammplatz beim Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg erkämpft, zwang sie eine schwere Knieverletzung zu einer monatelangen Pause.

Den 23. Mai 2012 wird Tetzlaff nicht so schnell vergessen. Im Training erlitt sie einen Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie sowie eine Meniskusverletzung – eine niederschmetternde Nachricht. „Mir war sofort klar, dass es mindestens sechs Monate Pause oder länger bedeutet“, erinnert sich die 24-Jährige. Die Diagnose sei für sie ein Schock gewesen. „Ich habe zu dem Zeitpunkt gerade mein Examen als Physiotherapeutin gemacht.“

Dabei war Tetzlaff gerade auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt. Ende der Hinrunde 2011/12 legte sie den Status einer Ergänzungsspielerin ab und erkämpfte sich einen Stammplatz. „Ich spiele seit 2006 beim VfL und habe schon einige Spiele gemacht. In der letzten Saison war es etwas Besonderes, weil sich unser Kader stetig verbessert und es immer schwieriger wird, sich einen Platz unter den ersten Elf zu erkämpfen“, erzählt eine der dienstältesten Spielerinnen des VfL, die im Februar 2012 ihren Vertrag verlängerte. Umso bitterer die Knieverletzung. „Aber meine Familie, Freunde und die Mannschaft haben mir Halt und Mut gegeben, sodass die Zeit einfacher zu ertragen war.“

Inzwischen trainiert Tetzlaff wieder und weilt derzeit mit dem Wölfe-Team im Trainingslager in Portugal. „Meinem Knie geht es sehr gut, ich bin komplett im Zeitplan und fühle mich sehr sicher.“

In der Jugend kickte die Abwehrspielerin bei SV Teutonia Uelzen und SV Rosche. Der Kontakt ist bis heute nicht abgebrochen. „Da ich meine Eltern regelmäßig besuche und mein Bruder bis vor kurzem in Rosche gespielt hat, bekomme ich noch ein bisschen was mit von der Uelzener Fußballszene.“

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