Der größte Sieg seiner Karriere

Himberger Sven Schenk gewinnt in persönlicher Bestzeit den Halbmarathon in Baltimore

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Die Ruhe vor dem Sturm: Sven Schenk (ganz links) checkt seine Uhr und wird rund 72 Minuten später als Gesamtsieger ins Ziel laufen. 

ep Baltimore/Himbergen. Es war das bisher beste Rennen seiner Sportkarriere: Sven Schenk aus Himbergen hat den Halbmarathon in Baltimore in neuer persönlicher Bestzeit gewonnen.

Baltimore ist eine mittelgroße Industriestadt an der Ostküste der USA und war Ausrichter des Running Festivals 2018. Auch 15 Läufer aus ganz Deutschland machten sich auf die Reise. Sie erwartete eine USA-Städtetour mit vielen Teamerlebnissen und vier Tagen Laufsport pur. Mit dabei: Sven Schenk aus Himbergen. Dass er in diesen Tagen das Rennen seines Lebens absolvieren sollte, hatte er vorher nicht erwartet.

Angeführt von 800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann startete die Gruppe in Frankfurt/Main. Nach einem Zwischenstopp im isländischen Reykjavik und mitternächtlicher Ankunft in Baltimore begann am nächsten Tag die Erkundung der Stadt und gleichzeitig die Vorbereitung auf den Lauf.

Der Halbmarathon durch Baltimore ist ein kleiner Berglauf. Der Start erfolgt am Hafen. Von dort geht es immer wieder bergauf und -ab durch die verschiedenen Stadtteile bis zum Ziel am Inner-Harbour. Schenk: „Uns bot sich ein Kontrastprogramm von angesagten Szene-Stadtteilen und immer wieder auch ärmeren Gegenden, in denen die sozialen Probleme der Stadt deutlich sichtbar sind.“

Vom Hotel war es nur ein Kilometer bis zum Start des Wettkampfes. Mehr 22 000 Teilnehmer auf drei verschiedenen Streckenlängen waren angetreten. Sven Schenk, aus Himbergen stammend, aber aktuell in Magdeburg und Schwerin lebend, entschied sich für den Halbmarathon über 21,1 Kilometer. Er stand am Start in erster Reihe, gefolgt von mehr als 7600 anderen Läufern. Nachdem die amerikanische Nationalhymne gesungen war, fiel 30 Sekunden später der Startschuss.

Nach dem ersten Kilometer zeigte sich Schenk sehr überrascht und zufrieden mit Position sechs. Bis Kilometer neun arbeitete er sich Platz um Platz bis auf die erste Position nach vorn. Sämtliche Verfolger hatte er bei Kilometer 13 abgeschüttelt. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:12:52 Stunden nach 21,1 Kilometern flog er durch das Zielbanner, total überwältigt und mit 43 Sekunden Vorsprung. Eine sensationelle Leistung! Schenk feierte den mit Abstand größten Erfolg seiner Laufbahn. Für den Sieg bekam er einen Freistart fürs nächste Jahr geschenkt.

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