Bodenteichs Torwart Niebuhr exzellent / Jubilar Silbermann im Pech

Held und tragischer Held

Mit eingehakten Armen kämpfen der Emmendorfer Luca Schenk (links) und Bodenteichs Frederik Strauß um den Ball.
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Mit eingehakten Armen kämpfen der Emmendorfer Luca Schenk (links) und Bodenteichs Frederik Strauß um den Ball.
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Emmendorf. Die neue Saison beginnt so wie die alte aufgehört hatte – mit jubelnden Bodenteicher Fußballern. Der Landesliga-Aufsteiger hat nach einem hart umkämpften 5:4 (0:0)-Erfolg im Elfmeterschießen gegen den SV Emmendorf die 2. Runde im Bezirkspokal erreicht.

Nach ihrer 4:6-Niederlage im Elferschießen im Vorjahr haben die Bodenteicher den Spieß an gleicher Stelle nun umgedreht und erstmals nach vielen Jahren wieder ein Pflichtspiel gegen die Emmendorfer gewonnen. Entscheidenden Anteil daran hatte Torwart Moritz Niebuhr, der während der regulären Spielzeit mehrfach glänzend parierte und im Elfmeterschießen ebenfalls zwei Bälle hielt. „Er hat exzellent gehalten und ein paar Dinger kaputt gemacht“, meinte TuS-Trainer Daniel Fleischer.

Niebuhr vermasselte einem Emmendorfer ganz besonders den Abend. Benjamin Silbermann absolvierte sein 500. Pflichtspiel für den SVE und wurde dafür vor dem Anpfiff vor 440 Zuschauern geehrt. Ausgerechnet gestern Abend hatte der ansonsten so erfolgsverwöhnte Silbermann Abschlusspech und scheiterte gleich mit einem Einstiegselfmeter an Niebuhr. Völlig frustriert hockte Silbermann lange nach Spielschluss und ganz alleine auf dem Rasen.

Die erste Hälfte gehörte den Gastgebern, die klar feldüberlegen waren, mit ihrem optischen Übergewicht jedoch wenig anzufangen wussten. „Wir haben den Ball zu oft quer gespielt und hatten zu wenig Großchancen“, haderte Trainer Achim Otte und vermisste den Mut bei seiner Mannschaft. Till Marks per weitem Einwurf (13), Silbermann aus spitzem Winkel (14), erneut Marks frei vor Niebuhr scheiterten vor der Pause. Die bewusst passiv spielenden und bis dato vollkommen harmlosen Gäste hätten nach einem Missverständnis zwischen Timo Würker und Manuel Klasen durch Maarten Lühr in Führung gehen können (35.).

Nach dem Wechsel wurde die Partie zwar offener, die Chancen erspielte sich aber weiter Emmendorf. Würker per Kopf (47.) sowie die auf Niebuhr zulaufenden Silbermann und Lankau vergaben noch die beste Chancen (70., 77.). „Da muss man einen machen. Für unsere Verhältnisse war das ein sehr unterdurchschnittliches Spiel“, ärgerte sich Otte.

Für Kopfschütteln sorgte eine doppelte Schiedsrichter-Fehlentscheidung (84.). Bodenteichs Timo Westerfeld klärte im Strafraum sauber gegen Björn Schwichtenberg zur Ecke. Der Linienrichter hob trotzdem die Fahne. Folgerichtig wäre es ein Strafstoß, doch der Referee Jan-Heinrich Lüske entschied irrtümlicherweise auf Freistoß außerhalb des 16-Meter-Raumes. Glück hatte Emmendorfs Niklas Idler, der für seinen harten Ellenbogeneinsatz an der Mittellinie gegen Jan-Philipp Borchers ohne Gelbe Karte davon kam.

In der Schlussphase übernahm Bodenteich die Initiative. Borchers’ tückischer Freistoß-Aufsetzer flog knapp drüber (72.), Lührs lupfte den Ball gegen den aufgerückten SVE-Keeper David Meyer nach einem zuvor gefährlichen Freistoß von Pascal Kläden knapp neben das Tor (90.).

Im Elfmeterschießen gingen Silbermann und Kläden leer aus. Die nachfolgenden acht Bälle verwandelten beide Teams. Als Niebuhr gegen Manuel Klasen Sieger blieb, war der Weg frei für Leon Brockschnieder, der die Nerven behielt und Bodenteich in die zweite Runde schoss.

Von Arek Marud

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