Fünf Tage nach dem Mittwochs-Knall: Ersehntes Online-Treffen

Meinungsaustausch im Heide-Wendland-Kreis: Am Montag reden Spielausschuss und Fußballklubs miteinander

Ein Handy liegt in einem Fußballschuh.
+
Wie geht es weiter? Darüber wollen am Montag, 22. März, der Spielausschuss des Heide-Wendland-Kreises und die Fußballklubs im Rahmen einer Online-Zusammenkunft debattieren. Foto: imago-images / Hanno Bode
  • Arek Marud
    VonArek Marud
    schließen

Auf einmal geht alles ganz schnell. Nur fünf Tage nach der Internet-Konferenz von 35 Klubs des Heide-Wendland-Fußballkreises kommt es zum gewünschten Meinungsaustausch zwischen Vereinen und Funktionären.

Uelzen/Landkreis - Am Montag wird Tacheles geredet! Dazu eingeladen hat Thore Lohmann, Vorsitzender des Spielausschusses im Heide-Wendland-Kreis. Lohmann betont mit Nachdruck, dass dieser kurzfristig anberaumte Termin für Herren und Senioren nichts mit der Mittwochs-Revolte zu tun hat. „Auf keinen Fall! Wir hatten letzte Woche eine Videokonferenz vom NFV und haben für die Kreisvereine Infos zusammengestellt, die wir ihnen nun vorstellen möchten. Wir wollen uns mit den Vereinen unterhalten.“

Die Einladung des achtköpfigen Spielausschusses steht unter dem Motto: Meinungsaustausch über die aktuelle Situation und Ausblick auf die kommenden Monate. „Wir Mitglieder des Kreisspielausschusses würden euch gern unsere Einschätzung der Lage mitteilen und eure Ideen, Sorgen und Nöte aufnehmen“, richtet sich Lohmann an die Vereine.

Die kurze Zeitspanne zwischen dem Videomeeting von 35 Vereinsvertretern, in dem sie Kritik am Festhalten des Verbandes an einer Saisonfortsetzung im Frühjahr übten, und dem Vorstoß des Spielausschusses wirft dennoch Fragen auf. Frank Kathmann, der gemeinsam mit André Kobus die Mittwochskonferenz initiiert hatte, glaubt nicht an einen Zufall. „Heute ist Freitag. Der NFV hat noch nie eine Besprechung innerhalb von nur drei Tagen gelegt. Das kommt mir spanisch vor. Aber es ist völlig egal. Ich freue mich darüber, wenn wir miteinander reden können. Das ist das, was wir ja wollten. Wir wollen nicht gegen-, sondern miteinander reden.“

Es gibt viel zu besprechen am Montag ab 19.30 Uhr. Im Mittelpunkt dürfte das Thema stehen, wie man mit der aktuell unterbrochenen Saison umgehen sollte. Auch die Aufarbeitung der Mittwochskonferenz mit all ihren Facetten dürfte ebenfalls auf der Agenda stehen. Lohmann weist vorsorglich darauf hin, dass es „keinesfalls darum geht, über Abbruch oder Fortsetzung des Spielbetriebs abzustimmen“.

Aussprache zwischen Stebani und Kathmann

Die Geschehnisse vom Mittwochsknall hallen nach. Jürgen Stebani hatte die Art und Weise des Videomeetings kritisiert, musste aber nun ein wenig zurückrudern. Wie sich herausgestellt hat, wurde der NFV-Spielausschussvorsitzende zwei Tage vor dem virtuellen Treffen von Frank Kathmann zwecks Kontaktaufnahme per Email angeschrieben. Stebani hat dies inzwischen bestätigt und sagte gegenüber der Landeszeitung: „Damit muss ich dann wohl jetzt leben. Aber wenn man mich wirklich hätte dabei haben wollen, hätte man das vielleicht auch anders lösen können.“

Im Gespräch mit der AZ hatte der Melbecker erklärt: „Das ist unmöglich! Ich hätte ihnen (Kathmann/Kobus – Anm. d. Red.) geraten, vorher mit uns zu sprechen. Sie hätten mich oder Hartmut Jäkel (kommissarischer Vorsitzender des Heide-Wendlandkreises) jederzeit anrufen können. Kommunikation ist keine Einbahnstraße!“

Am Donnerstag folgte die Aussprache. Stebani griff zum Hörer. Die beiden tauschten ihre Argumente aus. Kathmann lud Stebani vorsorglich ein, sollte es irgendwann einmal zu einem ähnlichen Meeting wie am Mittwoch kommen. „Jürgen hat gesagt, dass er dabei wäre, wenn er Zeit hat. Das Gespräch verlief ruhig. Es ist alles in Ordnung“, berichtet der Barendorfer Trainer und ist gespannt auf den Meinungsaustausch am Montag. „Das war ja das, was wir gerne wollten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare