1. Fußball-Kreisklasse

AZ-Team-Check: SVG Oetzen/Stöcken verkraftet personelle Tiefschläge

Vier Spieler kämpfen um den Ball. Einer von ihnen nimmt ihn mit der Brust an.
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Für Oetzen/Stöcken um Topstürmer Alexander Meister (am Ball) und Steven Pericie (links) war das Rennen um die Aufstiegsplätze ein hartes Stück Arbeit.
  • VonAron Sonderkamp
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Oetzen/Stöcken hat eine harte Halbserie hinter sich. Trotz zahlreicher Verletzungen qualifizierte sich das Team aus der 1. Fußball-Kreisklasse für die Aufstiegsrunde. Der AZ-Team-Check.

Oetzen - Besondere Spiele, herausragende Akteure, unvergessliche Momente. In der Serie Team-Check nimmt die AZ das Hinrunden-Abschneiden der Uelzener Fußballklubs genau unter die Lupe. Heute aus der Staffel 1 der 1. Kreisklasse Süd: die SVG Oetzen/Stöcken.Oetzen.

Die Spielvereinigung Oetzen/Stöcken hat eine harte Halbserie hinter sich. Verletzungen, Rotation, Punktverluste und einige graue Haare stehen am Ende. Das Wichtigste jedoch: Es gab ein Happy End. „Die Hinrunde war durchwachsen. Ich drücke nicht gerne auf die Tränendrüse, aber wir hatten teilweise bis zu acht Verletzte. Das muss man erst mal kompensieren“, gibt Trainer Dennis Thomsen zu bedenken. Das gelang auch ganz gut. Zu einem Endspiel um Platz vier kam es dennoch: „Nach der 1:4-Niederlage gegen Suhlendorf war die Hoffnung eigentlich passé.“ Mit dem folgenden 2:1-Erfolg gegen Stadensen glückte dann doch der Sprung in die Aufstiegsrunde. Thomsens Fazit: „Bei dem Verletzungspech habe ich großen Respekt vor der Mannschaft. Trotz der vielen Tiefschläge haben sie es gut gemeistert.“

Das hat gut geklappt

Der Zusammenhalt war ein Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben trotz der Lage versucht, das Beste herauszuholen. Das Team hat immer weitergemacht und dran geglaubt“, lobt Thomsen. So hätte man im Endspiel auch „die Nervosität unter Kontrolle gehabt“.

Das geht besser

Allerdings haperte es beim Herausspielen klarer Torchancen. „Das ist noch nicht so, wie wir uns das vorstellen. Ab und zu war es zu umständlich im Aufbauspiel.“

Das besondere Spiel

Das 3:4 gegen SC Kirch-/Westerweyhe blieb dem Übungsleiter schmerzlich in Erinnerung. „Wir führen 3:1 und verlieren dann 3:4. Ich habe keine Ahnung, was da los war. Das Ding noch zu verlieren, war bitter.“

Der besondere Moment

Der Schlusspfiff des entscheidenden Spiels gegen SV Stadensen ist ein Moment, den Thomsen nicht so schnell vergessen wird: „Da ist eine Menge Last von den Schultern und Herzen gefallen. Nach Abpfiff habe ich noch gar nicht realisiert, was da gerade passiert ist. Ich musste erst ein bisschen abschalten. Dann war ich stolz, dass wir es geschafft haben.“

Der Spieler der Hinserie

Keeper Jonas Winkelmann rettete der Spielvereinigung ein ums andere Mal die Haut und wichtige Zähler. Vorne war es Alexander Meister, der mit seinen Treffern „das ein oder andere Spiel entschieden hatte“. Mit zehn Toren führt er die Torjägerliste der Staffel 1 an. Im Großen und Ganzen sei es allerdings die Mannschaft gewesen, die im Endeffekt den Unterschied machte.

Der Ausblick

Die Freude, jetzt in der Aufstiegsrunde anzutreten, ist jedenfalls groß. Aus einem guten Grund, wie Coach Thomsen kämpferisch erklärt: „Wir sind dafür bekannt, gegen vermeintlich stärkere Gegner besser aufzutreten. Deswegen ist die Aufstiegsrunde natürlich schön.“ Im Vordergrund stehe allerdings, die verletzten Spieler wieder fit zu bekommen.

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