Auszeichnung für 50-jähriges Engagement

Wegbereiter und Nationaltrainer: Eisenbahn-Sportverein Uelzen ehrt seinen Vorsitzenden Hans Bornhöft 

Mannschaftsfoto der deutschen Kegler-Nationalmannschaft.
+
Auch als Trainer der Kegel-Herrennationalmannschaft der Eisenbahn-Sportvereine machte sich Hans Bornhöft (oben links) Anfang der 90er-Jahre einen Namen; hier die deutsche Auswahl vor einem Ländervergleich gegen Dänemark.
  • Bernd Klingebiel
    VonBernd Klingebiel
    schließen

Er gilt als „Hans Dampf in allen Gassen“. Der Eisenbahn-Sportverein Uelzen hat seinen Vorsitzenden Hans Bornhöft für 50-jähriges Engagement ausgezeichnet.

Uelzen – Gymnastik, Kegeln, Tischtennis, Schießen, Nordic Walking: Der ESV ist mit seinen aktuell 180 Mitgliedern im Breitensport gut aufgestellt. Die sportlichen Schlagzeilen aber gehören meist Wettkämpfern aus anderen Sparten und Vereinen.

Hans Bornhöft ist für sie dann aber oft ein Wegbereiter gewesen. Ob beim AZ-Abendvolkslauf, beim Suderburger Herbstlanglauf in Hösseringen oder beim früheren Triathlon in Bad Bodenteich. Überall war er als Helfer oder im Organisations-Team tätig.

1970 trat Bornhöft dem Verein bei. „Mein Engagement beim ESV ist eine Eisenbahner-Familien-Angelegenheit“, sagt der heute 73-Jährige. Vor seiner Pensionierung war er als Technischer Bundesbahn-Betriebsinspektor (TBBI) bei der DB Netz für Leit- und Sicherungstechnik (LST) angestellt. Dienstorte waren die Netzbezirke Uelzen und Lüneburg.

Mein Engagement beim ESV ist eine Eisenbahner-Familien-Angelegenheit, sagt Hans Bornhöft.

In der Kegel-Freizeitgruppe entdeckte Bornhöft einst seine Leidenschaft für diese Sportart. 1978 übernahm er als Fachwart die Kegelabteilung und führte eine Herrenmannschaft des ESV 1983 erstmals in den Punktspielbetrieb. Der Kegelklub „Freie Bahn“ schloss sich dem ESV an. Es dauerte nur ein Jahr, bis auch eine Damenmannschaft unter der Fahne des ESV kegelte. Bornhöft: „Das war der Beginn eines steilen Aufstiegs der Kegelabteilung.“ Und auch der von Bornhöft selbst.

Es reichte ihm nämlich nicht, „nur zu kegeln“. Der gebürtige Uelzener erwarb die Übungsleiter-Lizenz, erhielt 1990 den B-Schein. Damit begann für ihn eine erfolgreiche Arbeit im ESV, für den Verband Deutscher Eisenbahn-Sportvereine (VDES) und den Niedersächsischen Keglerverband (KVN).

Beim KVN war Bornhöft für die Landkreise Uelzen, Celle, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg als Lehrwart tätig. Als Spielertrainer coachte er die Nationalmannschaften des VDES erfolgreich in Länderspielen gegen Dänemark. Selbst für den DKB war der Uelzener als Nationaltrainer tätig.

Mit der Kegel-Spielgemeinschaft Uelzen (KSG Uelzen) stieg Bornhöft als Aktiver 2006 in die Zweite Bundesliga auf. 2010 zog er sich aus gesundheitlichen Gründen von der Bahn zurück.

Von 1998 bis heute leitet der seit 52 Jahren mit seiner Ehefrau Margitta verheiratete Bornhöft leidenschaftlich die Geschicke des Vereins. „Nur das Motorradfahren musste ich nach einem unverschuldeten Unfall und zwei komplizierten Brüchen in der Schulter vor fünf Jahren aufgeben“, bedauert er. Kegeln geht auch nicht mehr, als Trainer steht er dem ESV aber weiterhin zur Verfügung. Er radele viel und jogge ein wenig.

Bornhöft: „Mit besonderem Stolz erfüllt uns im Verein die neu gegründete Jugend-Schießsportabteilung mit zwölf Mitstreitern und dass der ESV mit seinen zur Zeit fünf Sportarten erfolgreich ist.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare