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Emmendorfs Hannes Helmke: Ein positiv Verrückter schiebt gerne Extraschichten

Ein Fußballer nimmt den Ball in der Luft mit dem rechten Fuß an.
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Er ist immer der Erste auf dem Fußball-Platz. Der Emmendorfer Hannes Helmke ist laut Trainer Jörg Scholz ein „positiv Verrückter“.
  • VonAron Sonderkamp
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Während seine Teamkollegen in der Kabine sitzen, schießt Emmendorfs Hannes Helmke die ersten Bälle aufs Tor. Warum er dafür Straf-Liegestütz in Kauf nimmt, verrät er im AZ-Ligatalk.

Emmendorf - 2018 wagte Hannes Helmke den Sprung von der Fußball-Bezirksliga in die Landesliga, vom SV Rosche zum SV Emmendorf. Eine Art Déjà-vu. Bereits im Jugendbereich war die Landesliga ein vertrauter Weggefährte für Helmke. Mit der U17 des VfL Suderburg gewann er dort den Titel. „Ich bin Sportler, weil ich an die Leistungsgrenze gehen will. Und in der Jugend habe ich auch in dieser Klasse gespielt“, führt der gebürtige Ostedter aus.

Dass er keine Stammplatzgarantie hatte, nahm der 22-Jährige in Kauf: „Ich brauche immer eine gewisse Eingewöhnungszeit. Mir war klar, dass ich gerade bei dem Kader nicht sofort alle Einsatzzeiten bekommen würde.“

In der Bezirksliga gehört Helmke mittlerweile oft zum Stammpersonal. Wohl auch wegen seiner Trainingsmoral. Meist 15 Minuten vor offiziellem Trainingsbeginn ist er auf dem Platz und schießt die ersten Bälle aufs Tor – oft gefolgt von Straf-Liegestütz für das „Bolzen“ ohne Warmmachen. „Ich schieße gerne Tore. Das kommt bei uns im Moment ja etwas zu kurz.“ Deswegen nimmt er die unfreiwilligen Kraftübungen gerne in Kauf. Sehr zur Freude von Jörg Scholz aus dem SVE-Trainerteam. „Hannes ist ein positiv Verrückter mit einer positiven Einstellung. Eine Art Straßenfußballer, der den Ball immer um sich haben will und der immer heiß auf den Ball ist.“

Den Abschluss beherrscht der Angreifer mit beiden Füßen. „Der Rechte ist der Bessere, aber ich kann mich auf den Linken verlassen“, schmunzelt Helmke.

Vielleicht zahlt sich das am Sonntag in der Auswärtspartie bei der SV Scharnebeck aus (15 Uhr). Im Hinspiel enttäuschte der SVE beim 2:3 und lag schon 0:3 hinten. Helmke stellt sich wieder auf ein „sehr kampfbetontes Spiel“ ein, bei dem letztlich „der Wille“ die entscheidende Rolle spielen dürfte, glaubt der Offensivspieler.

Zuletzt holte der SVE nur zwei Punkte aus drei Spielen, befindet sich als Tabellendritter im Pulk von aktuell sechs Teams, die um drei Aufstiegsrundenplätze kämpfen.

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