Team Heide: MTV-Trainerin verkündet nach 83:94-Krimi ihren Abschied

Hanna Ballhaus sagt adieu

Trainerin Hanna Ballhaus taktierte am Sonnabend in der Partie gegen den BC Hamburg ein letztes Mal mit dem Team Heide – sie hat ein Angebot in Braunschweig angenommen. Foto: B. Klingebiel

rp/kl Lüneburg/Bad Bevensen. Das letzte Saisonspiel des MTV Bad Bevensen/Lüneburg in der 2. Basketball-Regionalliga am Samstagabend gegen den BC Hamburg (83:94) geriet zur sportlichen Nebensache, so spannend es auch war.

Denn nach der Schlusssirene erklärte Trainerin Hanna Ballhaus nach nur einer Saison ihren Abschied vom Team Heide.

Es wurde sehr emotional im Sportpark Kreideberg in Lüneburg. Mannschaftskapitän Jakob Kettenburg bedankte sich im Namen des Teams bei Ballhaus für ihre Leistung und ihre Arbeit mit der Mannschaft. Ballhaus gibt ihre Arbeit für den MTV Treubund Lüneburg und damit auch für das Kooperationsteam auf. Sie hat ein Angebot in Braunschweig angenommen. Dort wird sie junge weibliche Basketballtalente, die sie zum großen Teil bereits aus ihrer Arbeit als Landestrainerin im Jugendbereich kennt, betreuen und zugleich die Möglichkeit erhalten, sich beruflich durch ein Sportmanagementstudium weiterzuentwickeln.

Wer einen guten Krimi erleben möchte, der sollte sich Basketballspiele des Team Heide ansehen. Spannung und Emotionen sind eigentlich immer garantiert. So war es auch gegen den BC Hamburg – ohne Happy-End für die Gastgeber. Trainerin Ballhaus: „Die Jungen haben noch einmal mit sehr viel Herz und großem Kampfgeist gespielt, leider sind sie für ihre großartige Leistung nicht belohnt worden.“

Die Gäste fanden schneller in die Partie und entschieden das erste Viertel mit 22:13 für sich. Als sie im zweiten ihren Vorsprung auf 16 Punkte ausbauten, schien sich ein Debakel für die Gaststeber anzubahnen. Aber durch einen 10:0-Lauf war das Team Heide zur Halbzeitpause wieder im Geschäft.

Nach Wiederbeginn zogen die Hamburger davon (26./42:57). Dann aber verkürzten die Gastgeber dank einer großartigen Energieleistung wieder auf einen Punkt. Allein in der 30. Minute erzielten sie durch Stefan Kettenburg und Alvin Hartmann acht Punkte. Das Schlussviertel war an Dramatik kaum zu überbieten. Der überragende Hamburger Moris Hadzija erzielte die ersten Punkte (59:62), doch Jakob Kettenburg glich mit einem Dreier aus (62:62). Hartmann brachte sein Team ebenfalls mit einem Dreier erstmals in Front (65:64). Als Jakob Kettenburg mit einem Dreier plus Bonus-Freiwurf für die 74:69-Führung gesorgt hatte, schien sich die Partie gedreht zu haben. Doch die Hamburger konterten und gingen mit einem Sechs-Punkte-Polster in die letzte Spielminute (79:85). Kevin Knaust verkürzte durch zwei Freiwürfe auf vier Zähler, doch damit hatten die MTVer ihr Pulver verschossen.

Auch die Tatsache, dass die „langen Kerls“ Andreas Willing und Christian Hellbrügge recht früh wegen des Erreichens der Foulgrenze ausscheiden mussten, hatte die Heidjer wenig beeindruckt. Den Unterschied machte an diesem Abend allein der kroatische Ex-Profi Hadzija auf Seiten der Hanseaten, der vom MTV kaum zu stoppen war. Er allein erzielte 43 Punkte für sein Team und gab zudem viele Pässe, die zu Korberfolgen führten.

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