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Rückzieher nach Restart-Flop: Handballer pausieren bis Anfang Februar

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Von: Arek Marud

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Eine Spielerin wirft am Kreis den Ball aufs Tor.
Corona zwingt die Regionshandball-Teams (am Ball Imke Dietterle vom TV Uelzen II) in die Knie. Nach gescheitertem Restart wird bis zum 6. Februar pausiert. © Zapieranski

Die Handballregion Lüneburger Heide revidiert ihre Entscheidung. Nach dem Punktspiel-Chaos wird die Saison bis zum 6. Februar unterbrochen. Freiwillige Spiele sind weiterhin möglich.

Uelzen/Landkreis – Die Handballregion Lüneburger Heide macht aktuell keine glückliche Figur. Vor wenigen Tagen erst preschten die Verantwortlichen als erste Region Niedersachsens vor und beschlossen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 16. Januar. Ein Durcheinander mit Ansage. Reihenweise fielen Spiele aus. Uelzener Vereine und Mannschaften stellten sich nahezu geschlossenen gegen diese kontrovers diskutierten Wiederaufnahmepläne und traten nicht an oder entsprachen den Verlegungswünschen verunsicherter Gegner.

Nur ein Drittel aller Spiele fand statt

Nun zog die Handballregion vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Coronalage die Hand(ball)bremse und hat die Saison nach einer Videokonferenz vorerst gestoppt, nachdem zuletzt nur ein Drittel der angesetzten Spiele durchgeführt wurde. „Angesichts der vorab bekannten sehr unterschiedlichen Meinungen, die über die Vereine bis in die Mannschaften und auch Familien der Handballerinnen und Handballer reicht, eine zu erwartende Konsequenz“, hatte der Verband mit dieser Ausfallquote offenbar gerechnet.

„Besondere Aufmerksamkeit in der Diskussion im Vorstand kam dem großen organisatorischen Aufwand für die Spieltechnik sowie der abverlangten Flexibilität aller Beteiligten in dieser Ausnahmesituation zu“, erklärte die Region und beschloss „unter Berücksichtigung verschiedenster Aspekte“, bis einschließlich 5./6. Februar zu pausieren. Die Spiele werden bis zum 11./12. Juni nachgeholt. Die Jugendspiele sollten möglichst bis zum 22. Mai absolviert sein. Spiele nach der bisherigen Regelung und dem ursprünglichen Spielplan seien weiterhin möglich. Die Vereine müssten dazu Absprachen untereinander und mit der Staffelleitung sowie dem Schiedsrichter-Ansetzer treffen.

Anfang Februar wird der Vorstand entscheiden, ob die angestrebte Planung umgesetzt werden kann. Der Regions-Vorsitzende Wolfgang Kaplick verteidigt das Vorgehen. „Angesichts des stark unterschiedlichen Umgangs mit der Situation in der Gesellschaft halte ich die Beibehaltung unserer bisherigen Strategie unter Berücksichtigung vieler ernst zu nehmender Vorbehalte für richtig. Die individuelle Entscheidung der Mannschaften wird stärker berücksichtigt und der Aufwand verkleinert.“

TVU-Landesligaspiel abgesagt

Auf Landesebene geht die Saison dagegen weiter. Zumindest offiziell. Denn auch hier wurden bereits zahlreiche Spiele am kommenden Wochenende abgesagt. Darunter auch die Landesligapartie des TV Uelzen beim MTV Dannenberg. Die Austragung der A-Jugend-Oberligabegegnung des TV Uelzen beim Northeimer HC soll indes stattfinden.

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