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TV Uelzen nimmt Titelrennen mit „Extraschub“ wieder auf

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Von: Bernd Klingebiel

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Handballmannschaft jubelt nach Heimsieg dem Publikum zu.
Mit dem morgigen Heimspiel gegen den MTV Vorsfelde II will der TV Uelzen seinen Weg nach oben (Zweiter von links: Ngadhnjim Xhafolli) fortsetzen. Anschließend folgen die Partien gegen die direkten Verfolger Wittingen und Bergen. Trainer Maurice Maus (rechts): „Danach wissen wir, wohin uns der Kurs führen kann.“ © Klingebiel, Bernd

Nach einer sechswöchigen Punktspielpause schießt das Handballfieber in der Hansestadt wieder in die Höhe. Landesliga-Spitzenreiter TV Uelzen startet am Sonnabend (21. Januar, 19 Uhr, HEG-Halle) mit dem Duell gegen MTV Vorsfelde II in die Rückrunde.


Uelzen – Es ist gleichzeitig die Generalprobe für das ultimative Gipfeltreffen am 4. Februar beim Verfolger SG VfL Wittingen/Stöcken, der mit nur einem Zähler Abstand auf Uelzen zurückliegt.

Als die Black Owls im September zum Auftakt in Vorsfelde beim 24:24-Remis einen Zähler verbuchten, war von einem Handball-Märchen noch nichts zu spüren. Doch es blieb der einzige Punktverlust der Uelzener, die zehn Spiele in Serie gewannen – sofern man das inzwischen annullierte 36:23 gegen die dann abgemeldete SG Südkreis Clenze mitzählt.

„Die Hinrunde war natürlich ein echtes Highlight für den Handball in Uelzen, das in dieser Form sicher nicht zu erwarten war“, bestätigt Maurice Maus. Der TVU-Trainer: „Es ist aber schon so, dass das gesamte Jahr 2022 für die Black Owls mit Platz drei in der letzten Saison sehr gut gelaufen ist.“

Er bescheinigt seinem Team „eine stetige Weiterentwicklung“. So habe es sich „für die Arbeit im Training mit dieser außergewöhnlich starken Hinrunde belohnt“. Spieler wie Fynn Lauer und Lukas Specht „haben einen Riesenschritt in ihrer Handballentwicklung gesetzt“, sagt Maus.

TV Uelzen: Geduld „von großer Bedeutung“ im Heimspiel gegen Vorsfelde

Die Black Owls haben in der Weihnachtspause durchtrainiert. Zudem verstärkte sich der Landesligist mit Phillip Duda und Steffen Roost aus Clenze (AZ berichtete). Vor dem Start in die Rückrunde gegen Vorsfelde II fordert Trainer Maurice Maus Besonnenheit ein: „Es war herausragend, was bisher gelaufen ist. Es darf aber nicht als Selbstverständlichkeit erwartet werden, dass es immer so weitergeht.“ Es gebe viele Herausforderungen. Maus: „Jedes Spiel wird ein Kampf, denn jeder wird sich für das Hinspiel revanchieren wollen.“ Die Ausgangslage sei „natürlich sehr gut. Unser Saisonziel war, eine richtig gute Landesligasaison zu spielen. Der Kurs der Uelzener Hansekogge stimmt.“ Mit Vorsfelde erwarten die Uelzener ein sehr erfahrenes Team, gespickt mit ehemaligen Dritt-, Regional- und Oberligaspielern. Maus: „Sie stehen zwar ganz unten in der Tabelle, schaut man sich aber die Ergebnisse der Hinrunde an, stellt man fest, dass sie die Mehrzahl der Spiele knapp verloren haben. Geduld wird in dieser Partie von großer Bedeutung sein.“

„Andere wie Gaddi Xhafolli, Christian Lüder und Steffen Schenk zeigen im Spätsommer ihrer aktiven Handballerzeit nochmals, was mit Spielverständnis und der nötigen Übersicht möglich ist.“ Zudem verfügten die Black Owls mit Till Meyer und Dominik Sommerburg über ein „Torhütergespann auf Oberliganiveau“.

Maus: „Die wichtigsten Spieler aber sind die Jungs, die sich nicht zu schade sind, ungeliebte Positionen zu übernehmen“ – wie Marius Eder am Kreis oder Hendrik Düver im rechten Rückraum. „Oder die Jungs mit geringen Spielanteilen, die aber trotzdem jede Woche beim Training sind und das Team mit ihrer Leistung unterstützen“, lobt der Coach.

Ein Teil der Erfolgsgeschichte sei zudem das „aktuelle sensationelle Umfeld“. Maus: „Die Organisation im Verein passt perfekt! Viele Menschen in Uelzen lassen sich begeistern, so besteht eine Handball-Euphorie“, die das Team trage. Eigene Fans gestalteten die Partien in Clenze und Bergen atmosphärisch fast zu Heimspielen. „Diese Unterstützung kann man nicht trainieren, sie kann in den entscheidenden Momenten den Extraschub bringen“, zeigt sich der TVU-Coach dankbar.

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