SC 09 Uelzen gewinnt den ersten Herrentitel im Heide-Wendland-Kreis

Hallenkönige im Glücksrausch

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Meisterjubel in der Kabine: Die Uelzener feiern lautstark ihren Titelgewinn.

Lüneburg/Uelzen – Der SC 09 Uelzen ist der erste Hallenkreismeister der Herren in der noch jungen Geschichte des neuen Fußball-Gebildes Heide-Wendland.

Am Samstagabend gewannen die Fischerhöfler in Lüneburg-Oedeme die Endrunde durch einen 4:3-Finalsieg nach Neunmeterschießen gegen Eintracht Lüneburg II (1. Kreisklasse Nord). Stark präsentierte sich auch der SV Hanstedt (1. Kreisklasse Süd), der erst im Halbfinale vom Sportclub gestoppt wurde.

One-Hit-Wonder: Teutonias nur für die Hallen-Kreismeisterschaft gemeldete Mannschaft holte den Titel mit (von links) Benjamin Zasendorf, Markus Börngen, Nils Klaucke, Eugen Krasnikov, Alexander Holzwart, Sören Oldag, Andris Kuvsinovs, Pietro Papa, Trainer Thorsten Raabe und Steffen Vick (unten).

Mit Teutonias Altherren Ü32 schnappte sich am Wochenende zudem ein weiteres Uelzener Team einen Hallenmeistertitel. In der Endrunde der Reserve-Mannschaften aus der 3. und 4. Kreisklasse hatten die Uelzener Vertreter hingegen nichts mit der Titel-Entscheidung zu tun.

Herren / Endrunde

Das Glück war mit dem SC 09 Uelzen: Nach einem hart umkämpften Gruppensieg benötigte der Heide-Wendland-Ligist auf dem Weg zum Titelgewinn sowohl im Semifinale als auch im Endspiel das Neunmeterschießen.

In der Gruppenphase musste nach einer Last-Second-Niederlage gegen TSV Gellersen II im letzten Spiel ein Sieg gegen Eintracht Lüneburg II her. Das goldene Tor zum 1:0 erzielte Mehmet Tarhan. Die letzten zwei Spielminuten mussten die Blau-Weißen in Unterzahl bestehen.

Im Halbfinale rannte Sportclub zwei Rückständen hinterher, Daniel Nulet und Tarhan glichen zum 2:2 aus. Letztlich rettete Hanstedts Keeper Markus Bremer sein Team mit einigen Glanzparaden ins Neunmeterschießen, in dem Uelzens Nico Schwab den letzten Schuss von Dennis Weuste zur Entscheidung parierte.

Auch das Endspiel musste nach einem regulären 2:2 durch Uelzener Treffer von Nulet und Tarhan an den Punkt. Lucas Heitsch und Linus Tegtmeyer trafen für den Sportclub, Schwab lenkte einen Ball an die Latte und entschärfte den nächsten zum Sieg der Uelzener.

Sportclubs Torschützen (gesamt): Tarhan (5), Alzaidy (3), Heitsch (2), Nulet (2), Tabbaa (1).

Für den Titelkampf der Herren hatten sich insgesamt 20 Mannschaften aus der Heide-Wendland-Liga sowie 1. und 2. Kreisklasse angemeldet. Nach einer Vorrunde waren die besten Zehn in das Finale eingezogen.

Reserven / Endrunde

Die letzten Tabellenplätze der beiden Vorrundengruppen im Finale der Reserven (3./4. Kreisklasse) gehörten den drei qualifizierten Uelzener Mannschaften. Insgesamt sprang für sie nur ein Sieg heraus, den der SV Jelmstorf im direkten Duell gegen den punktlosen TSV Niendorf/Halligdorf einfuhr.

Auch der Vorrunden-Erste SV Holdenstedt II zog in der deutlich ausgeglicheneren Gruppe 2 den Kürzeren, verbuchte nach zwei Auftaktniederlagen aber immerhin noch zwei Punkteteilungen.

Hallenkreismeister der Reserven, bei denen insgesamt 13 Teams ins Titelrennen gestartet waren, wurde der MTV Treubund Lüneburg IV durch einen 3:0-Sieg im Endspiel gegen VfL Lüneburg II.

Ü32 / Endrunde

Extra für die Titelkämpfe gebildet, räumte das Ü32-Team der SV Teutonia Uelzen am Freitagabend in Lüneburg-Oedeme den Kreismeistertitel ab. Und das, obwohl es entgegen erster Informationen die jüngeren Eugen Krasnikov und Sören Oldag dann plötzlich doch nicht einsetzen durfte.

Im Finale bezwangen die Teutonen im Stadtderby den SC 09 Uelzen nach Treffern von Andris Kuvsinovs (3) und Alexander Holzwart mit 4:1. Dhimitrag Xhufka war für die Fischerhöfler zwischenzeitlich auf 1:2 erfolgreich.

„Ein Abend unter Freunden“, erklärte Benjamin Zasendorf die Motivation der Blau-Gelben. Die ehemaligen Teutonia-Spieler waren teils von weit her angereist, um gemeinsam zu kicken und zu versuchen, „das ein oder andere sportliche Highlight“, sagte Zasendorf.

Der MTV Barum als dritter Kreisvertreter, der ebenfalls nur für dieses Turnier eine Ü32-Mannschaft gemeldet hatte, blieb insgesamt chancenlos.

VON BERND KLINGEBIEL

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