„Großes Potenzial“

Kandidatenvorstellung bei der AZ-Sportlerwahl: Judokerin Finja Püffel

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Strahlende Judokerin: Finja Püffel hat 2016 zahlreiche Top-3-Plätze erreicht und wurde norddeutsche Meisterin.

Uelzen. Sie ist trainingsfleißig, talentiert und überaus erfolgreich: Finja Püffel gehört zu den besten Judokerinnen Norddeutschlands. Ihr größter Triumph 2016 war der Vizetitel bei der norddeutschen U15-Meisterschaft.

Die 14-Jährige eröffnet die Vorstellungsphase der Einzelsportler und Mannschaften für die AZ-Sportlerwahl bei „Mensch 2016“.

Wann immer Finja Püffel im abgelaufenen Jahr an den Start ging, sprang eigentlich ein Treppchenplatz heraus. Die Uelzenerin gewann 2016 das Bezirks-Sichtungs-Turnier in Lüneburg und die Bezirks-Einzelmeisterschaft in Nienhagen. Nach Platz drei 2015 ist sie nun amtierende Vize-Niedersachsenmeisterin und wie schon eine Saison zuvor erneut norddeutsche Vize-Einzelmeisterin (eine deutsche meisterschaft gibt es in dieser Altersklasse nicht). Beim Fuchs-Cup auf norddeutscher Ebene wurde sie Zweite.

Angefangen hatte alles im Januar 2010 bei der Judo Gemeinschaft Uelzen, wo die Schülerin des Herzog-Ernst-Gymnasiums Uelzen inzwischen den grünen Gürtel, 3. Kyu-Grad, erreicht hat. Die in der Gewichtskategorie plus 63 kg startende Judokerin gilt als sehr trainingsfleißig. „In ihr steckt ein großes Potenzial“, sagt Trainerin Erika Muhsik über ihren Schützling, der drei Lieblingswürfe hat: O-Goshi (Hüftwurf), Uchi-Mata (Schenkelwurf) nach vorn geworfen und Tani-Otoschi (Kontertechnik nach hinten). Auch den Haltegriff beherrscht sie.

Da die JGU ein Jugend-Außenstützpunkt des Niedersächsischen Judoverbandes ist, erscheint alle vier Wochen ein Landestrainer. Püffel profitiert aktuell von der Erfahrung eines Sven Loll, leitender Landestrainer Bundesstützpunkt Hannover. Silbermedaillen-Gewinner von Seol 1988.

Auch außerhalb der Matte ist die Judokerin ein Vorbild. Beim jährlichen JGU-Jugendzeltlager ist Püffel als Helferin stets dabei. Ebenso bei der traditionellen großen November-Nachtwanderung, bei der sie die Gruppe mit 40 Kindern unterstützt. Bei den von der JGU ausgerichteten Turnieren half sie am Kampfrichtertisch mit. „Finja ist ein großartiges und höfliches Mädchen. Auch der JGU-Nachwuchs ist immer um sie herum auf der Matte“, erzählt Muhsik.

Nun warten neue Herausforderungen: Püffel muss 2017 erstmalig als jüngster Jahrgang in der U18 starten. „Das ist immer schwer. Aber davor hat Finja keine Angst“, traut ihr Muhsik einiges zu.

Faire Chancen für Randsportler

Damit auch Akteure/Teams aus den nicht so populären Sportarten bei der Wahl eine faire Chance erhalten, hat die Experten-Jury jedem Einzelsportler und jeder Mannschaft aufsteigend eine bestimmte Punktzahl zugeordnet – bei den Einzelsportlern aufsteigend von eins bis zehn, bei den Mannschaften von eins bis neun Zählern. Sie bildet jeweils 50 Prozent des Gesamtergebnisses.

Die andere Hälfte der Punktzahl resultiert aus der jeweiligen Anzahl der Leserstimmen. Gewinner der Wahl ist, wer die höchste Gesamtpunktzahl hat. Das heißt: Wer die meisten Stimmen der Leser sammeln konnte, muss nicht gleich automatisch Sieger sein. Andersherum ist es genauso möglich, dass die Favoriten der Jury in der Lesergunst nicht weit genug oben stehen und deshalb entscheidende Plätze in der Gesamtwertung einbüßen. Bei Gleichstand entscheidet die höhere Anzahl der Leserstimmen.

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