Die Größe ist nicht entscheidend

Ebstorf - Von Meike Bornemann. Begeisterung, Technik, Taktik, Athletik, Teamwork und Teamgeist – alle diese Punkte stehen beim 4. Basketball SommerCamp in Ebstorf im Vordergrund. Für 40 Jugendliche im Alter von neun bis 18 Jahren dreht sich bis zum heutigen Freitag alles um Basketball. Sie kommen aus fast allen Teilen der Bundesrepublik. Rudi (16) zum Beispiel extra aus Straßburg. Er ist schon zum zweiten Mal dabei: „Ich bin schon bei mehreren Camps gewesen, aber hier in Ebstorf macht es mir am meisten Spaß.“

Auch die neunjährige Johanna aus Gerdau ist mit Begeisterung dabei. Es macht ihr überhaupt nichts aus, dass sie nur halb so groß ist, wie andere Camp-Teilnehmer. Sie stört es auch nicht, dass nur neun Mädchen in Ebstorf trainieren. „Wir haben alle zusammen viel Spaß“, erzählt sie begeistert.

Aus Müden/Aller ist Pascal (13) angereist. „Das Schlimmste sind die Blasen“, sagt er, die er aber in Kauf nimmt, denn ihm macht das Camp viel Spaß. „Am Besten sind die Teamplays am Abend“, erzählt er. Das Trainerteam besteht abermals aus vier Top-Bundesligaspielern. Allen voran Lokalmatador Leo Niebuhr, der beim TuS das Basketball-Handwerk erlernt hat. Der 24-jährige ehemalige Ebstorfer hat in diesen Tagen einen Jahresvertrag beim Bundesligisten Artland Dragons aus Quakenbrück unterschrieben. Niebuhr ist von dem Ebstorfer Konzept überzeugt. „Neben dem Sport stehen auch Kino und Besuche des Freibades auf dem Programm. Die Kids haben viel Abwechslung, das zeichnet das Camp aus.“

Ihm zur Seite stehen Tom Lipke (Chemnitz, 2. Bundesliga Pro A), Benjamin Fumey (Giants Nördlingen) und Egfeni Petrov. Petrov hat seine Karriere als aktiver Spieler aufgegeben, ist aber als Trainer im Jugendbereich tätig. Alle vier sind Basketballer mit Leib und Seele, sie gehen in ihrer Arbeit auf und übertragen das auf die jungen Sportler um sie herum. Mit von der Partie ist diesmal auch Fitness-Coach Matthias Bachmann. „Die Fitnessübungen finden im Freien statt und sind eine willkommene Abwechslung zu dem, was in der Halle passiert“, erklärt Niebuhr.

Und ohne sie läuft gar nichts: Gabi Billung-Meyer. Sie ist die „Mutter des Camps“, hat alles im Griff, sorgt für Essen, Trinken, Pflaster oder auch mal ein paar tröstende Worte. Auch Billung-Meyer zeigt sich überzeugt: „Bei uns wird Integration groß geschrieben. Alle, egal wo sie her kommen, welchen Hintergrund sie haben, haben gemeinsam Spaß am Sport.“

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