Rudern: Bremer Landesverband absolviert Trainingslager beim RV Uelzen / Ideale Bedingungen trotz Sturm

Glattes Wasser – glatter Volltreffer!

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Sturm- und wetterfest: Trotz Kälte und Regen in den ersten Tagen ließen sich auch diese zwei Ruderinnen ihre gute Laune nicht vermiesen.

Uelzen. Gerade Strecke, kaum Wind, glattes Wasser selbst bei Sturm: Der Elbe-Seitenkanal ist und bleibt das Eldorado für Ruderer von der Weser. Im fünften Jahr in Folge bereitete sich der Landesverband Bremen in Uelzen auf die bevorstehende Saison vor.

Neun Tage Rudern nonstop. Bis zum vergangenen Ostersonnabend holten sich die Bremer dank der Unterstützung des Rudervereins Uelzen den Feinschliff und reisten voller Dankbarkeit wieder ab. „Das Angebot des RV Uelzen ist höchst fair. Darüber sind wir sehr glücklich“, meinte Sören Dannhauer, Trainer des Bremer Rudervereins und des Bremer Sport-Clubs. Was den 50 überwiegend jungen Sportlern, darunter Größen wie deutsche Hochschulmeister, und ihren zehn Trainern besonders an Uelzen imponiert, sind die Rahmenbedingungen. Der Elbe-Seitenkanal ist auf die Anforderungen der Bremer wie zugeschnitten. „Wir haben hier einen zwei Kilometer geraden Kanal. Das entspricht der klassischen olympischen Distanz“, erzählt Dannhauer.

Nicht einmal „Niklas“ vermochte die Ruderer bei ihren intensiven Vorbereitungen zu stoppen. „Selbst bei Sturm ist das Wasser hier so glatt, dass man rudern kann“, wunderte sich Steffen Pohl, Landestrainer des Landesruderverbandes Bremen. So biete das Teilstück bis zur Schleuse in Esterholz guten Windschatten, das hoch bewachsene Ufer fange den Wind ab. Somit konnten trotz zuletzt teils widriger Wetterbedingungen dreimal täglich die Boote ins Wasser abgesetzt werden.

Nur eines konnte der Elbe-Seitenkanal nicht. Vor der Kälte schützen. „Ich habe zwei Skihosen an“, verriet Dannhauer.

Wie jedes Jahr übernachteten die Bremer in der Jugendherberge in Uelzen und nutzten die wenige Freizeit für den einen oder anderen Abstecher in die Innenstadt. Im Fokus des Interesses: Na klar, der Hundertwasser-Bahnhof. „Das ist der Klassiker. Da kommt man nicht dran vorbei“, fand Dannhauer.

Die Anreise erfolgte aber nicht mit der Bahn. Wie auch – bei den teils riesigen 50 Booten, die mit zahlreichen Anhängern von Bremen nach Uelzen transportiert werden mussten.

Und so durften auch Uelzens Rudererer den einen oder anderen Blick auf die Trainingsarbeit der Leistungssportler erhaschen. „Wir beim RVU verfügen ja nicht über eine langjährige Rennruder-Historie“, sagte RVU-Trainer Malte Grote, während er das bunte Bremer Treiben im Yachthafen Uelzen/Groß Liedern beobachtete.

Von Arek Marud

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