Virtueller AZ-Abendvolkslauf erfreut sich großer Popularität

Mit Gewichtsweste aneinandergebunden

Freude beim Holdenstedter Duo: Thorsten Hilmer (links) und Oliver Marggraf genossen den virtuellen AZ-Abendvolkslauf. Foto: Privat

Diesmal dauert der AZ-Abendvolkslauf fast sechs Wochen lang. Überall absolvieren Aktive die ausgeschriebenen Distanzen. Jeder für sich. Und die Begeisterung ebbt nicht ab.

Uelzen/Landkreis – „Mit solch einem Ansturm haben wir nicht gerechnet“, resümiert das Organisationsteam des virtuellen AZ-Abendvolkslaufes 2020. Bisher haben sich 241 Teilnehmer (Stand: 22. Juni) registriert und einen Beitrag zum virtuellen Laufevent geleistet. „Diese Nachfrage zeigt, dass die Beliebtheit des AZ-Abendlaufes auch in Zeiten von Corona ungebrochen ist und dass mit der Entscheidung für ein einmaliges virtuelles Lauferlebnis in 2020 eine gute Alternative in dieser besonderen Zeit geschaffen wurde“, sind die Organisatoren begeistert.

Einer der vielen Teilnehmer war Oliver Marggraf vom SV Holdenstedt: „Es hat uns großen Spaß gemacht, dabei gewesen zu sein, denn Sport verbindet in allen Zeiten.“

Auch Orga-Duo läuft

Auch Daniela Bösch und ihre Tochter Lotta vom TSV Wrestedt/Stederdorf machten mit. Die Mama entschied sich gleich für die längste Distanz von zehn Kilometern. Der Nachwuchs war auf zwei Kilometern aktiv. „Wir hatten viel Spaß und Sonnenschein bei unseren Läufen.“

Endlich einmal als Läufer durften sich Erika Stolte und Hans-Joachim Ewald fühlen. Die Beiden zählen eigentlich zum ganz treuen Organisationsteam des AZ-Abendvolkslaufes und haben am Veranstaltungstag normalerweise gar keine Zeit, um mitzulaufen. „Dieser Lauf war für uns beide nur möglich, da durch den Ausfall des AZ-Abendvolkslaufes für uns keine organisatorischen Tätigkeiten anfielen“, erzählen sie. Ganz stilecht starteten sie bereits am 12. Juni, an dem normalerweise der Lauf in der Stadt über die Bühne gegangen wäre. Pünktlich um 18.50 Uhr ging es wie gewohnt auf der Albertstraße auf den Fünf-Kilometer-Lauf. Stolte und Ewald wurden von ihren Ehepartnern mit dem Fahrrad begleitet. „Bei bestem Laufwetter, doch leider ohne Publikum, haben wir beide dieses Lauferlebnis durch die Uelzener Innenstadt sehr genossen.“

Doppelter Laufeinsatz

Überall im Landkreis sind Lauffreunde unterwegs. Christian Magill lief gleich zweimal. Zunächst die Originalstrecke über fünf Kilometer und am gleichen Tag dann auch noch die zehn Kilometer von Schlieckau nach Oldenstadt. Sabine Paulsen absolvierte im Waldgebiet um Bad Bevensen den „Fünfer“. Richtig stolz war Anette Grelle, die trotz einer Laufverletzung auf der Fünf-Kilometer-Distanz durchhielt. Auch Nordic Walker sind dabei. So wie Bettina Schröder, die ebenfalls in Bad Bevensen fünf Kilometer zurücklegte.

Besonders kreativ war das Team „Läufer müssen laufen“, dessen Starter sich extra abstandsgemäß aneinandergebunden hatten. Einige haben sich sogar eine sechs oder neun Kilogramm kg schwere Gewichtsweste angezogen. „Natürlich mit Mindestabstand!“, betont Teammitglied Pia Piecuch.

Bis Ende des Monats läuft der AZ-Abendvolkslauf virtuell weiter. Anmedlungen unter: https://portal.run-timing.de/441/registration.de

VON AREK MARUD

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