TuS Bodenteich: Aufsteigerduell an Fleischers „36.“

Zum Geburtstag gibt es nur einen Wunsch

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Nach dem Punktgewinn in Etelsen atmete der TuS Bodenteich (links Christoph Dietterle) kräftig durch. Im Duell gegen den ebenfalls überraschend starken Mitaufsteiger TV Meckelfeld soll nun der sechste Heimsieg dieser Saison her.

Bad Bodenteich. Die Mannschaft hat ihren Trainer in dieser Saison mit 20 Punkten bereits reich beschenkt. Am Sonntag will die Elf des Fußball-Landesligisten TuS Bodenteich ein Schleifchen um die Zwischenbilanz schnüren: Heimsieg gegen den TV Meckelfeld an Daniel Fleischers 36. Geburtstag!

„Ich habe nur einen Wunsch...“, sagt der Coach. Sollten die Blau-Weißen gegen den Mitaufsteiger einen weiteren Dreier einpacken, steht sein Halbzeitfazit schon zwei Spieltage zu früh fest: „Dann könnten wir mit der Hinrunde sehr, sehr gut leben“, erklärt Fleischer.

Auf die Bodenteicher warten jedoch schwere 90 Minuten. Die „Bravehearts“ aus Meckelfeld sind wie sie selbst eine Überraschungsmannschaft und haben sich bereits neun Zähler Vorsprung auf die Gefahrenzone erarbeitet. Mit einem 2:1-Sieg in Uelzen und einem 1:1 in Etelsen gelangen dem TVM auswärts erstaunliche Punktgewinne, die er daheim unter anderem mit 3:0-Erfolgen gegen die Titelkandidaten FC Hagen und MTV Tb Lüneburg vergoldete. Kristopher Kühn ist mit acht Treffern zahlenmäßig am tatkräftigsten am Erfolg beteiligt.

Meckelfeld ist das genaue Gegenteil von Bodenteich: offensivstark und abwehrschwach (26:28 Tore). Spiegelverkehrt läuft’s beim TuS: offensivschwach und abwehrstark (14:14). Fleischer: „Wir dürfen keinen Raum geben und müssen ein gradliniges Umschaftspiel entwickeln.“

Nach dem jüngsten 1:1 in Etelsen, mit dem der TuS eine Serie von vier Niederlagen beendete, gelte es, „diese Form zu bestätigen“. Fleischer: „Es war wichtig, dass die Mannschaft über fast die komplette Zeit ein gutes Spiel gezeigt hat und nicht wieder eine Ausfall-Halbzeit dabei war.“

Frust im TuS-Lager herrscht allenfalls bei Steffen Daug. Der Kapitän hatte gegen Etelsen gerade erst eine dreiwöchige Rotsperre abgebrummt und musste mit einer Ampelkarte erneut vorzeitig vom Platz. Daug ist gegen Meckelfeld abermals nur Zuschauer. „Er ist konsterniert und als unser Kapitän umso enttäuschter“, sagt Fleischer. Zumal die zweite gelbe Karte gegen den Innenverteidiger wegen eines vermeintlichen Handspiels unberechtigt gewesen sei, bedauert der Trainer – „das haben sogar alle Etelser gesagt.“ Daug ist der einzige Spieler, der im Kader fehlen wird.

Von Bernd Klingebiel

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