Konstituierender Kreisfußballtag in Bad Bevensen: Uelzen, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg starten in eine gemeinsame Zukunft

Fußballkreis Heide-Wendland: Vorstand ohne Gerd Lüdtke

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Einstimmig wählten die Delegierten den Lüneburger Christian Röhling zum Vorsitzenden des neuen Fußballkreises Heide-Wendland.

Bad Bevensen/Landkreis - von Bernd Klingebiel. Der Fußballkreis Uelzen ist nach 69 Jahren Geschichte. Am Sonnabend konstituierte sich der neue Großkreis Heide-Wendland mit den Vereinen aus Uelzen, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg. Die Delegierten aus 95 anwesenden Klubs wählten den Lüneburger Christian Röhling, wie erwartet, einstimmig zum Vorsitzenden. Uelzens langjähriger Fußballboss Gerd Lüdtke (TSV Gr. Hesebeck/Röbbel) hingegen scheiterte mit seiner Bewerbung auf einen Stellvertreterposten.

Günter Diestelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), bezeichnete im Bad Bevenser Kurhaus  die Fusion als eine "Entscheidung historischen Ausmaßes". Der Heide-Wendland-Kreis ist der nunmehr der größte seiner Art im Fußballbezirk Lüneburg und der viertgrößte in Niedersachsen.

Die Wahl der drei Stellvertreter im geschäftsführenden Vorstand  erfolgte geheim, weil es vier Bewerber gab. Drei, die die Lenkungsgruppe einvernehmlich vorgeschlagen hatte. Und Gerd Lüdtke, der sich von seinen Mitstreitern bei der Postenvergabe "ausgebootet" fühlt (AZ berichtete). Als Uelzener Kandidat sandte die Lenkungsgruppe Lüdtkes bisherigen Stellvertreter Hartmut Jäkel (TuS Ebstorf) ins Rennen.

Nachdem der erste Wahlgang keinem der Bewerber eine absolute Mehrheit beschert hatte, setzte sich Jäkel als erster Kandidat in einer Stichwahl gegen Thomas Behnken (Lüchow-Dannenberg) durch und ging deutlich gestärkt aus den Wahlen hervor. Behnken folgte im nächsten Wahlgang ebenso klar gestützt von der Versammlung mit absoluter Mehrheit, ehe Lüdtke gegen den Lüchow-Dannenberger Herbert Franz mit 161:500 Stimmen deutlich den Kürzeren zog.

Lüdtke, dem nach jahrzehntelanger ehrenamtlicher Arbeit nun der ungewollte Fußball-Ruhestand bevorsteht und der statt eines würdigen Abschieds einen sang- und klanglosen Abgang erhielt: "Ich springe jetzt nicht in den Elbe-Seitenkanal, es geht weiter."

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