1. Fußball-Kreisklasse: Der SV Stadensen schlägt Tabellenführer Ripdorf mit 3:0 und ist nun selbst an der Spitze

„Fußball, wie ich ihn mir vorstelle“

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Oetzens Justus Widdecke bringt Sportclub-Angreifer Ali Shani Baqi zu Fall – klare Sache: Strafstoß!

Uelzen/Landkreis. Deutlich dichter zusammengerückt ist die Spitze der 1. Fußball-Kreisklasse. Die ersten vier Mannschaften liegen nur noch vier Punkte auseinander.

Neuer Tabellenführer ist seit gestern Nachmittag der SV Stadensen, der den bisherigen Primus Germania Ripdorf im Spiel des Tages mit 3:0 in die Schranken wies. Den Sprung auf Platz eins verpasste dagegen die SVG Oetzen/Stöcken, die beim SC Uelzen II am Fischerhof mit 2:4 unterlag.

SC Uelzen II – SVG Oetzen/St. 4:2 (2:1)

Zunächst ließ die SVG die Riesenchance zur frühen Führung liegen, Alexander Meister scheiterte per Strafstoß an SC-Keeper Dimitri Storck (6.). Anschließend investierten die Gäste aber zu wenig, der Sportclub stellte die bessere Elf. „Ein sehr gutes Spiel von uns, endlich haben wir unsere Chancen genutzt“, freute sich SC-Trainer Anton Weinberger. Der Sieger sorgte auch für das Tor des Tages, als Daniel Nulet den Ball volley nach einem Eckball versenkte. Das zweite Gegentor fingen sich die Platzherren in Unterzahl, Darius Dominique Drumariu hatte Gelb-Rot (85.) kassiert.

• Tore: 1:0 Al-Hassanseif (10.), 2:0 Drumariu (20./FE), 2:1 Kesterke (36.), 3:1 Nulet (48.), 4:1 Alizadeh (77.), 4:2 Meister (90.).

TSV Bienenbüttel II – TSV Niendorf/H. 2:2 (1:1)

„Ich weiß gar nicht, wie hier vier Tore fallen konnten“, wunderte sich Bienenbüttels Trainer Maik Schulze. Sehr wenige Torszenen, dafür umso mehr Mittelfeldgeplänkel prägten das Geschehen. Die Gastgeber bäumten sich in der Schlussphase mit einem Spieler weniger (Gelb-Rot gegen Thorge Gieseke/85.) gegen die Niederlage auf und kamen durch Sascha Vidotto zum Ausgleich. Insgesamt entsprach das Remis in einer fairen Partie den Kräfteverhältnissen auf dem Platz.

• Tore: 1:0 Niemann (29.), 1:1, 1:2 Deppe (34./70.), 2:2 Vidotto (86.).

TSV Gr. Hesebeck/R. – VfL Suderburg II 2:1 (0:1)

Es „müllerte“ mal wieder in Groß Hesebeck. Torjäger Gerd Müller traf zwei Minuten vor Schluss per Kopf zum 2:1-Siegtreffer. Der Erfolg war insgesamt etwas glücklich, die Suderburger bestimmten den ersten Durchgang, hatten zudem Pech mit zwei Alu-Treffern. Die Platzherren bissen sich nach und nach in die Partie, verbuchten ab der 70. Minute konditionelle Vorteile. Den Hesebeckern glückte damit die Revanche für die peinliche 1:9-Klatsche aus dem Hinspiel.

• Tore: 0:1 T. Sterneck (31.), 1:1 Schulz (58.), 2:1 Müller (88.).

SV Stadensen – Germ. Ripdorf 3:0 (1:0)

„Aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter Sieg“, jubelte Stadensens Trainer Olaf Bode. Der sah zunächst ein Spitzenspiel, bei dem Abwarten Trumpf war. Die SVS-Führung von Patrick Oetzmann fünf Minuten vor dem Wechsel war die erste Chance der Partie.

Im zweiten Durchgang zogen die Platzherren dank hoher Laufbereitschaft und großer mannschaftlicher Geschlossenheit groß auf. „Das war Fußball, wie ich ihn mir vorstelle“, freute sich Bode. Sven Graf und Patrick Oetzmann münzten die Überlegenheit denn auch in Zählbares um – 3:0!

• Tore: 1:0 P. Oetzmann (40.), 2:0 Graf (75.), 3:0 P. Oetzmann (83.).

MTV Gerdau – TuS Bodenteich II 0:2 (0:1)

Die Gerdauer begannen gut, hatten vor allem durch Björn Krüger auch mehrfach die Führung auf dem Fuß. Doch nach 20 Minuten war beim MTV plötzlich der Stecker gezogen. „Da haben wir das Fußballspielen eingestellt“, kritisierte Trainer Henning Prehm. Die Bodenteicher kamen ins Spiel und durch Lars Lettau, der einen Diagonalball aufnahm, auch zur Führung. Lettau baute diese später mit einem Heber aus 25 Metern aus, der TuS hatte anschließend nur wenig Mühe, seinen Vorsprung ins Ziel zu bringen.

• Tore: 0:1, 0:2 Lettau (32./57.).

TSV Wrestedt/St. – VfL Böddenstedt 2:1 (2:1)

Ein kleines Feuerwerk brannten die Wrestedter ab, erspielten sich schnell eine 2:0-Führung, hatten weitere Chancen. Doch die Heimelf baute relativ schnell ab. „Jeder hat dann sein eigenes Spiel gespielt“, monierte TSV-Trainer Thomas Jürgens. Der sah dann den Anschluss durch Andrei Luferev, bei dem die Wrestedter nur freundlich Spalier standen und ein Spiel auf einem äußerst überschaubaren Niveau.

• Tore: 1:0 D. Jürgens (3.), 2:0 Meyer (12.), 2:1 Luferev (36.).

Von Immo de la Porte

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