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Qendrim Xhafolli: Ende eines „erfolgreichen Lebensabschnitts“

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Von: Bernd Klingebiel

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Trainer Qendrim Xhafolli hebt mahnend den Zeigefinger.
Nach fast fünfeinhalb Jahren muss Qendrim Xhafolli seine Trainertätigkeit beim Lüneburger SK Hansa beenden. © IMAGO/Stefan Großmann

Der Uelzener Qendrim Xhafolli ist nicht mehr Chef-Trainer des Fußball-Oberligisten Lüneburger SK Hansa. Das gab der Verein am Donnerstagabend (6. Oktober) bekannt.


Lüneburg/Uelzen – Vorausgegangen waren eine Niederlagenserie des Regionalligaabsteigers, der auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht ist, und zuletzt das 0:5-Pokal-Aus gegen den Ligarivalen SC Spelle-Venhaus.

Die Mannschaft wird ab sofort vom bisherigen Assistenten Gregor Trowitzsch (35) als neuem Chef-Trainer geführt – ebenfalls ein Ex-Teutone und in Uelzen lebend. Trowitzsch wird weiterhin von Co- und Torwart-Trainer Moritz Niebuhr unterstützt, der zu seiner aktiven Zeit gemeinsam mit Trowitzsch bei Teutonia spielte und dort als Torwart eine Institution war.

Trainer Gregor Trowitzsch steht rufend hinter der Seitenbande.
Nachfolger als Chef-Trainer des Oberligisten LSK Hansa ist der bisherige Assistent Gregor Trowitzsch, der von 2014 bis 2018 für Teutonia Uelzen kickte. © IMAGO/Stefan Großmann

Der LSK-Vorstand und Xhafolli haben sich laut einer Pressemitteilung des Vereins „unter dem Eindruck der aktuellen sportlichen Situation der Oberliga-Mannschaft in gemeinsamen Gesprächen darauf verständigt, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung in beiderseitigem Einvernehmen zu beenden“.

Der Uelzener Xhafolli (34) war seit 2017 beim LSK Hansa an der Seitenlinie aktiv, zunächst als Assistent von Achim Otte und Rainer Zobel, ab 2019 und bis zum letzten Sommer dann als Chef-Coach mit Zobel als Teamchef an seiner Seite. In der Saison 15/16 war der zuvor im Nachwuchsleistungszentrum des FC St. Pauli tätig gewesene Xhafolli für Teutonia Uelzen in der Oberliga verantwortlich, musste das sieglose Team nach der Hinrunde aber verlassen. Nach kurzen Stationen als Jugendtrainer beim FC Oldenstadt und MTV Treubund Lüneburg holte ihn der LSK Hansa in die 4. Liga. Xhafolli kickte unter anderen für den Sportclub und Teutonia Uelzen, FC Oldenstadt sowie SV Rosche.

LSK-Präsident Sebastian Becker: „Wir haben in den letzten Wochen laufend mit der sportlichen Leitung über die aktuelle Situation und die Entwicklung der Mannschaft gesprochen. Wir sind nach wie vor sowohl von der Qualität unseres Kaders als auch von den Fähigkeiten Qendrim Xhafollis als Trainer überzeugt. Allerdings müssen wir feststellen, dass wir durch die Ergebnisse in den vergangenen Wochen und die dadurch eingetretene sportliche Lage nun in eine Situation geraten sind, in der es dem aktuellen Trainer trotz allen Einsatzes nicht mehr möglich sein wird, der Mannschaft die erforderlichen Impulse für einen sportlichen Aufschwung zu geben.“

Xhafolli: „Mir ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, da ich eine sehr schöne und intensive Zeit beim LSK Hansa hatte. Für mich war es nicht nur eine Trainerstation, sondern ein bis dato erfolgreicher Lebensabschnitt. Nichtsdestotrotz bleibt Fußball auch ein Ergebnissport. Diese Ergebnisse konnten wir leider nicht mehr erzielen.“

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