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Leidenschaftlicher FC Oldenstadt unterliegt LSK nur mit 0:5 Toren

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Von: Arek Marud

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Szene im Fünfmeterraum mit Torwart  nach Flanke.
Dauerbelagerung im Oldenstädter Strafraum: Torwart Ingo Wahrmann und Vordermann Daniel Völz klären in höchster Not. Der FCO kämpfte im Freundschaftsspiel gegen den Lüneburger SK leidenschaftlich. © Marud, Arek

Fußballfest beim FC Oldenstadt. Der Aufsteiger in die 2. Fußball-Kreisklasse feierte am Dienstagabend (5. Juli) vor über 200 Zuschauern das 0:5 im Testspiel gegen den Oberligisten Lüneburger SK Hansa fast schon wie einen Sieg.

Uelzen-Oldenstadt – Am Donnerstag wird Besher Fares 18 Jahre alt. Gestern gab es vorzeitig ein Geburtstagsgeschenk. Gerade erst aus der U18 des FC Oldenstadt in die 1. Herren hochgekommen, durfte der 17-Jährige von Anfang an gegen den großen LSK ran. „So ein Spiel vor meinem Geburtstag zu haben, ist ein schönes Gefühl“, strahlte der Flügelspieler und freute sich ausnahmsweise darüber, für die klar unterlegene Mannschaft zu spielen. „Lüneburg hatte Tempo, Schnelligkeit und war zweikampfstark. Aber wir haben uns gut zusammengerissen. Und es steht nur 0:2“, kommentierte der Youngster das unerwartet knappe Halbzeitresultat. Am Ende stand es 0:5.

Besser hätte es nicht laufen können, fand auch Ingo Wahrmann. „Ich bin beeindruckt. Wir haben unser Ziel mehr als erreicht. Wir kommen aus der 3. Kreisklasse. Die Jungs haben den Ehrgeiz gehabt, dass sie nicht Fallobst sind. Wir wollten dem LSK zeigen, dass er einen vernünftigen Testgegner hat“, meinte Oldenstadts Trainer, Torwart und 1. Vereinsvorsitzender in Personalunion.

Fußball klatscht Einlaufkinder ab.
Schlag’ ein: Oldenstadt Einlaufkinder von der U10 begrüßen die LSK-Spieler (Jonas Seidel). © Marud, Arek

25 Minuten blieben die leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber ohne Gegentor gegen einen natürlich hochüberlegenen, im Abschluss aber harmlosen Gegner, bevor das 0:1 nach halbem Eigentor fiel. „Wir wurden ernst genommen und haben unser Ziel übertroffen. Ich feiere die Jungs, weil sie nach dem Spiel unzufrieden sind und darüber sprechen, was sie hätten noch besser machen können. Das ist eine coole, gesunde Einstellung“, schwärmte Wahrmann.

Die Zuschauerzahl von 200 blieb etwas hinter den Erwartungen. Wahrmann sprach trotzdem vom gelungenen Fußballabend mit familiärer Atmosphäre. Auch Besher Fares wird das Testspiel nicht so schnell vergessen. „Gegen so eine Mannschaft spielt man nicht jeden Tag.“

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