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Für den TuS Wieren zählt nur eine Richtung: nach oben!

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Von: Aron Sonderkamp

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Ein Spieler läuft jubelnd mit einem ausgestreckten Zeigefinger zu seinen Kollegen.
Allen Grund zum Jubeln: Der TuS Wieren steht nicht nur auf Platz zwei der Tabelle, sondern stellt mit 82 Toren auch die beste Offensive der Liga. Allein Jannik Appeldorn (links) traf schon 27 Mal ins Schwarze. © Immo de la Porte

14 Siege nach 17 Partien: Viel besser hätte es für den TuS Wieren kaum laufen können. Der Fußball-Kreisklassist um seinen Kapitän Frederik Strauß hat jedoch noch längst nicht genug.

Uelzen/Landkreis – Besondere Spiele, unvergessliche Momente, Stärken und Schwächen. In der AZ-Serie Team-Check blicken die Kapitäne der Uelzener Teams aus der 1. Fußball-Kreisklasse Süd auf das bisherige Abschneiden ihrer Mannschaften zurück. Heute: Frederik Strauß vom TuS Wieren.

Viel besser hätte die Hinrunde für den TuS nicht laufen können. Mit 42 Zählern aus 17 Partien stehen die Blau-Weißen nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter aus Böddenstedt – dabei haben sie sogar noch ein Nachholspiel beim abstiegsgefährdeten TSV Lehmke in der Hinterhand. Das sei denn auch der einzige Makel, erklärt Strauß: „Wir hätten gern auf Platz eins überwintert. Weil das Nachholspiel aber ausgefallen ist, wurde daraus leider nichts.“

Frederik Strauß

Alter: 30 Jahre.

Im Verein seit: 2017.

Kapitän seit: 2021.

Position: Innenverteidiger.

Bisherige Stationen: TuS Bodenteich bis 2017.

Ihre Interpretation der Kapitänsrolle: „Als Innenverteidiger ist es für mich wichtig, die Spieler zu positionieren. Sonst bin ich eher ruhig und suche Einzelgespräche.“

Dank nur drei Pleiten, 14 Siegen und einer bestens abgestimmten Mischung aus Offensiv-Gewalt und Defensiv-Bollwerk darf sich Wieren alle Hoffnungen darauf machen, den Lauf fortzusetzen.

Das hat gut geklappt

Ein großer Baustein des Erfolgs war der beständige Kader. Der TuS hatte kaum mit Ausfällen zu kämpfen. Strauß: „Wir waren immer mit der kompletten Truppe da, hatten weniger Rotation. Außerdem haben wir gute Neuzugänge.“ Zehn an der Zahl sogar, darunter auch Jannik Appeldorn, der mit 27 Treffern Zweiter der ligaweiten Torjägerliste ist. Zudem sei das Mannschaftsgefüge homogener geworden: „Wir treten mehr als Einheit auf. Letztes Jahr waren es noch eher vereinzelte Gruppen, die miteinander gespielt haben“, erklärt der Kapitän.

Torjäger

Jannik Appeldorn 27

Joscha Benecke 13

Christopher Schulz 6

Sebastian Schulz 6

Marcel Hoffmann 5

Eric Sparmann 5

Große Trümpfe sind der Sturm (bester Angriff mit 82 Toren) und die Verteidigung (fünftbeste Defensive). Strauß: „Wir haben ein schnelles Umschaltspiel mit ballsicheren Außen. Im Mittelfeld werden die Bälle gut verteilt.“

Das geht besser

Obwohl die Defensivabteilung gut funktioniert, gilt für den Kapitän: „Wir müssen geschlossener verteidigen. Von vorn bis hinten.“ Auf der anderen Seite des Feldes müsse man ebenso konsequenter werden: „Ich weiß, 82 Tore sind viel! Aber wir haben trotzdem zu oft Chancen liegen gelassen. Da muss die Verwertung noch besser werden.“

Das besondere Spiel

Das Rückspiel gegen den TSV Wriedel am 20. November bleibt dem TuS-Mannschaftsführer lange in Erinnerung. „Das war einfach intensiv. Es haben wirklich alle gefightet. Auch der Gegner hat dagegengehalten. Das hat echt Spaß gemacht.“ Auch das Ergebnis beim 5:2-Sieg schmeckte. Schon das Hinspiel am 7. August war mit 5:3 aus Wierener Sicht zu einem echten Spektakel geraten.

Ein Spieler läuft dribbelnd auf seinen gebückt stehenden Gegner zu.
Frederik Strauß (rechts) ist in seiner zweiten Saison Kapitän des TuS Wriedel. © Immo de la Porte

Der besondere Moment

„Die Verletzung von Innenverteidiger-Kollegen Lasse Kürth im Oktober“, sagt Strauß. Aber auch die Weihnachtsfeier des TuS nach dem letzten Hinrunden-Spiel gegen Kirch-/Westerweyhe (5:0): „Da hatten wir noch die Aussicht, auf Platz eins zu überwintern. Da war die Stimmung sehr gut.“

Das Besondere an der Mannschaft

Zum einen sei Wieren eine eingeschworene Einheit – auf und neben dem Platz. „Bei Geburtstagen beispielsweise ist eigentlich immer die ganze Mannschaft eingeladen. Auch nach den Spielen ist es nicht so, dass gleich alle die Segel streichen.“ Zum anderen könne man sich auf dem Rasen auch mal die Meinung geigen. Ohne, dass anschließend jemand beleidigt ist.

Der Ausblick

„Wir peilen jetzt schon den Aufstieg an“, schickt Strauß als Ansage voraus. Zumal Wieren die Schwergewichte aus Westerweyhe und Wriedel bereits doppelt bespielt hat. Strauß: „Da sind wir auch froh drüber. Trotzdem kommen noch Suderburg und Böddenstedt auf uns zu.“ Das Titelrennen werde auf jeden Fall spannend.

Termine

1. Kreisklasse Süd

Böddenstedt - TSV Wriedel 5.3., 15 Uhr

TSV Wriedel - Breese/L. II 12.3., 15 Uhr

Dannenberg - TSV Wriedel 19.3., 15 Uhr

TSV Wriedel - G. Ripdorf 26.3., 15 Uhr

SV Stadensen - TSV Wriedel 2.4., 15 Uhr

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