Deutsche Jugendmeisterschaften: Roscher auf Rang 3 über 2000m Hindernis / Starker Meißner im Pech, Silber für Cordes

Fünfte Medaille: Burger holt Bronze

Lief der überwiegenden Konkurrenz einmal mehr davon: Yannick Burger (SV Rosche) holte Bronze über 2000 Meter Hindernis.

Rostock/Uelzen. Bei den Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften in Rostock traten innerhalb von drei Tagen über 1800 Top-Sportler an, um in 77 Disziplinen die Besten unter sich auszumachen.

Mit dabei waren auch Athleten aus dem Landkreis Uelzen und konnten durchweg gute Erfolge erzielen.

Yannick Burger vom SV Rosche, der in den vergangenen zwei Jahren jeweils DM-Silber gewonnen hatte, war erneut Uelzens Medaillengarant. Über 2000m Hindernis der MJ U20 holte er Bronze. Es siegte der Favorit Philipp Reinhardt vom SV Worbis, der vor zwei Wochen bei der Junioren-EM Vierter wurde. Burger verpasste in einem schnellen Rennen, an fünfter Stelle laufend, den Zeitpunkt, als sich Reinhardt vom Feld abgesetzt hatte. Nur Nic Ihlow von der LAZ Leipzig konnte ihm folgen.

In der letzte Runde setzte Burger zur Verfolgung an, konnte den Vorsprung des Führungs-Duos aber nicht mehr entscheidend verringern, so dass es in der großen Hitze zur Bronze-Medaille in der Zeit von 5:58,71 Minuten reichte – ein weiterer großer Erfolg. Es war die fünfte Medaille, die Burger bei einer DJM innerhalb von zwei Jahren errungen hatte.

Für Michel Meißner vom SC Kirch.-/Westerweyhe begann die Veranstaltung bei schwülen 30 Grad mit den 110m-Hürden-Vorläufen der U18. Nachdem im Lauf zuvor ein Teilnehmer wegen Fehlstarts disqualifiziert worden war, startete er vorsichtig und arbeitete sich von Hürde zu Hürde nach vorn. Schließlich qualifizierte er sich durch den Sieg in diesem Lauf in 14,43 sec. direkt für das Finale. Hier traf er auf die U18-EM-Teilnehmer Florian Lickteig (Dudenhofen) und Henrik Hannemann (LG Neumünster) und auf den Vorlaufschnellsten Kai Köllmann vom Weseler TV.

Nach einem optimalen Start zeigte er ein flüssiges Rennen. Im Zieleinlauf war seine Platzierung mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Medaille oder Platz vier? Die Zeitmessanlage zeigte 14,17 sec. – angesichts der 1,8m/s (!) Gegenwind eine super Zeit. Damit lag er nur 4 Hundertstelsekunden hinter dem Drittplatzierten Hannemann und wurde Vierter.

Einen Tag später startete Meißner im zweiten von sieben Vorläufen über 100m „flach“. Obwohl die Beine vom Vortag etwas schwer waren, erlief er sich in der für ihn sehr guten Zeit von 11,16 sec. einen Platz im Zwischenlauf und hatte damit sein Ziel erreicht. In der nächsten Runde erwischte der erklärte Zehnkämpfer Meißner einen schlechten Start und verpasste mit 11,27 sec. das Finale gegen die Spezialisten.

Gegen die Teilnahme am 200m-Lauf entschied sich Meißner wegen Schmerzen in Sprung- und Hüftgelenk, die teilweise von der starken Beanspruchung an den Vortagen herrührten. Vor dem Start und nach der Erwärmung gingen sie nicht weg.

Sehr erfolgreich begann der zweite Wettkampftag für Tobias Kitzki (LG Hanstedt/Wellendorf/Wriedel) im Dreisprung der U18. Kitzki (Ziel war der Endkampf), machte es sehr spannend. Seine ersten beiden Versuche waren einen Hauch übergetreten. Im dritten Versuch die Erlösung. Er landete bei 13,89 m – Finale. Zwar konnte er sich im Endkampf nicht mehr steigern und belegte Platz 7. Diese Weite bedeutete aber Saisonbestleistung und die Verbesserung seines eigenen Kreisrekords um 32 cm.

Josephina Burger vom SV Rosche konnte bei ihrer ersten DJM-Teilnahme nicht an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen. Freitagabend lief sie in einem großen Teilnehmerfeld über 3000m. Mit 11:33 min. blieb sie deutlich hinter ihren Erwartungen, wobei allein die Teilnahme schon als Erfolg zu werten ist.

Der Roscher Tim Cordes, der für den TSV Assendorf startet, sorgte für die zweite Uelzener Medaille. Im Speerwurf der MJ U20 katapultierte sich Cordes nach einen sehr guten letzten Wurf mit 64,18 m auf den Silberrang. Zwar liebäugelte er mit den Top 3, aufgrund der starken Konkurrenz war Silber aber eine kleine Überraschung. Nachdem er im ersten Versuch mit über 61 Metern eine tolle Weite erzielt hatte, war sein letzter Wurf überwältigend. Cordes steigerte seine persönliche Bestleistung um knapp zwei Meter. Ein schöner Erfolg für den jungen Athleten, der zuletzt hart dafür trainiert hatte.

Die Westerweyherin Muriel Pfläging startete über 800m bei der U18. Die Athletin des Sportclubs Magdeburg verpasste trotz einer sehr guten Zeit von 2:16,67 Minuten das Finale.

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