Spielabbruch: Sportgericht verhängt Geldstrafe gegen SCK II

„Frust über falsches Ventil“

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(Symbolbild)

Westerweyhe – Strafe für die Fußballer des SC Kirch-/Westerweyhe II. Nach dem verursachten Spielabbruch beim TSV Niendorf-Halligdorf muss das Team aus der 3. Kreisklasse West eine Geldstrafe von 150 Euro zahlen und verliert die drei Punkte am grünen Tisch.

„Aus Sicht des Kreisportgerichts kann es nicht akzeptiert werden, dass die Spieler des SC Kirch-/Westerweyhe II komplett das Spielfeld ohne Zustimmung des Schiedsrichters verlassen haben, nur weil sie sich nach der Gelb-Roten und zwei Roten Karten offensichtlich benachteiligt fühlen“, heißt es in der Urteilsbegründung.

Am 7. April hatte die SCK-Mannschaft für einen Eklat gesorgt. Beim Stande von 2:0 für Niendorf-H. brach der Schiedsrichter in der 38. Minute das Spiel ab, da sich Kirch-/W. II geweigert hatte, das Spiel nach drei Hinausstellungen fortzusetzen. Nach Aussage des Unparteiischen kam es im Anschluss zur Rudelbildung. Spieler, Betreuer und Verantwortliche des SCK hätten gesagt, dass sie unter diesem Schiedsrichter nicht mehr weiterspielen würden. Dessen Versuch, das aufgebrachte Team zum Weitermachen zu bewegen, scheiterte.

Das Sportgericht kündigt ein konsequentes Durchgreifen an: „Durch Mannschaften verschuldete Spielabbrüche nehmen überhand und werden auch in Zukunft hart bestraft.“

Der SCK II hat sich für sein Fehlverhalten entschuldigt: Am Spieltag für die Schiri-Beleidigungen und während der Verhandlung durch einen (namentlich nicht genannten) SCK-Trainer, der nicht beim Spiel war: „Die Spieler haben über das falsche Ventil ihrem Frust freien Lauf gelassen. Dem Verein und dem Team tut es leid, dass durch das unüberlegte Handeln ein solcher Aufwand entsteht. Verbale Entgleisungen gegenüber dem Schiedsrichter sind nicht zu dulden.“

VON AREK MARUD

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