Freude am Fußball ist zurück

Ex-Bodenteicher Daniel Fleischer wird Trainer in Holdenstedt

Daniel Fleischer
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Das Lachen ist zurück: Daniel Fleischer hat nach fast zweijähriger Pause wieder Lust auf Fußball. Der 40-Jährige wird ab der neuen Saison beim SV Holdenstedt Nachfolger von Martin Lübkert.
  • Arek Marud
    vonArek Marud
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Uelzen-Holdenstedt – Die Trainersuche dauerte wenige Tage: Der SV Holdenstedt wird ab der neuen Saison von Daniel Fleischer trainiert. Der frühere Coach des TuS Bodenteich wird beim Heide-Wendland-Ligisten Nachfolger von Martin Lübkert.

Seit seinem Rücktritt Mitte März 2019 beim damals kriselnden Bezirksligisten TuS Bodenteich verspürte Daniel Fleischer trotz einiger Anfragen keine Lust auf den Trainerjob: „Ich hatte mich komplett zurückgezogen und ein Jahr lang die Sportplätze gemieden.“

Nun die überraschende Rückkehr. Fleischer übernimmt ab der Saison 2021/22 den SV Holdenstedt: „Es ist eine zurückgekehrte Motivation.“ Seine Einstellung zum Fußball hat sich während des Lockdowns verändert. „Die Einschränkungen haben bei mir vielleicht dazu geführt, sich die Arbeit mit jungen Fußballern wieder zu wünschen. Es ist etwas Schönes und fördert auch die sozialen Kontakte.“

Die Holdenstedter Anfrage kam wie gerufen. Fleischer: „Es bieten sich Perspektiven und Kontinuitäten. Der Verein baut sehr auf die Jugend mit sehr guten Jugendtrainern. Die Mannschaft ist intakt und gut aufgestellt, die Jungs sehr ehrgeizig. Ein Paket, das ich attraktiv finde.“

Auch Charlie Krug spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Vor drei Jahren lernte Fleischer den SVH-Abteilungsleiter bei einem C-Lizenz-Trainer-Lehrgang Kinder/Jugend kennen. Beide verstanden sich auf Anhieb sehr gut. Und dann ist da noch die Nähe zum Sportplatz, den Fleischer mit dem Fahrrad ansteuern kann. „Das traue ich mir noch zu“, scherzt der 40-Jährige.

Die Zusage sorgt auf der Gegenseite für Begeisterung. „Ich halte Daniel für eine Top-Lösung. Er kann neue Impulse setzen, ist menschlich ein ganz feiner Typ und verfügt fachlich über enormes Wissen“, schwärmt Krug. Fleischer habe sich bei der Nachfolgersuche schnell als Wunschkandidat entpuppt. „Die Resonanz beim Team war durchweg positiv.“

Fleischer hatte genug Zeit, um seine viereinhalbjährige Cheftrainer-Tätigkeit beim TuS Bodenteich zu reflektieren und sagt heute, dass sein Rücktritt mitten in der Saison 2018/19 zu spät kam. „Es wäre der richtige Schritt gewesen, vor der Saison zu gehen. Es ist gut, neue Impulse reinzubringen.“ Deshalb könne er Holdenstedts Noch-Trainergespann Martin Lübkert und Bernd Barankewitz verstehen. Die Beiden begründeten ihren Rückzug zum Saisonende mit befürchteten Verschleißerscheinungen. Offen ist nur noch, wer neuer Assistent wird. „Wir sondieren noch, was eine gute Co-Trainer-Lösung wäre“, meint Fleischer.

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