Monique Panetta pfeift jetzt auch die Männer-Landesliga

„Frauen meckern nicht so viel“

Aufsteigerin: Monique Panetta pfeift in der kommenden Saison bei Männern und Frauen je eine Klasse höher.
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Aufsteigerin: Monique Panetta pfeift in der kommenden Saison bei Männern und Frauen je eine Klasse höher.
  • VonChristian Thiemann
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Rosche. Wenn ein Fußball-Spiel so ruhig läuft, dass der Schiedsrichter kaum eingreifen muss, dann wird er von den offiziellen Beobachtern keine außergewöhnliche Note erhalten. Die 8,4 ist in der Wertung dann die Grundnote und das Beste, was in diesem Fall möglich ist.

Vom ehemaligen Bundesliga-Unparteiischen Lutz Wagner erhielt die für den SV Rosche pfeifende Monique Panetta jüngst in Duisburg beim Länderpokal eben diese Wertung.

Sie leitete beim DFB-Vergleich an der Wedau ausschließlich U14-Mädchen-Turniere. „Da gab es natürlich wenig brenzlige Situationen“, erklärt Panetta. Trotzdem gab es anschließend gute Beurteilungen und Tipps vom erfahrenen Lutz Wagner. „Auf dem Feld und in der Halbzeit, hat er mit gesagt, was ich besser machen kann.“

Unterdessen ist Monique Panetta als Schiedsrichterin aufgestiegen. Statt wie in der abgelaufenen Saison in der Männer-Bezirksliga und Frauen-Oberliga, pfeift die 20-Jährige in der kommenden Spielzeit je eine Liga höher. Als Mitglied im Talentsichtungskader wird sie weiter gefördert.

In der Frauen-Regionalliga kennt sich Panetta auch schon gut aus, war auf Norddeutschlands Fußballplätzen bislang als Assistentin im Einsatz. Die Landesliga der Männer ist ebenfalls kein Neuland für die Roscher Unparteiische, die schon in der Oberliga die Seitenlinie besetzt, nun aber erstmals auch an der Pfeife in der 6. Liga aktiv ist. Spiele der Uelzener Landesligisten SV Emmendorf und Teutonia wird sie aber nicht leiten: „Die eigenen Kreisklubs pfeift man in der Regel nicht. Selbst wenn man unparteiisch ist, kann einem schnell was nachgesagt werden.“

Unterschiede bei der Leitung von Männer- und Frauen-Spielen hat Panetta eine Menge entdeckt: „Man hat ein ganz anderes Spiel vor sich.“ So schaue das starke Geschlecht schon mal eher auf die Leistung der Schiedsrichter: „Die Frauen meckern nicht so viel, was vielleicht auch daran liegt, dass die Männer es insgesamt etwas ernster nehmen.“

Beide hätten jedoch ihre Vorteile, erzählt Panetta, die den Reiz bei Männer-Spielen vor allem in der Schnelligkeit des Spiels ausgemacht hat: „Da muss man schon ehrlich sein, dass es bei den Frauen langsamer ist. Dafür gilt es hier, sich auf die kleinen versteckten Fouls zu konzentrieren.“

Von Christian Thiemann

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