AZ-Liga-Talk mit Rosches Joel Grefe

Flitzer mit dem Turboantritt

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Bekannt für seinen Turbo-Antritt. Joel Grefe (links) zählt zu den schnellsten Spielern der Liga. „Das ist mein Steckenpferd“, sagt der 20-Jährige vor dem Heimspiel gegen den TuS Bodenteich (rechts Sven-Niklas Kramüller, der verletzungsbedingt nicht spielen kann).

Rosche. Er ist schnell. Verdammt schnell. So schnell, dass selbst verloren geglaubte Bälle manchmal seine Beute sind. Wenn Joel Grefe vom Fußball-Bezirksligisten SV Rosche den Turbo einlegt, kann ihm manchmal nur sein eigener Schatten folgen.

Kein Wunder, dass der 20-Jährige gerne große Räume hat, um zu einem seiner berüchtigten Sprints anzusetzen. So wie in den ersten beiden Spielen, in denen Grefe in seiner unnachahmlichen Art nachsetzte, hinterherjagte und gegen den MTV Barum (4:1) und beim VfL Breese (2:1) jeweils ein Tor beisteuerte. Und das verwundert dann doch ein wenig, weil Grefe nicht gerade für seine Torgefahr bekannt ist. „Der Abschluss ist noch nicht da. Momentan gelingt er mir aber“, wundert sich Rosches Flitzer im AZ-Liga-Talk.

Wie schnell er auf 100 Metern ist, hat Grefe noch nie gemessen. Muss er auch nicht. Denn das ist beim Fußball eh nicht entscheidend. „Es kommt ja nur auf 30 bis 40 Meter an. Und das ist mein Steckenpferd. Ich spekulierte immer, dass der Gegner nicht mehr damit rechnet, dass ich hinterherlaufe.“ Manchmal sind sogar die eigenen Mitspieler überrascht. Grefes Vater Ralf, selbst einmal Roscher Kicker, wundert das nicht, war er für seine Schnelligkeit ebenfalls bekannt. „Er sagt sogar, dass er schneller, als ich war“, lacht der Sohnemann, der nach dem perfekten Roscher Saisonstart mit zwei Siegen ohnehin viel zu lachen hat.

Die Mannschaft profitiert vom perfekten Teamgeist, schwärmt Grefe: „So einen Zusammenhalt habe ich in Rosche noch nie erlebt“, sagt einer, der nach einigen Jugendstationen seit dem 16. Lebensjahr schon beim SVR ist und momentan rundum glücklich ist. „Das ist schon einzigartig. Unser Wille im Spiel hat sich der Stimmung angepasst. Würden unsere Leistungen in den Spielen unserer Stimmung entsprechen, wären wir ein Aufstiegskandidat“, findet Grefe, der am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen den kriselnden TuS Bodenteich wieder den Turbo zünden will. Sein Trainer Pascal Kläden, der Grefe für den schnellsten Spieler der Liga hält, warnt vor seinem Heimatklub. „Ein angeschlagener Boxer ist immer total gefährlich.“

Von Arek Marud

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