Nach drei Heimsiegen tritt Landesligaaufsteiger TuS Bodenteich erstmals auswärts an

Fleischer: Am Saisonziel wird nicht geschraubt

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Ein Prosit auf den glänzenden Saisonstart: Der Erfolg schmeckt Bodenteich (von links Leon Brockschnieder, Julian Niebuhr, Rathwan Al Radi, Timo Westerfeld, Kevin Venancio) gut.

kl Bad Bodenteich/Ottersberg. Der Mannschafts- und Fanbus nach Ottersberg ist bereits seit Tagen ausgebucht und „voll bis obenhin“, sagt Trainer Daniel Fleischer. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Fußballhimmel für Landesligist TuS Bodenteich voller Geigen hängt.

Drei Spiele, drei Siege, null Gegentore. Mehr geht nicht. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) lautet die spannende Frage: Klappt’s auch in der Fremde? Erstmals in dieser Saison muss der Aufsteiger auswärts um Punkte kämpfen. Beim TSV Ottersberg.

Die Blau-Weißen können tiefenentspannt antreten, selbst im Falle einer Niederlage wären sie noch ein gutes Stück über dem Soll. Am Saisonziel Klassenerhalt wird in Bad Bodenteich zudem nicht geschraubt. Fleischer: „Es werden auch schwere Zeiten kommen, in denen wir unsere Grenzen aufgezeigt bekommen.“

Früher war der TSV Ottersberg ein ständiger Wegbegleiter der Bodenteicher, nach der Saison 2007/08 trennten sich allerdings die Formkurven. Die Wümmestädter kickten fortan zumeist und fünf Jahre lang in der Oberliga, der TuS fast immer in der Bezirksliga. In der Momenaufnahme nach dem 3. Spieltag in der Landesliga ist der Wendepunkt erreicht. Bodenteich, das am Sonntag neben Gino Bölter (Kreuzbandriss) und Can Gültas (in der Türkei) aktuell nur auf Rechtsverteidiger Frederik Strauß (privat verhindert) verzichten muss, ist Tabellenzweiter, Ottersberg Zehnter.

Von einer Favoritenrolle sind die Gäste aber trotzdem ein Stückchen entfernt. Beim jüngsten 1:0-Heimsieg gegen Mitaufsteiger SG Stinstedt passte zumindest in den ersten 45 Minuten nicht viel zusammen. Das Team wirkte gegen einen tief stehenden Gegner lange ratlos und unentschlossen. Fleischer: „Wir haben uns falsch bewegt.“ Der zweite Durchgang entschädigte, wie auch in den beiden Heimpartien zuvor.

Dass die Bodenteicher nach einstündiger Spielzeit zuzusetzen wissen, überrascht nach einer durchwachsenen Vorbereitung mit großen personellen Problemen. Torwart Moritz Nienbuhr hielt des öfteren mit Glanzparaden die Null, die Innenverteidigung mit Steffen Daug und Timo Westerfeld ist in Topform. Ein weiterer wesentlicher Faktor für die späten Power-Partys: Die Mittelfeldreihe mit Christoph Dietterle, Nils Burmeister, Rathwan Al Radi und Leon Brockschnieder „ist die laufstärkste der Liga“, sagt Fleischer. In Ottersberg werden genau diese Qualitäten gefordert sein. Denn der TSV setzt auf Offensivfußball. Sich in der Abwehr zu verschanzen, „ist nicht unsere Art“, erklärt der neue Trainer Jan Fitschen.

Groß umgebaut hat er das Team nicht. Er musste allerdings Mittelstürmer Mazan Moslehe ziehen lassen, dessen 13 Tore die Grün-Weißen aus dem Tabellenkeller hievten. Jener Moslehe, der 2011 in der Rückserie 13 Mal (5 Treffer) für Teutonia Uelzen spielte und über Ottersberg, Goslar, Alemannia Aachen, SF Lotte, Lüneburger SK, abermals Ottersberg nunmehr beim Oberligisten TB Uphusen landete.

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