Landesligist TV Uelzen spürt im Duell in Salzwedel wieder den Abstiegsatem

Feuer unter dem Dach

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Es geht zur Sache zwischen dem TVU (Mitte Kevin Kwiotek) und der SVT Salzwedel (Michael Schulze, Patrick Zunder). 

Salzwedel/Uelzen. Kleines Derby, große Wirkung. Anders gesagt: SVT Salzwedel gegen TV Uelzen. Wenn der gastgebende Tabellenvorletzte der Handball-Landesliga den Neunten empfängt, ist Feuer unterm Dach.

Bei den Salzwedelern (13./6:30 Punkte) brennt es nach nur drei Siegen ohnehin lichterloh im Abstiegskampf, und bei den Uelzenern (10:12:24) beginnt es nach zuletzt fünf Pleiten mittlerweile wieder zu kokeln. Anpfiff ist am Sonnabend um 19. 15 Uhr in der Halle an der Käthe-Kollwitz-Straße.

„Für uns ist das kein Krisengipfel“, beruhigt TVU-Trainer Hendrik Mendrizik. Sechs Zähler Vorsprung auf die SVT klingen gut, doch deren zwei sind es nur auf den Drittletzten Luhdorf. Und weil in der klassenhöheren Verbandsliga neben dem abgeschlagenen Schlusslicht MTV Embsen zusätzlich auch der SV Altencelle unter dringendem Verdacht steht, in die Landesliga-Staffel Lüneburg hinunter zu müssen, würde es dort am Saisonende drei statt zwei Absteiger geben. So oder so will Mendrizik den Kampf um den Klassenerhalt deshalb bis spätestens Mitte April um jeden Preis gewonnen haben: „Wir können in Salzwedel gern schlecht spielen, solange wir die Punkte mitnehmen.“

Klaus Gobat

Sein Gegenüber Klaus Gobat verspricht den „Black Owls“ einen heißen Tanz vor einem frenetischen Publikum, das im Abstiegskampf mit den Hausherren eine Allianz geschmiedet hat. Der ehemalige TVU-Trainer selbst investiert in die Partie gegen seinen Ex-Verein keine zusätzlichen Emotionen. Sagt er jedenfalls.

Gobat betreute unter anderem zuletzt mit der JSG Uelzen gleich zwei Jugendteams in der Oberliga. Er ist seit Saisonbeginn in der Baumkuchenstadt tätig. Das ist bisher kein Zuckerschlecken. Die 1. Herren steht mit dem Rücken zur Wand. Der Klassenerhalt bleibt nur realistisch, wenn die SVT gegen Uelzen und anschließend in Clenze siegt und ihre Kontrahenten mit in den Strudel reißt.

Zuletzt kassierte Salzwedel zwar sechs Pleiten in Folge, doch Gobat bleibt angesichts knapper Ergebnisse optimistisch: „Wir sind sehr heimstark und haben uns auswärts unheimlich verbessert. Es ist ein Trend zu sehen.“

Ginge es auf dem Parkett hauptsächlich nach Trends, hieße der Sieger heute Abend aber sowieso TVU. Die Uelzener starteten nämlich ähnlich schwach in die Hin- wie jetzt in die bisher noch erfolglosere Rückrunde. Bis zum Salzwedel-Heimspiel. Der 30:13 (!)-Kracher gegen die SVT setzte dann die beste Phase mit insgesamt zehn Punkten aus acht Partien in Gang.

Mendrizik möchte das deutliche Ergebnis trotzdem lieber aus den Köpfen streichen: „Das Rückspiel fängt bei null an“, warnt er seine Mannschaft. Der Kader ist voll besetzt; einzig der grippekranke Christian Lüder wird heute Abend fehlen.

Von Bernd Klingebiel

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