TSV Bienenbüttel nur auf Rang 949

Fairplay-Cup des NFV: VfL Suderburg zur Halbzeit in Niedersachsen auf Platz 31

Spieler zweier Fußballmannschaften begrüßen sich am Mittelkreis.
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Damit hatte der VfL Suderburg nicht gerechnet: Der Fußball-Bezirksligist ist in der niedersachsenweiten Fairness-Tabelle 31.
  • Arek Marud
    VonArek Marud
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Der VfL Suderburg ist im Fair-Play-Ranking des niedersächsischen Fußballs die fairste Uelzener Mannschaft. Der Bezirksligist belegt Platz 31 unter 994 Teams. Bienenbüttel ist nur 949.

Barsinghausen/Uelzen - Die Schlagzeilen gehören aktuell dem VfL Suderburg. Erst präsentierte der Fußball-Bezirksligist zur neuen Saison mit Peter Kramer einen neuen Trainer. Nun ist er die fairste Mannschaft des Uelzener Fußballs sowie auch niedersachsenweit eine große Fair-Play-Nummer.

Beim niedersachsenweiten VGH-Fairness-Cup liegen die Suderburger zur Halbzeit auf dem hervorragenden 31. Platz unter 994 Mannschaften. Es gab nur 20 Gelbe Karten und keinen einzigen Platzverweis in 18 Spielen. Ganz zur Verwunderung von Spielertrainer Thomas Nowak: „Wir haben keinen gesonderten Fokus darauf gelegt oder etwas verändert gegenüber den letzten Jahren. Ich kann nicht richtig erklären, woran es liegt.“

Die Freude ist dennoch groß: „Es ist ein positives Zeichen für die Jungs, dass sie fair auftreten. Es ist einfach eine schöne Sache. Wir haben die Aufstiegsrunde erreicht und sind so fair geblieben. Da haben wir also vieles richtig gemacht!“

Um jeden Preis muss Nowak diesen Platz allerdings nicht halten: „Ein taktisches Foul gehört auch dazu! Oder wenn wir im Zentrum mal zur Notbremse greifen müssen, muss man sie eben ziehen.“ Zweites Uelzener Team in den Top 100 ist der SV Emmendorf als 79.

Bienenbüttel ist Uelzens Schlusslicht

Aus Uelzener Sicht am schlechtesten schnitt der Heide-Wendland-Ligist TSV Bienenbüttel ab. Mit einer Roten, zwei Gelb-Roten, 31 Gelben Karten und einem Quotienten von 3,75 liegt die Mannschaft von Frank Kathmann auf dem 949. Platz. Lediglich 45 Mannschaften schnitten noch schlechter ab. „Die Gelben Karten waren definitiv zu viel! Die kommen aber nicht davon, dass wir überhart spielen. Wir waren in der Anfangszeit etwas übermotiviert“, erklärt Kathmann die Karten-Flut. Gerade die Gelb-Roten Kartons ärgerten den Übungsleiter, weil sie wegen Meckerns gezeigt wurden: „Alle Gelben, die mit Meckern zu tun haben, werden von mir intern auch mit einem Spiel Sperre geahndet!“ In der Rückserie wolle er darauf achten, „den Spiegel runterzukriegen“.

Bardowick in den Top 10

Bestes Team aus dem Heide-Wendland-Kreis ist Bezirksligist TSV Bardowick als Zehnter vor SV Scharnebeck (19) und Suderburg. Noch weiter hinten als Bienenbüttel liegen die SV Lemgow-Dangenstorf (951.) und MTV Dannenberg (978.). Landesligist Teutonia Uelzen findet sich nur auf Platz 700 wieder.

Heide-Wendland-Kreis landet im Mittelfeld

Im Kreisvergleich reiht sich der Heide-Wendland-Kreis auf Platz 18 von 32 ein. Der Heidekreis ist Letzter. Es führt Rotenburg, gefolgt von Hildesheim und der Grafschaft Bentheim.

Fairstes Team in Niedersachsen ist der SV Ippensen unter insgesamt 994 von den Kreisligen bis zur 1. Bundesliga bewerteten Mannschaften. Ganze zehn Gelbe Karten gab es für den Lüneburger Bezirksligisten (Staffel 3) in 17 Saisonspielen. Platz 2 belegt TuS Hermannsburg aus der Kreisliga Celle mit 0,6 Punkten (10 Spiele, 6 x Gelb) vor TSV Großenkneten (Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst, 0,7 Punkte, 17 Spiele, 12 x Gelb). Letzter ist der SV Osloß aus der Gifhorner Kreisliga A mit einem Quotienten von 6,0. In nur sieben Spielen gab es 26 Gelbe sowie je zwei Gelb-Rote und Rote Karten. Aber auch der SV Reislingen-Neuhaus (Bezirksliga 1 Staffel C Braunschweig, 5,9) und SV Dicle Celle (Kreisliga Celle Staffel 1, 5,89) können auf ihren Quotienten mit einer 5 vor dem Komma alles andere als stolz sein.

Bewertet werden traditionell nur Mannschaften von der Kreisliga aufwärts. Der eigentliche Fair Play-Sieger aus Uelzen ist die SG Wrestedt/Lehmke II/Teutonia II (Quotient 0,66) aus der 4. Kreisklasse Süd vor dem Ligarivalen SG Rosche/Suhlendorf/Wellendorf II (0,69) und dem SV Holdenstedt II (3. Kreisklasse West, Staffel 2 / 0,9).

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