Fahrrad, Familie, Frühjahrsputz

Familienzeit beim TuS Bodenteich II: Vater Patrik Jung gehörte ganz allein den Zwillingen Willy und Theo. Fotos:

Fußballwetter, wie es die Kicker lieben! Und doch lagen alle Sportplätze wegen der Corona-Pandemie am letzten Sonntag brach. Sie werden es auch noch mindestens an den nächsten fünf Wochenenden.

Uelzens Sport bleibt zuhause! Wie vertrieben sich Teamsportler alternativ die spiellose Freizeit?.

Uelzen/Landkreis – Der Niedersächsische Fußball-Verband hat die Saison bis einschließlich zum Sonntag, 19. April, ausgesetzt. Die AZ hat sich umgeschaut, wie sich die hiesigen Kicker und andere Mannschaftssportler bei Laune halten. Sie werden auch in den nächsten Wochen auf ihren geliebten Sport verzichten und sich eine andere Beschäftigung suchen müssen – unter zusätzlich erschwerten Bedingungen als noch am letzten Sonntag. Denn ab sofort: Bleibt zuhause!

Frühjahrsputz statt Derby-Feuer in Lehmke

„Wir machten einen Arbeitseinsatz, um den Platz aus dem Winterschlaf zu holen. Platzbau, Vereinsheim und solche Dinge“, skizzierte Arne Scheele die Aktivitäten beim TSV Lehmke, der sportlich eigentlich zu dem mit Spannung erwarteten Kreisklassen-Nachbarschaftsduell gegen den TSV Wrestedt/Stederdorf rüsten wollte.

Spielfrei = Familienzeit in Bad Bodenteich

Familienzeit hieß es bei TuS Bodenteichs Patrick Jung. Die sechs Monate alten Zwillinge Willy und Theo freuten sich über die Extrazeit mit ihrem Vater. Zudem wurde gesund und lecker gekocht. „Es gab mediterrane Burger“, erzählt der Spieler der Kreisklassen-Reserve der Blau-Weißen.

Joggen statt Jubiläum beim SC Kirch/W.w.

Eigentlich war Michel Meißner, Fußballer und Leichtathlet des SC Kirch-/Westerweyhe, wie auch seine ganze Familie eingespannt bei der Organisation der Kreismeisterschaften im Crosslauf und des 100-Kilometer-Mannschaftslaufes. Beide Veranstaltungen standen im Zeichen des 100-jährigen Vereinsjubiläums. Nach der Absage hieß es stattdessen, Einkaufen und Doppelkopf spielen.

Aber auch der Sport kam nicht zu kurz. Meißner stattete der Laufbahn einen Besuch ab. „Da ich sowieso viel selbstständig trainiere, habe ich außerdem ein lockeres Lauftraining in der wirklich angenehmen Sonne gemacht.“

Spaziergänge mit der Familie

Auch Oliver Kühn, Teil des Trainerduos der SG Rätzlingen/Teutonia Uelzen II, nutzt die spielfreie Zeit, um andere Schwerpunkte zu setzen. „Ich persönlich genieße die freie Zeit mit der Familie, die sonst meist zu kurz kommt. Bei dem schönen Wetter haben meine Frau Ann-Kathrin, meine Söhne Jannes Eilas und Noah und ich gemeinsam ausgiebige Spaziergänge unternommen.“

Burger-Genuss beim Basketballer

Für Justus Koch, Spielertrainer des Regionalligisten Ebstorf Heide Knights, rückte ein Burger statt Basketball in den Mittelpunkt. „Ich werde mir statt des Trainings einen richtig schönen veganen Burger machen. Sonst werden es ruhige Tage. Ich habe glücklicherweise ein kleines Home-Gym und werde mich da fit halten.

Heim-Handballer beim TuS Bodenteich

„Die Mannschaft hat das freie Wochenende größtenteils zu Hause verbracht“, berichtet Regionsliga-Handballerin Janina Wolters. „Einige waren im Garten beschäftigt oder haben einfach die freie Zeit genossen.“

Alvermann arbeitet an Abschlussarbeit

Beim Fußball-Bezirksligisten MTV Barum kommt zumindest Keeper Paul Alvermann in keinen Konflikt zwischen Fußball und Universität. Er kann sich jetzt voll und ganz auf die Ausfertigung seiner Abschlussarbeit konzentrieren. „Mit ganz viel Kaffee“, wie er sagt.

Sein Mitspieler Maximilian März wird sich indes eine andere sportliche Beschäftigung suchen müssen, spielte er in der Vorwoche noch Tennis. Doch auch das fällt nun flach, weil alle Sporteinrichtungen geschlossen bleiben.

Lindemann liebt Laufen gar nicht

In den meisten Teams ist aktuell individuelles Lauftraining angesagt. Monotone Einheiten sind allerdings nicht die Sache von Stephan Lindemann. Der Spielertrainer des Fußball-Kreisklassenvertreters TSV Suhlendorf hat’s nicht so mit Laufen in der Freizeit. „Ich setze mich lieber aufs Fahrrad und tiger einfach mal los.“

Westerweyher Walker

Bewegung ist angesagt bei Carsten Behnke. Der Trainer des Kreisklassen-Herbstmeisters SC Kirch-/Westerweyhe will sich vorbehaltlich weiterer Beschränkungen „auf das Fahrrad setzen oder ein wenig Nordic Walking betreiben. Der Garten wartet auch. Jetzt hat man ja Zeit. Es fällt einem schon schwer, dem Sport so den Rücken kehren zu müssen.“  am, kl, dlp

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