Entscheidung in der Verlängerung

Neue und alte KSB-Führungsriege (stehend von links): Henning Tiede, Elfriede Lindes, Elke Radtke, Mario Miklis, Torsten Lehmann, Tim Schroeder, Jürgen Wöhling, Anneliese Kruppa; kniend: Nicole Bloch, Olaf Balcke, Elisabeth Johannes, Erhard Beinroth (es fehlt Hermann Dräger). Foto: B. Klingebiel

Uelzen/Landkreis. Der Kreissportbund (KSB) Uelzen hat in der Verlängerung und vor einer beeindruckenden Kulisse die ersehnte Entscheidung doch noch herbeigeführt. Auf einem außerordentlichen Kreissporttag haben Delegierte aus 104 von insgesamt 156 im KSB organisierten Uelzener Vereinen einstimmig eine neue Satzung und eine neue Vorstandsmannschaft gewählt. Jürgen Wöhling, der seit 1999 KSB-Vorsitzender ist, wird für weitere zwei Jahre die Kapitänsbinde tragen und 36 902 Mitglieder anführen.

Die Nachholpartie am Donnerstagabend in der Uelzener Stadthalle war notwendig geworden, weil der turnusmäßige Kreissporttag Anfang April mangels Beteiligung nicht beschlussfähig war (AZ berichtete). Vertreter aus nur 43 Vereinen hatten sich damals zu disem Pflichttermin verirrt. Das blamable Desinteresse der fehlenden 113 Klubs löste tiefste Enttäuschung im KSB aus. In der Zweitauflage reichten nunmehr die Sitzplätze an den Tischen nicht mal mehr aus.

Neu im Vorstand sind Elisabeth Johannes und Tim Schroeder. Schatzmeister Mario Miklis rückt zum stellvertretenden Vorsitzenden auf und bleibt bis zur nächsten Vollversammlung der Sportjugend in wenigen Monaten auch deren Vorsitzender; sein designierter Nachfolger auf diesem Posten ist Torsten Lehmann (29/MTV Barum), der die Jugendinteressen im KSB-Vorstand schon ab sofort vertreten wird.

Die neue Satzung, so erläuterte Wöhling, stärke die Handlungsmöglichkeiten des KSB als Dienstleister für den Sport. So ist beispielsweise der verschlankte Vorstand neu zugeschnitten, für besondere Projekte lassen sich Referenten einbinden. Der Kreissporttag ist künftig ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Stimmberechtigten beschlussfähig.

Das in mehr als einjähriger Arbeit von einer Satzungskommission erstellte Werk passierte die Versammlung einstimmig, nachdem ein Absatz gestrichen worden war: Ordnungsgelder für unentschuldigtes Fehlen am Kreissporttag sollen den Vereinen in Zukunft nicht aufgedrückt werden können. Dietrich Zarft (Schützengilde Ebstorf) hatte die Diskussion dazu am Abend ins Rollen gebracht.

Wöhling verabschiedete anschließend die ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Allen voran seinen langjährigen Stellvertreter Erhard Beinroth, der sein Amt im KSB aus gesundheitlichen Gründen abgab.

Beinroth ging mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge: „Ich habe 40 Jahre für den Sport verbracht. Es war eine schöne Zeit.“ Er bleibe dem KSB für die Projektarbeit erhalten, sicherte Beinroth zu. Ebenso wie die anderen ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder: Henning Tiede (Förderung Sportstättenbau), Elfriede Lindes (Frankreichaustausch), Elke Radte (Sport mit Älteren), Anneliesa Kruppa (Sport für Frauen) und Hermann Dräger (Sportabzeichen). Den KSB Uelzen ergänzen Nicole Bloch als Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle und der hauptamtliche Sportlehrer Olaf Balcke.

Von Bernd Klingebiel

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