Attraktiver Dreierpack bis Weihnachten

Am Ende wartet der Festschmaus

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Achtung, Sturzgefahr! Handball-Landesligist TV Uelzen (Kevin Kwiotek) muss heute Abend gegen den TSV Wietzendorf vermutlich Schwerstarbeit verrichten, um den angepeilten sechsten Sieg in Folge einzufahren.

Uelzen. Wietzendorf als Appetitanreger, anschließend der Hauptgang mit Hollenstedt und Eyendorf. Der Spielplan der Handball-Landesliga ist etwas für Feinschmecker und könnte für den TV Uelzen Hochgenüsse bereithalten.

Der Tabellendritte (14:6 Punkte) erwartet am heutigen Sonnabend (19.15 Uhr, HEG-Halle) im ersten von zwei Heimspielen bis Weihnachten den TSV Wietzendorf (8./10:10). Eine Woche später könnte die Partie in eigener Halle gegen TuS Jahn Hollenstedt (5./11:7) dann schon zu einem Topspiel gereift sein, ehe die „Black Owls“ hoffen, die Hinrunde mit einem ultimativen Kracher beim jetzigen Spitzenreiter MTV Eyendorf (15:5) beenden zu können. Doch die Arbeit kommt vor dem Vergnügen. Deshalb warnt TVU-Trainer Detlef Wehrmann: „Es ist nicht gut, vor einem Spiel schon an das nächste zu denken.“ Bei ihm selbst jedenfalls spuken bisher weder die Hollenstedter noch die Eyendorfer im Kopf herum, die volle Konzentration gilt Wietzendorf.

„So wie ich sie kenne, ist es eine relativ kleine, schnell spielende Mannschaft“, sagt der erfahrene TVU-Coach. Also eine, die ihre Gegner gern mal austanzt. Wehrmann: „Die Geschlossenheit in der Abwehr muss stimmen. Wir müssen hellwach sein und dürfen nicht zu früh rausstürmen.“

Die Gäste feierten drei Siege in den letzten vier Spielen, unterlagen am letzten Sonntag beim Tabellenzweiten MTV Embsen aber deutlich mit 18:27 Toren. In fremden Hallen haben die Wietzendorfer ohnehin Probleme, gewannen nur eines ihrer bisher fünf Gastspiele – und dies auch „nur“ bei Schlusslicht TVJ Schneverdingen.

Besonderes Augenmerk gilt Wietzendorfs Sven Timme, dem aktuell viertbesten Torjäger der Liga. Der Rückraumspieler hat fast die gleiche Torquote wie Uelzens Johannes Specht, macht durchschnittlich siebeneinhalb Tore pro Spiel. Wehrmann: „Er ist nur schwer zu stoppen und wirft aus allen Lagen.“

Die Uelzener müssen heute Abend auf ihren beruflich verhinderten Stammkeeper Jan Feuchter verzichten. Der in Ingolstadt lebende/arbeitende und mit Zweitspielrecht für den TVU ausgestattete Marvin Schröer sowie der zwischen den Pfosten altbewährte Nico Paepke stehen aber für die Partie bereit. Marius Eder muss verletzt erneut passen. Christian Lüder ist angeschlagen, Wehrmann rechnet aber mit dessen Einsatz.

Von Bernd Klingebiel

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