In Emmendorf herrscht die Jetzt-erst-recht-Stimmung

+
In den letzten drei Runden senkte sich der Daumen (Vereinsvorsitzender/Physiotherapeut Thomas Kellmer) für den SV Emmendorf, der drei Niederlagen und 13 Gegentreffer kassierte. Die Grün-Schwarzen (Torwart David Meyer und Timo Würker) halten nun Ausschau nach den Gewinnpunkten im Gastspiel bei Eintracht Lüneburg.

Emmendorf/Lüneburg – Ein Punkt aus den letzten fünf Spielen, acht Zähler Rückstand auf die Nichtabstiegszone: Bei Fußball-Landesligist SV Emmendorf müsste eigentlich der Frust wachsen.

Doch die Trainer Felix Lüring und Nick Motzny nehmen im Team eine völlig andere Mentalität wahr: „Es herrscht eine Jetzt-erst-recht-Stimmung“, sagt Lüring.

Am Sonntag (15 Uhr, Siegfried-Körner-Stadion) soll Gastgeber Eintracht Lüneburg sie zu spüren bekommen. Lüring: „Wir sind langsam in der Pflicht, einen Dreier zu holen.“ Der Kader sei nahezu komplett, bisher habe sich einzig der dienstlich verhinderte Abwehrmann Jonas Foth abgemeldet.

Emmendorfs tabellarische Situation ist nach dem ersten Saisondrittel dramatisch. Das allerdings hatte die personell schwer gebeutelte Mannschaft schon vor dem Startschuss realistisch so einkalkuliert. Doch die Grün-Schwarzen hielten in vielen Partien mit. Lüring: „Wir haben bestimmt drei, vier Punkte liegenlassen. Und das ist dann schon enttäuschend.“

So wie am letzten Sonntag beim 1:5 gegen Gellersen, als der SVE als klar bessere Mannschaft nach einer Stunde sogar in Führung ging. Ausgerechnet ein kapitaler Fangfehler des bisher so konstanten Torwarts und Leistungsträgers David Meyer bescherte dem TSV den Ausgleich und leitete die Wende ein. Lüring: „Kein Vorwurf an David, er hat uns schon oft den Hintern gerettet!“

Die Heimpleite setzt die Emmendorfer bei ihrer mittelfristigen Punkte-Hochrechnung unter Erfolgsdruck. In der Spielephase gegen Gellersen, bei der daheim noch unbesiegten Eintracht in Lüneburg (vier Partien, zehn Punkte) und dann gegen Bornreihe sowie Ottersberg hat der SVE neun Gewinnzähler eingeplant, um den Kontakt nicht schon vor der Winterpause komplett zu verlieren, sagt Lüring. Dafür muss nun eine kleine Siegesserie her.  kl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare