AZ-NACHSCHUSS – Uelzener Bezirksliga-Torjäger machen da weiter, wo sie aufgehört haben

Auf einem Campingplatz in Kroatien

+
Weiter geht’s mit dem Toreschießen: Suderburgs Dennis Ohneseit (M. gegen Römstedts Michael Luer und Kai Schwichtenberg) traf am ersten Spieltag dreifach.

Uelzen/Landkreis – Nur dabei statt mittendrin: Alessandro Otte musste sich beim 2:1-Sensationssieg des SC Verl im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg mit der Zuschauerrolle begnügen. Der Uelzener erlebt schwierige erste Wochen in seinem neuen Team.

Zufallstreffen in Kroatien, laufende Torjäger-Maschinen und Römstedts Super-Dichter: Der AZ-Nachschuss hat zum Saisonstart am vergangenen Wochenende wieder spannende Fußball-Anekdoten aufgegabelt.

Pokal-Coup ohne Otte

Die Regionalliga-Kicker des SC Verl sorgten mit dem 2:1-Sieg gegen Bundesligist FC Augsburg für die große Überraschung in der 1. Runde des DFB-Pokals. Alessandro Otte hätte liebend gern seinen Beitrag geleistet. Doch der gebürtige Uelzener stand bei dem West-Viertligisten diesmal nicht im Kader. „Für mich liefen die ersten Wochen nicht wie erhofft und nicht zu meiner Zufriedenheit“, erklärt der 21-jährige Abwehrspieler gegenüber der AZ.

Ausgelassener Jubel nach DFB-Pokal-Sensation: Der SC Verl hat sich nicht unverdient gegen den Bundesligisten FC Augsburg 2:1 durchgesetzt. Es ist die größte Überraschung der 1. Pokal-Runde gewesen.

In der Sommerpause hatte sich Otte, der bis 2012 für die JSG Suderburg/Holdenstedt spielte und anschließend zum FC St. Pauli wechselte, dem SCV angeschlossen. Beim Pokal-Hit gegen Augsburg war der jüngere der beiden Söhne von Trainer Achim Otte, der zuletzt den SV Emmendorf coachte, nur in der Zuschauerrolle. „Das Team ist sehr breit und sehr stark besetzt. Die Jungs haben eine klasse Leistung geboten und nicht unverdient einen sensationellen Erfolg eingefahren“, freute sich Alessandro Otte mit seinen Teamkollegen aber selbstverständlich über den Pokal-Coup.

Torjäger legen los

Sie haben sich letztes Jahr eine Schlacht um die Bezirksliga-Torjägerkrone geliefert und machen nun da weiter, wo sie aufgehört haben: Die Goalgetter Joel-Friedrich Grefe (SV Rosche), Dennis Ohneseit (VfL Suderburg) und auch Malte Meyer (SV Eddelstorf) trafen am Wochenende wieder mehrfach. Während Letzterer beim 3:2-Sieg seines Teams gegen den TuS Bodenteich doppelt einnetzte, trafen Grefe und Ohneseit gleich dreifach.

Rosche-Coach Pascal Kläden freut sich bereits auf viele weitere Tore der Jungs: „Sie haben bewiesen, dass sie treffen, wie sie wollen. Ich freue mich drauf.“ Und auch Römstedts Jeremy Fritz kletterte nach Bezirksliga-Spieltag eins auf den ersten Rang der Torjägerliste, schoss gegen Neetze (8:1) drei Buden.

Goethe 2.0 gesucht!?

Hätte man sich in Römstedt einen Bezirksliga-Start aussuchen können, er hätte vermutlich so ausgesehen, wie am Wochenende. 8:1 fegte der MTV Mitaufsteiger TuS Neetze weg. Grund genug, um den Erfolg anschließend gebührend zu feiern. Beim Teamabend mussten die Neuzugänge um Immanuel Wielandt standesgemäß zum Einstand etwas vorgetragen.

Üblicherweise wird gesungen, doch bei den Schwarz-Roten durften die Zugänge wählen, ob sie stattdessen lieber ein Gedicht über ihre Person vortragen. „Singen wollte keiner. Alle haben sich etwas Interessantes ausgedacht. Es war nicht so platt“, berichtete Trainer Torben Tutas.

Zufall in Kroatien

Apropos Tutas: Der Römstedt-Coach urlaubte mit seiner Familie um Sohn und MTV-Spieler Henrik Tutas im kroatischen Porec. Wie es im Leben so oft der Zufall will, traf er auf dem Campingplatz ausgerechnet auf Jaroslav Detko, den Trainer des kommenden Ligagegners VfL Suderburg. „Sie haben Deutsch gesprochen und ich dachte mir: Die kenne ich doch?!“ erzählt Detko. Der Suderburger Übungsleiter und Tutas haben in der aktiven Zeit gemeinsam beim Lüneburger SK gekickt und tauschten sich im Kroatien-Urlaub besonders über den Fußball aus. Da wurde sicher auch das Aufeinandertreffen kommendes Wochenende thematisiert...

Neues, altes Problem

Verletzungssorgen haben dem Bezirksligisten MTV Barum in der Vorsaison fast die Liga-Zugehörigkeit gekostet. Und auch zu Saisonstart sah es personell nicht all zu rosig aus. Neuerliche Personalprobleme veranlassten Barum, einige Aushilfsspieler ins Boot zu holen. Vornweg Gerrit Struck, guter Kumpel von MTV-Spielertrainer Nicolai Bäsler. Er hatte lang nicht gespielt, war aber immer für den Notfall gerüstet. So wie am Wochenende beim 2:4 gegen Rosche.

Auch der derzeit in Berlin lebende Maik Ollmann war zurück beim MTV, sprang genauso wie Björn Schwichtenberg, Co-Trainer der Barumer Frauenmannschaft, ein. Auf die Unterstützung von Aushilfen wird Blau-Weiß wohl auch weiterhin bauen müssen. Gegen Rosche wurde neben Finn-Moritz Richter auch Lasse Keunecke verletzt ausgewechselt.

Fair-Play beim 22:1

Deutlich war er, der 22:1-Erfolg des SC Kirch-/Westerweyhe II gegen den TSV Lüder in der 3. Kreisklasse West. Der TSV war wegen des Seeparkfestes im Nachbarort Bad Bodenteich sowie einer Hochzeit nur mit sieben Mann angetreten. Bereits nach fünf Minuten nahm der SCK zwei Akteure aus dem Spiel. Da hatte es schon 2:0 gestanden. Nachdem nach 19 Minuten bereits auf 5:1 gestellt war, entschied sich der Gastgeber, das Spiel ebenfalls mit sieben Akteuren fortzuführen. Fortan ging es im Sieben gegen Sieben weiter; der SCK schoss trotzdem noch weitere 17 Treffer.

kl, rp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare