„Ein gutes Zeichen“

„Einmal Teutone, immer Teutone!“ Benjamin Zasendorf bleibt seinem Heimatverein treu und wird die 1. Herren auch in der nächsten Saison trainieren.
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„Einmal Teutone, immer Teutone!“ Benjamin Zasendorf bleibt seinem Heimatverein treu und wird die 1. Herren auch in der nächsten Saison trainieren.

Die sportliche Zukunft von Fußball-Landesligist Teutonia Uelzen gewinnt weiter an Konturen.

Coach Benjamin Zasendorf, Co-Spielertrainer Till Marks, die Betreuer und zahlreiche Spieler bleiben dem Verein treu, der durch das wahrscheinliche Saison-Abbruchsszenario vor dem Klassenerhalt steht.

Uelzen – Monatelang schwebte der Tabellenvorletzte in der Ungewissheit, ob er in der nächsten Saison in der Landesliga bleiben darf oder in die Bezirksliga absteigen muss. Die Entscheidung fällt mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf dem grünen Rasen, sondern am grünen Tisch. Sollten die Delegierten auf dem außerordentlichen Verbandstag dem Vorstandsantrag des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) mit Mehrheit zustimmen, die seit dem 13. März wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison 2019/20 mit Auf- und ohne Absteiger abzubrechen, dann ist Teutonia gerettet. Das Votum gilt es nahezu sicher.

Teutonias Coach Benjamin Zasendorf plant seine sportliche Zukunft ohne das Liga-Hick-Hack. Die Vertragsverlängerung ist unter Dach und Fach. Auch das engere Funktionsteam mit dem Co-Spielertrainer Till Marks und den Betreuern Andreas Hatt und Sebastian Emkow hat für die nächste Saison zugesagt.

Teutonia startete im März mit einem 2:0-Heimsieg gegen Eintracht Lüneburg aus der Winterpause. Das Team wahrte seine Chance auf den Klassenerhalt – fünf Punkte Rückstand in noch zwölf Spielen wären noch aufzuholen. Doch dann erwischte das Corona-Aus die Blau-Gelben, die auf dem vorletzten Tabellenplatz einfroren und damit einen der regulären vier Abstiegsplätze in der Landesliga einnehmen.

Dass die Saison 2019/20 abgebrochen wird, steht nunmehr aber außer Zweifel – zu deutlich spricht sich die Mehrheit der Vereine gegen eine Fortführung aus. Entscheiden sich die Delegierten für den von großem Fürspruch begleiteten Abbruchs-Antrag ohne Absteiger, bleibt Teutonia in der 6. Liga.

Doch bei dem außerordentlichen Verbandstag könnten auch wieder andere Varianten ins Spiel kommen. Denn jeder Klub hat bis drei Wochen vor der Versammlung die Möglichkeit, eigene Anträge zu stellen. Sollte sich unerwartet ein Modell mit Absteigern durchsetzen, stürzen die Uelzener ab und müssen erstmals seit der Saison 1997/98 wieder in der Bezirksliga antreten.

„Auf alle Szenarien vorbereitet“

Die Stimmung in der Mannschaft und bei ihm selbst sei „entspannt“, sagt Zasendorf. „Wir lassen das auf uns zukommen und sind auf alle Szenarien vorbereitet“. Der „Großteil“ der jetzigen Spieler habe sich auch zur nächsten Saison für Teutonia entschieden – unabhängig von der Liga, bestätigt Zasendorf. Allerdings könnten „private Dinge, Schule oder Studium immer noch reinspielen“. Zasendorf: „Es ist aber ein gutes Zeichen, dass so viele zugesagt haben.“

Potenzielle Neuzugänge zögern

Einige Kicker hatten jedoch auch den möglichen Abstieg im Blick, räumt der Trainer ein. Zasendorf beruhigt: „Die Gespräche laufen, wir sind da ganz positiv.“ Auch potenzielle Neuzugänge zögerten und warteten lieber ab, wo Teutonia künftig kicken wird. „Da ist die Sache ein bisschen schwieriger“, bedauert Zasendorf. Verstärkung ist aber auf jeden Fall im Anmarsch: Die Nachwuchsspieler aus der eigenen U18 drängen in den Herrenbereich.

Mit Lars-Benedict Buhr steht ein Abgang bei den Uelzenern fest. Der Rechtsverteidiger hat sein Jura-Studium in Göttingen beendet und ist beruflich nach Verden gezogen.

VON BERND KLINGEBIEL

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