1. Kreisklasse: Wrestedt nach zwei Derby-Pleiten gegen Stadensen gefordert / Oetzen muss sich kräftig schütteln

„Ein drittes Mal wollen wir nicht verlieren“

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Große Augen machte Oetzen/Stöcken (Jan Ramünke) nach der nicht mehr für möglich gehaltenen Niederlage gegen Suhlendorf und muss beim SC Uelzen II den Kopf freibekommen.

Uelzen/Landkreis. Am zweiten Spieltag der 1. Fußball-Kreisklasse rüsten die am Vorsonntag siegreichen TSV Wrestedt/Stederdorf und SV Stadensen zum prestigeträchtigen Derby. Dieses muss der SVS allerdings mit einer Rumpftruppe bestreiten.

Die am ersten Spieltag so bitter gegen Suhlendorf unterlegene SVG Oetzen/Stöcken versucht bei Aufsteiger SC Uelzen II wieder in die Spur zu finden. Die Spiele Bienenbüttel - Ripdorf und SC Uelzen II - Oetzen/Stöcken beginnen am Sonntag um 13 Uhr, die restlichen Partien um 15 Uhr.

Bienenbüttel II – G. Ripdorf

Nur 20 Minuten lang war Maik Schulze vom Trainerteam des TSV Bienenbüttel mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Suderburg (1:5) zufrieden. Schulze hat auch die unerwartete Ripdorfer Auftaktniederlage registriert. „Ich vermute mal, dass die ziemlich angefressen sind.“ Fehlen wird den Platzherren der gesperrte Routinier Sascha Voloder. Ripdorfs Coach Oliver Kuhnke war regelrecht geschockt vom Auftritt seiner Schützlinge beim ernüchternden 0:2 gegen Wrestedt. „Das hätten wir so nicht erwartet.“ Er fand, dass seine Elf oft zu weit weg von Gegenspielern war und fordert eine größere Kompaktheit ein.

SC Uelzen II – Oetzen/St.

„Die Niederlage sitzt noch tief, aber wir müssen jetzt den Kopf freibekommen und Moral zeigen“, äußert sich Dennis Thomsen vom Oetzener Trainerteam nach der mehr als bitteren 3:4-Pleite (nach 3:0-Führung) gegen Suhlendorf und vor der Aufgabe beim Uelzener Neuling. Von dem hat Thomsen eine hohe Meinung („unangenehm, spielstark, abgeklärt), fordert aber dennoch einen Sieg. Sein Gegenpart ist nach dem Sieg in Rosche natürlich bester Dinge. Anton Weinberger, der sich den kommenden Gegner letzten Sonntag selbst ansah: „Wir haben großes Selbstvertrauen und wollen für eine Überraschung sorgen.“

Böddenstedt – Niendorf/H.

Das 6:2 bei Sperber Veerßen war ein super Start für den VfL Böddenstedt. „Wir wollen den nächsten Dreier einfahren. Wenn wir so konzentriert wie in der ersten Hälfte in Veerßen spielen, ist es möglich“, klingt Trainer Jörn Drögemüller optimistisch. Ganz anders die Lage in Niendorf. Zum einen setzte der TSV den Auftakt gegen Römstedt (1:5) „in den Sand“, zum anderen fehlen Trainer Johann Egel ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein diverse Spieler aus privaten Gründen. „Böddenstedt ist ganz klar der Favorit.“

Wrestedt/St. – SV Stadensen

Die Vorfreude auf das Derby beim SV Stadensen ist eingetrübt, dazu sind die personellen Voraussetzungen beim SVS einfach zu schlecht. Trainer Olaf Bode, der das Spiel gern verlegt hätte, fehlen mit Dominik Himmel, Fabian Plachta, Levin Matz, Johannes Kilian, Cedric Wolf, Patrick Oetzmann und Patrick Kowalsky gleich sieben Spieler, darunter gleich mehrere Leistungsträger. Wrestedts Trainer Thorsten „Torte“ Jürgens ist nach dem etwas überraschenden Sieg in Ripdorf gut gestimmt, weiß aber auch, dass nach zwei Derby-Niederlagen in der Vorsaison eine Rechnung offen ist. „Wir haben noch etwas gutzumachen, ein drittes Mal wollen wir nicht verlieren“, sagt Jürgens.

SV Jelmstorf – Sp. Veerßen

0:6 in Stadensen – Aufsteiger SV Jelmstorf wurde ganz schön zerrupft. „Wir sind nicht ins Spiel gekommen und wurden später ausgekontert“, blickt Spielertrainer Markus Baldig zurück. Er hofft durch die Rückkehr des in Stadensen fehlenden Abwehrchefs Michael Reimann auf verbesserte defensive Stabilität. Unter die Räder kam auch Veerßen beim 2:6 gegen Böddenstedt. „Es muss einfach gelingen, die Fehler abzustellen“, so Coach Oliver Ecke vor dem Hintergrund der zahlreichen individuellen Schnitzer seiner Elf. Immerhin stehen Ecke in Jelmstorf mehr personelle Alternativen zur Verfügung.

Römstedt – SV Rosche II

Zufriedenheit, aber keine Euphorie herrscht nach dem am Ende glatten 5:1-Sieg in Niendorf beim MTV Römstedt. Trainer Torben Tutas: „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden, mit der Leistung noch nicht ganz. Wir können es besser!“ Die Roscher unterlagen zum Start Neuling SC Uelzen II und reisen als Außenseiter an. „Römstedt gehört als Absteiger zu den Mannschaften, die ganz oben mitspielen werden“, ordnet SVR-Trainer Lars Richter die Verhältnisse ein. Richter spekuliert dennoch auf einen Zähler.

Suhlendorf – Suderburg II

Die Suhlendorfer versuchen den Sieg in Oetzen mit einem Heimerfolg gegen Suderburg zu vergolden. „Ich möchte die ersten drei Zähler bestätigen, obwohl es nicht einfach wird“, sagt Trainer Mike Schneider. Er verweist auf den guten Suderburger Auftakt (5:1 gegen Bienenbüttel) und kalkuliert zudem eventuelle Verstärkungen aus der Ersten beim VfL ein. Der Suhlendorfer Sieg in Oetzen hat auch Suderburgs Trainer Harald Winkelmann beeindruckt. „Suhlendorf ist ein möglicher Aufsteiger, das wird eine fette Aufgabe.“ Ob Winkelmann erneut Leihgaben der Bezirksligamannschaft wie den am Vorsonntag viermal erfolgreichen Thilo Pellnath bekommt, entscheidet sich erst kurzfristig.

Von Immo de la Porte

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