Fußball-Kreisliga: Gegner FC Oldenstadt im Hit unter Zugzwang / SC 09 und Bienenbüttel im Doppeleinsatz

Eddelstorfer Siegesserie in Gefahr

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Der FC Oldenstadt (rechts Moritz Markefke) steht gegen Spitzenreiter SV Eddelstorf (Robin Wanke) unter Druck.

Uelzen/Landkreis. Der 17. Spieltag in der Fußball-Kreisliga hat es in sich! Blickpunkt Nummer eins ist der Hit zwischen dem schon leicht enteilten Tabellenführer SV Eddelstorf und Verfolger FC Oldenstadt (aktuell auf Rang vier).

Gewinnt der Spitzenreiter auch sein achtes Spiel in Folge, würde er den FCO auf dann bereits zehn (!) Punkte distanzieren. Anderenfalls würde die Spitzengruppe wieder ganz eng zusammenrücken.

Und dann geht es ja immer noch um zwei Startberechtigungen für den 10. AZ-Presse-Cup am 7. Januar. Die Eddelstorfer haben sich bereits qualifiziert, um die beiden anderen Tickets streiten sich – so wie es aussieht – mit Union Bevensen, SC 09 Uelzen und dem FCO noch drei Teams. Am morgigen Sonnabend wird jeweils um 14 Uhr in Emmendorf und Eddelstorf angepfiffen, die restlichen sechs Partien beginnen schließlich am Sonntag um 14 Uhr.

SV Eddelstorf – FC Oldenstadt

Sieben Siege in Folge, mit fünf Punkten Vorsprung Spitzenreiter, Qualifikation für den AZ-Presse-Cup – für die Eddelstorfer läuft es wie am Schnürchen! Grund genug also, dem Duell mit Verfolger FC Oldenstadt selbstbewusst entgegen zu fiebern. Aber SVE-Obmann Michael Strzalla weiß um die Schwere der Aufgabe: „Eine ganz harte Nuss, die es zu knacken gilt. Es muss schon alles passen bei uns. Die Oldenstädter sind individuell stark besetzt und können jederzeit aus dem Nichts ein Tor machen. Zudem sind sie nahezu zum Siegen verdonnert, um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren.“ Mit Christof Gatzka und Christoph Bartelt beklagt der SVE zwei Verletzte, zudem muss Mustafa Dönmez arbeiten.

Die Gäste reisen also unter Erfolgsdruck, aber vermutlich auch mit bestmöglicher Besetzung an. FCO-Betreuer Andreas Mnich: „Alle Spieler werden nach derzeitiger Lage vor Ort sein.“ Er vermutet ein enges Duell. „Die Mannschaften kennen sich aus zahlreichen Begegnungen in den letzten Jahren sehr genau. Aber wir werden versuchen, über Einstellung und Kampf unser Spiel durchzusetzen.“

SV Emmendorf II – SV Molzen

Zum Nachbarschaftsduell rüsten sich die Emmendorfer und die Molzener – ein Spiel, das zuletzt stets hart umkämpft war. „Das Hinspiel-3:3 habe ich noch im Kopf“, erwartet SVE-Trainer Stephan Brinkmann erneut eine enge Kiste und fügt hinzu: „Ich hoffe, meine Jungs auch!“ Damit schielt er auf die derzeit prekäre Lage des Gegners als Tabellendrittletzter und will sie wachrütteln. „Ich werde sie ganz bestimmt beim Training auf die schwere Aufgabe aufmerksam machen. Wir wollen ein gutes Spiel anbieten.“ Verzichten muss Brinkmann auf vier oder fünf verletzte bzw. privat verhinderte Spieler.

Auch Molzens Coach Lukas Zanders vermutet ein intensives Kampfspiel, sieht seine Mannschaft aber gut gerüstet: „Der letzte Punktgewinn gegen Ebstorf nach 1:3-Rückstand spricht für die Moral in der Mannschaft. Wir wollen unbedingt den Anschluss ans untere Mittelfeld finden und werden alles geben, um hier etwas mitzunehmen.“

Nach dem Abpfiff lädt die SVE-Reserve Fans und Kinder zu einem Umtrunk ein. Es gibt Kakao, Punsch und Glühwein.

SC Kirch.-/Westerweyhe – TSV Wriedel

Die Felle schwimmen dem Kirch.-/Westerweyher Schlusslicht von Woche zu Woche weiter davon. Auch wenn die jüngsten Ergebnisse (3:5 gegen Jastorf/4:5 in Bienenbüttel) zumindest in der Offensive Fortschritte offenbaren, weiß Trainer Michael Hinz um die Schwächen: „Wir müssen unsere Fehlerquote senken, sonst haben wir gegen die starke Wriedeler Offensive keine Chance. Ein Punkt wäre schon ein toller Erfolg.“

Grundstock für eine Überraschung wäre ein kompletterer Kader. Hinz: „Ich hoffe, dass die Erkältungswelle wieder abebbt und wir im Gegensatz zum letzten Spiel in Bienenbüttel einen vollständigeren Kader aufbieten können.“

Wriedels Coach Thomas Möhring-Stief mahnt: „Man darf die Kirch.-/Westerweyher auf keinen Fall als Punktelieferanten sehen. Das ist ein ernstzunehmender Gegner. Dennoch wollen wir, trotz unserer nach wie vor bestehenden personellen Probleme, unbedingt weitere Punkte sammeln.“

SV Hanstedt – TSV Bienenbüttel

Drei Siege aus den letzten vier Spielen – in Hanstedt herrscht große Zufriedenheit. „Wer hätte das gedacht? 21 Punkte nach der Hälfte der zu absolvierenden Spiele!“ freut sich Coach Carsten Behnke. „Wir liegen als Aufsteiger voll im Soll und wollen nun auf dieser Welle weiterschwimmen. Gegen Bienenbüttel hoffen wir auf den nächsten Schritt nach oben. Im Moment haben alle Bock, wir lassen uns in keiner Phase des Spiels hängen.“ Giovan-Battista Caliva (privat), Tobias Arlt, Nils Giesen (beide dienstlich) sowie Alexander Hamp (verletzt) stehen dem SVH vermutlich nicht zur Verfügung.

TSV-Trainer Florian Schick denkt ungern an die 2:3-Hinspielpleite zurück: „Da haben wir noch etwas gutzumachen. Zudem sind die Hanstedter ein direkter Konkurrent in der Tabelle.“ Beide Teams liegen punktgleich auf den Rängen neun und zehn. Personell sieht’s beim TSV ähnlich aus wie heute in Uelzen (Bericht im Kasten) aus. Zusätzlich stößt Tim Bublitz nach Gelbsperre zum Kader.

TuS Ebstorf – TSV Jastorf

Ebstorfs Trainer Björn Penkert verteilt erstmal Komplimente an den Gegner aus Jastorf, um dann sogleich zur Kampfansage zu kommen: „Das ist ein guter Aufsteiger, der absolut in die Liga passt. Aber wir wollen trotzdem versuchen, die ärgerliche 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel diesmal in einen Sieg umzuwandeln. Wird schwer, aber wie immer alle sagen: Vielleicht klappt’s ja diesmal mit der Wundertüte der Liga!“ Hinter dem Kader stehen aus TuS-Sicht – wie schon üblich – viele, viele Fragenzeichen…

TSV-Coach Martin Lübkert befürchtet ein schweres Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenachten: „Die Ebstorfer haben unheimlich viel Qualität in der Offensive und gehören für mich eigentlich in die Spitzengruppe. Aber wenn wir einen guten Tag erwischen und etwas Glück dazukommt – im Fußball ist halt alles möglich!“ Routinier Tomasz Szymczak ist gesperrt, zudem wird vermutlich Abwehrstratege Tim Soltau fehlen.

TuS Bodenteich II – SV Holdenstedt

Die Bad Bodenteicher stecken als Tabellenvorletzter tief im Abstiegssog und müssen zusehen, vor allem zu Hause die benötigten Punkte einzusacken. Vor dem Duell mit Holdenstedt klingt Trainer Stefan Buß aber eher skeptisch: „Trotz ihrer letzten Niederlagenserie sind die Holdenstedter der Favorit. Aber wir haben unsere Lehren aus dem klaren Hinspiel gezogen (0:4) und werden versuchen, konsequenter gegen ihre schnellen Stürmer zu verteidigen.“

Personell sieht’s eher düster bei der TuS-Reserve aus, einige Spieler sind angeschlagen und somit fraglich. Insbesondere die Torwartposition bereitet Buß Kopfzerbrechen: „Das ist eine große Baustelle, weil sowohl Marco Börstler als auch Luca Meyer längerfristig verletzt sind.“

SVH-Coach Marc Chluba hofft auf die Trendwende nach zuletzt drei Pleiten: „Gegen den Tabellenvorletzten wollen wir endlich wieder punkten. Natürlich wird das auf dem kleinen B-Platz kein Zuckerschlecken. Aber wir wollen an unser letztes Spiel gegen Emmendorf anknüpfen (0:1), da hat man spielerisch auf jeden Fall eine Steigerung erkennen können.“ Durch Sperren, Verletzungen und private Dinge fehlen dem SVH diverse Spieler. Chluba trotzig: „Wir werden aber trotzdem eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken!“

SC 09 Uelzen – TV Rätzlingen

Nach dem Freitagspiel gegen Bienenbüttel steht der Sportclub am Sonntag vor dem nächsten Prüfstein. Co-Trainer Harald Voigts macht aus dem Vorhaben gegen die Rätzlinger keinen Hehl, warnt jedoch zugleich: „Wir müssen das Spiel unbedingt gewinnen, damit der Abstand auf Spitzenreiter Eddelstorf nicht zu groß wird. Aber mit den Rätzlingern hatten wir schon oft unsere liebe Mühe, das war zumeist eine enge Kiste. Wir müssen 100 Prozent unserer Leistung abrufen.“

TVR-Coach Frank Kilian war nach dem Vorsonntags-0:5 gegen Eddelstorf ziemlich geplättet und klingt längst nicht mehr so überzeugt wie noch in den Wochen davor: „Mir fehlen bis zur Winterpause wichtige Leistungsträger und ich denke, dass wir das nur über den Kampf kompensieren können.“

Union Bevensen – TuS Wieren

Beeindruckend ist die bisherige Heimstärke der Union Bevensen (sieben Spiele/sieben Siege), die der Grundstein für den jüngsten Sprung auf Tabellenplatz zwei ist und jetzt auch für einen Erfolg über die Wierener sein soll. Ein erneuter Dreier wäre ein großer Schritt zur Qualifikation für den AZ-Presse-Cup.

Trainer Tobias Neubauer sieht zudem noch eine offene Rechnung gegen den TuS: „Wir haben in dieser Saison bereits zwei Mal gegen die Wierener gespielt und beide Partien nicht gewonnen (Hinspiel 0:2/Pokal 3:4 n.E.). Im dritten Duell soll jetzt ein Sieg her!“ Abwehrspieler Kilian Kumm sowie Angreifer Andreas Meyer fehlen den Kurstädtern aus privaten Gründen.

Die Wierener Talfahrt (zuletzt sieben sieglose Spiele) hat sie mittlerweile bis auf zwei Punkte an die Abstiegszone herangespült. Trainer Benjamin Bücker mahnt eindringlich: „Wir müssen akzeptieren, dass wir gegen den Abstieg spielen. Das heißt auch, dass wir uns alles schwer erarbeiten müssen.“ In Bad Bevensen sieht er sein Team als klaren Außenseiter. „Die Union hat sich im Laufe der Saison gesteigert, ihren Rhythmus gefunden und ist jetzt eine absolute Spitzenmannschaft. In der jetzigen Situation aber gibt’s für uns keine leichten oder schweren Gegner, wir werden alles reinwerfen!“

Definitiv ausfallen wird Sebastian Schulz. Dazu fehlen dem TuS nach wie vor die langzeitverletzten Jens Stottmeister und Lars Lettau.

Von Michael Klingebiel

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