Faustball: Bundestrainer Olaf Neuenfeld übt mit Wrestedtern

„Echt der Hammer!“

Bundestrainer und Weltmeister! Gerade für die jugendlichen Wrestedter Faustballer konnte es einfach nichts Schöneres geben, als von Olaf Neuenfeld eine Lehrstunde zu erhalten.
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Bundestrainer und Weltmeister! Gerade für die jugendlichen Wrestedter Faustballer konnte es einfach nichts Schöneres geben, als von Olaf Neuenfeld eine Lehrstunde zu erhalten.

bl Wrestedt. Für Spartenleiter Axel Schwarz war es „echt der Hammer“, als er am Telefon erfuhr: Der Faustball-Bundestrainer kommt zum TSV Wrestedt/Stederdorf! Und nun stand er ihm bei der Begrüßung gegenüber.

Schnell war klar: Der 43-jährige Olaf Neuenfeld ist ein sympathischer Vertreter einer faszinierenden Sportart, die zu Unrecht keine führende Rolle im Sport einnimmt und gemeinhin als Randsportgruppe gilt. Dabei wurden international so tolle Erfolge erzielt, auf die man nicht nur in der Szene stolz sein darf.

Seit 2006 ist Neuenfeld Bundestrainer der Faustball-Nationalmannschaft der Herren. Bei der Weltmeisterschaft 2007 wurde das Team unter seiner Leitung Dritter und ist seit 2011 nach einem Finalsieg gegen Österreich mit 4:2 Sätzen amtierender Weltmeister. Der Titel soll in zwei Jahren bei der WM in Argentinien erfolgreich verteidigt werden.

Bundestrainer und Weltmeister! Gerade für die jugendlichen Faustballer konnte es einfach nichts Schöneres geben, als von ihm eine Lehrstunde zu erhalten. Und das tat Neuenfeld wiederum mit viel Liebe zum Detail, mit kleinen Spielchen zum Aufwärmen und anschließenden Verfeinerungen der Technik. Eingefädelt hatten die Stippvisite des Bundestrainers der Masseur des Nationalteams, Volker Meyer-Weichelt aus Wrestedt ,und der Trainer der Wrestedter Faustballerinnen, Kalle Weichelt.

Beobachtende und Außenstehende erkannten schnell, was es mit dem Faustball eigentlich auf sich hat. Es ist ein Rückschlagspiel, bei dem sich zwei Mannschaften gegenüberstehen, ähnlich wie beim Volleyball. Sie sind durch eine Mittellinie und ein Band voneinander getrennt. Jede Mannschaft besteht aus fünf Spielern, die versuchen, einen Ball mit dem Arm oder mit der Faust unerreichbar in das Feld des Gegners zu schlagen. Das liest sich im Prinzip zunächst einfach. Dahinter aber steckt eine dynamische Sportart, die ein enormes Laufpensum und einen athletischen Einsatz abverlangt. Dazu gehören aber auch Reaktionsvermögen und Gewandtheit, Kondition und Teamgeist.

Im Gespräch nach der Trainingseinheit gab es auch einen Einblick in den vielfältigen Aufgabenbereich des Bundestrainers. Vieles muss er allein machen, denn Faustball ist kein Profisport. Gedanken muss er sich machen über Lehrgangsvorbereitungen, Analysen und Auswertungen, Kommunikation muss er halten und pflegen mit Vereinstrainern, Spielern und Funktionären. Neuenfeld: „Einen Scout habe ich selbstverständlich nicht. Auch die Spielerbeobachtung ist Chefsache.“ Da können Trainingseinheiten an der Basis eine willkommene Bereicherung im Aufgabenkatalog sein.

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