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Wieren empfängt Wriedel: Standortbestimmung gleich zum Auftakt

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Von: Arek Marud

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Fußball-Zweikampf zwischen drei Spielern.
Suhlendorf (Mitte Jasper Wiese) und Kirch-/Westerweyhe (links Alexander Zierath mit Lars-Hendrik März) erwarten gegen Ripdorf und Liepe schwere Aufgaben. © Freier Mitarbeiter

Interessanter Auftakt am Sonntag in der 1. Fußball-Kreisklasse. Mit dem TuS Wieren und TSV Wriedel treffen zwei hoch gehandelte Teams direkt aufeinander.

Uelzen/Landkreis –Kreisligaabsteiger SC 09 Uelzen konnte in der Vorbereitung nicht wirklich überzeugen, gilt dennoch als Favorit gegen den TSV Lehmke.

Die beiden Aufsteiger VfL Böddenstedt und TSV Wrestedt/Stederdorf genießen Heimrecht und wollen gleich zeigen, dass sie zurecht eine Etage höher ran dürfen. Und ein Derby darf natürlich nicht fehlen: Stadensen empfängt Suderburg II.

SV Stadensen –
VfL Suderburg II (So., 15)

Beide Teams trafen erst unlängst im Pokal aufeinander, die Suderburger siegten im Elfmeterschießen. Dessen Trainer Jörn Drögemüller erwartet „erneut ein enges Spiel“, er kann zudem etwas Entspannung an der Personalfront vermelden. Dennoch fehlen mit Eugen Köpplin, Tim Sterneck (Urlaub) und auch Marciel Macho (Dienst) weiter wichtige Akteure. Auch der Trainer selbst wird fehlen (Urlaub) und von Spieler Timo Oberin vertreten. „Wir fahren da hin, um die Punkte mitzunehmen!“ klingt Drögemüller dennoch angriffslustig.

Stadensens neuer Trainer Marco Schulze freut sich auf sein erstes Pflichtspiel im Storchenpark, sieht wie sein Gegenüber beide Teams auf Augenhöhe. Allerdings steht dem SVS im Vergleich zum Cup-Spiel ein besserer Kader zur Verfügung. Von den Urlaubern fehlt noch Marten Zander, zudem hat sich Angreifer Jonas Hilmer nach auskurierter Verletzung zurückgemeldet. „Wir werden alles in die Waagschale werfen, ein Sieg wäre wichtig zum Start in die Meisterschaft“, meint Schulze.

TSV Wrestedt/Stederdorf –
SVG Oetzen/S. (So., 15)

Kein Spiel wie jedes andere für den neuen TSV-Coach Dennis Thomsen, schließlich geht es gegen seinen Ex-Club, bei dem er jahrelang an der Seitenlinie stand und zuletzt noch im Pokalspiel gegen Teutonia II aktiv aushalf.

Der Aufsteiger hat seinen Kader qualitativ und quantitativ verbessert und geht mit einer gewissen Euphorie in die Saison. „Die Mannschaft ist heiß und hat richtig Lust auf die 1. Kreisklasse. Die Integration der Neuzugänge hat gut funktioniert, was aufgrund des großen Kaders keine leichte Aufgabe gewesen ist. In den Pokalspielen hat schon vieles gut geklappt. Wir hoffen, den Rückenwind mit ins erste Liga-Spiel nehmen können“, blickt Sprecher Eike Kirch voraus.

Oetzens Trainer Fatmir Osmani wählt, was die Saisonaussichten anbelangt, drastische Worte: „Für uns geht es nur um das Überleben!“ Aus seiner Sicht wiegen die Spielerabgänge im Sommer von Leistungsträgern ziemlich schwer. Außerdem fehlen am Sonntag mit Darwin Sobotta (privat) und Jan Ramünke (Urlaub) auch noch wichtige Akteure. Und dann ist da noch die Hochzeit von Torwart Jonas Winkelmann am Freitag. Er wäre daher schon zufrieden, wenn seine Elf in Wrestedt nicht verliert. „Wir müssen als Mannschaft dagegenhalten“, fordert Osmani.

TuS Liepe –
SC Kirch-/W.w. (So., 15)

Keine guten Erinnerungen an das letzte Gastspiel in Liepe hat der SCK, denn er unterlag überraschend mit 1:3. Dieses Mal möchte der neue Trainer Martin Lübkert es besser machen und „mindestens einen Punkt“ mitnehmen. So richtig zufrieden ist er mit der Vorbereitung aber nicht. Er bemängelt den urlaubsbedingt unterschiedlichen Fitnesszustand seiner Schützlinge.

Am Sonntag stehen laut Lübkert „etliche Spieler“ nicht zur Verfügung. Darunter Leon Voigts, der sich beim Pokalspiel in Wriedel eine Schulterverletzung zuzog, wahrscheinlich operiert werden muss und lange ausfallen wird.

TuS Wieren –
TSV Wriedel (So., 15)

Personell aufgerüstet haben die Wierener, dennoch fehlten während der laut Trainer Mike Schneider durchwachsenen Vorbereitung urlaubsbedingt viele Spieler. Zum Start wartet mit dem TSV Wriedel gleich ein erster echter Prüfstein auf die Blau-Weißen. Schneider: „Ich erwarte wieder ein enges Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden können. Ein Remis würde mich nicht wundern, ich hoffe aber natürlich auf drei Punkte!“

Sein Gegenüber, Mathias Grabs, spricht von einer „Standortbestimmung gleich am ersten Spieltag“, möchte mindestens einen Zähler entführen. Im Vorjahr gelang dies nicht, der TSV zog recht deutlich mit 0:3 den Kürzeren. „Eine Mannschaft, die wir kennen, eine Mannschaft, die oben mitspielen wird“, urteilt Grabs über den Gegner. Die Wriedeler haben nur wenige Ausfälle, reisen mit gutem Kader an.

TSV Suhlendorf –
Germania Ripdorf (So., 15)

Diese Begegnung gab es auch letzte Saison zum Start, seinerzeit gab es in der Abstiegsrunde ein 0:0. Suhlendorfs Trainer Stephan Lindemann sieht bei den Germanen den Anspruch, oben mitzuspielen. „Daher wäre ich mit einem Punkt wie in der Vorsaison zum Start zufrieden, obwohl zuhause ein Dreier natürlich top wäre.“ Nicht mit an Bord sind die beiden Kapitäne Yeshe Warnecke und Patrick Krebel.

„Gegen Suhlendorf sind die Spiele immer eng und hart umkämpft“, blickt Germanen-Coach Daniel Wenck voraus. Er spricht von einer „mäßig guten“ Vorbereitung. Erneut hat das Verletzungspech bei den Schwarz-Weißen zugeschlagen. So stehen Lasse Oberwandling, Hendrik Beck, Philipp Siemers und Malte Schulz wochen-/monatelang nicht zur Verfügung. Torben Krug fehlt am Sonntag beruflich. „Wir werden 90 Minuten um diese drei Punkte kämpfen und alles geben“, kündigt Wenck an.

VfL Böddenstedt –
VfL Breese/L II (So., 15)

Auch Aufsteiger Böddenstedt darf mit einem Heimspiel starten. Als erster Gegner kreuzt die Bezirksliga-Reserve des VfL Breese/Langendorf II auf, die letzte Saison in der Nordstaffel immerhin die Aufstiegsrunde erreichte. Für Trainer Karsten Kröger eine unbekannte Größe, zumal er darauf hinweist, dass gerade zu Saisonbeginn möglicherweise auch Spieler der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen könnten.

„Die Erwartungshaltung, mit den Neuzugängen, ist natürlich enorm. Dennoch sind wir gut beraten, uns zunächst auf die Basiswerte des Fußballs zu konzentrieren. Nichtsdestotrotz wollen wir von Anfang an zeigen, dass wir in die Liga gehören“, skizziert Kröger die Ausgangslage der Schwarz-Gelben. Neuzugang und Torjäger Luca Schenk fehlt zum Start aus privaten Gründen.

SC Uelzen –
TSV Lehmke (So., 15)

Die Ergebnisse der Testspiele machten dem Sportclub wenig Mut, zuletzt setzte es ein 2:4 gegen die klasseniedrigeren Natendorfer. „Wir hatten insgesamt keine gute Vorbereitung“, bestätigt Anton Weinberger aus dem Trainerteam. „Durch Urlaub, Krankheit und Verletzungen haben immer viele Leute gefehlt. Und auch die jungen Neuzugänge müssen sich noch an den Herrenbereich gewöhnen.“

Dennoch sollen am Sonntag trotz einiger Ausfälle die ersten Zähler her. Weinberger: „Wir dürfen Lehmke nicht unterschätzen, müssen voll da sein und unsere Stärken auf den Platz bringen.“

Auch die Lehmker mühten sich mehr schlecht als recht durch die Vorbereitung, immerhin sprang im letzten Test gegen die (allerdings auch zwei Klassen tiefer spielenden) Niendorfer noch der erste Sieg heraus. „Der SC ist natürlich favorisiert. Da ist jetzt nicht wirklich der Auftakt, den wir uns gewünscht haben“, hadert Betreuer Arne Scheele ein wenig mit dem Spielplan. Zudem ist auch die personelle Lage angespannt.

TSV Jastorf –
MTV Dannenberg (So., 15)

Mit Absteiger MTV Dannenberg hat der TSV Jastorf gleich mal einen dicken Brocken vor der Brust. Der neue Mann an der Seitenlinie, Marcel Claus, fiebert der Premiere entgegen. „Neue Saison und erstes Spiel als Trainer für mich und dann gleich zuhause, gibt eigentlich nichts Besseres.“

Die Vorbereitung sei gar nicht schlecht gelaufen, die Testspiele (ausgenommen das Pokalspiel gegen Ebstorf) seien allerdings „in die Hose gegangen.“ Claus sieht seine Elf in einer klaren Außenseiterrolle, baut ein wenig auf den kleinen Gert-Müller-Platz, möchte die Räume eng machen. Mit Luan Morina, Javier Lopez, Andy Sommerfeld und Jeffrey Kösel fehlt den Rot-Weißen ein Quartett.

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