Marks, Frommhagen, Hilmer verletzt / Suderburg und Eddelstorf im Elferglück

Dreifachschock in Rosche und Barum

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Ole Hilmer humpelt vom Platz. Mitspieler Jan-Luca Riechers und Marvin Drewes helfen ihm.

Uelzen/Landkreis – Die Niederlagen gerieten zur Nebensache.

Die Fußball-Bezirksligisten MTV Barum und SV Rosche haben nicht nur ihre Auftaktspiele im Bezirkspokal gegen den SV Eddelstorf und Teutonia Uelzen verloren, sondern auch drei Leistungsträger, die nun monatelang auszufallen drohen.

Jubel dagegen am Tannrähm: Der VfL Suderburg erreichte nach einem 7:5 im Elfmeterschießen gegen den Landesligisten SV Emmendorf die 2. Runde. Auch Eddelstorf kam in Barum im Elfmeterschießen weiter.

SV Rosche – Teutonia Uelzen 1:4 (0:0)

Bitterer Nachmittag für Rosche. Ole Hilmer und Marcus Frommhagen fuhren nach Spielende ins Krankenhaus. Beide verletzten sich am Knöchel. SVR-Trainer Pascal Kläden vermutete jeweils einen Bänderriss: „Das belastet mich mehr als diese Niederlage.“ Die war im Übrigen ärgerlich, hätten die Roscher gegen die vor der Pause erschreckend schwachen Teutonen führen müssen.

Uelzen fühlte sich vom Roscher Pressing überrumpelt. „Wir haben damit nicht gerechnet, dass sie so hoch pressen würden“, gestand Nico Tiegs, der Frank Heines Urlaubsvertretung Philipp Anbergen (krank) vertrat. Ein ums andere Mal wurde Uelzens Abwehr mit einem einzigen Steilpass überspielt. Ole Hilmers Lupfer löffelte Torwart Marvin Paulini auf der Linie mit dem rechten Arm ins Feld zurück (10.). Fünf Minuten später hob Frommhagen den Ball über Paulini. Nach 22 Minuten flog ein 35-Meter-Heber von Hendrik Schierwater knapp neben das Tor. „Wenn die ersten zwei Bälle einen km/h schneller sind, sind sie drin“, ärgerte sich Kläden. Zumal Joel-Friedrich Grefe auch alleinstehend vergab (22.).

Die Gäste wurden erst nach dem Wechsel stärker, nachdem sie ihre Grundordnung fanden und durch Eugen Krasnikov (54./Foulelfmeter) und Nils Brüggemann (63.) in Führung gingen. Grefe verkürzte per Strafstoß auf 1:2. Dann traf Tom Wilhelms zwei Mal zum 4:1. „Wir standen in der zweiten Halbzeit tiefer, hatten das Spielfeld vor uns und hatten viel mehr Tempo“, meinte Tiegs.

.  Tore: 0:1 Krasnikov (54./FE), 0:2 Brüggemann (63.), 1:2 Grefe (66./FE), 1:3, 1:4 Wilhelms (67., 81.).

VfL Suderburg - Emmendorf 7:5 (2:2/2:0) n. E.

Der Bezirksligist hat eindrucksvoll gezeigt, warum er der Topfavorit auf den Titel ist. „Das ist eine großartige Truppe“, lobte Emmendorfs Trainer Felix Lüring den Gegner, der von Beginn an drückte.

Die Suderburger kombinierten flüssig und zeigten sich im Abschluss konsequent. Lukas Müller traf binnen neun Minuten doppelt zum 2:0. Einzig ein Schuss von Kapitän Benjamin Silbermann ging auf der Gegenseite knapp am Tor vorbei, ansonsten war es in Halbzeit eins fußballerische Magerkost des SVE – auch, weil die VfL-Defensive stabil wirkte. „Wir waren präsent und hatten mehr Ballbesitz“, fand VfL-Trainer Konstantin Balkowski. Die Vorentscheidung verpasste Jonas Boehnke nach der Pause frei per Kopf.

Emmendorf legten nach anfänglichen Abstimmungsproblemen zu, erhöhten die Aggressivität und verbesserten seine Zweikampfquote. Francesco Sabatino verkürzte mit einem Distanzschuss (70.), Benjamin Silbermann glich aus. Beim VfL musste zudem Doppelschütze Müller mit Gelb-Rot runter (85.).

Im Elfmeterschießen wurde es turbulent. Im Fokus stand der Ex-Emmendorfer Luca Schenk, der beim fünften Elfer im ersten Versuch scheiterte, aber eine zweite Chance bekam, weil sich der SVE-Keeper David Meyer zu früh von der Torlinie bewegt haben soll. Lüring sah bei der umstrittenen Szene keinen Unterschied im Vergleich zum vorherigen Verhalten beider Keeper. Schenk lief erneut an und traf zum 7:5-Endstand, da VfL-Keeper Finn Aschmies vorher schon gegen Daniel Meyer parierte. Schenks Jubel hielt sich in Grenzen: „Ich habe noch gute Freunde in Emmendorf. Man versteht sich. Deshalb habe ich mich zurückgehalten.“

.  Tore: 1:0, 2:0 Müller (17., 26.), 2:1 Sabatino (70.), 2:2 Silbermann (85.); Gelb-Rot: Müller (VfL/85.).

MTV Barum – SV Eddelstorf 11:12 (2:2/2:1) n. E.

Schock für Barum. Der gerade erst von einem Mittelfußbruch wiedergenesene Simon Marks hat sich nach drei Minuten vermutlich die gleiche Verletzung zugezogen und droht, ein halbes Jahr auszufallen. Der Offensivspieler kam unglücklich mit dem Fuß auf, so wie einst Anfang des Jahres. Damals beim Aufwärmen. „Das ist viel schlimmer als die Niederlage“, war MTV-Trainer Waldemar Braun ernüchtert.

Die Barumer erwischten trotzdem einen Traumstart, führten durch die Tore von Julian Wulf (24., 38.) 2:0. „Die Übergabe von Julian Wulf und Nicolai Bäsler hat überhaupt nicht geklappt“, war Eddelstorf-Coach Lothar Nebe unzufrieden, stellte nach dem Wechsel um und bekam das Problem in den Griff.

Malte Meyer glich durch zwei Foulelfmeter zum 2:2 aus (45., 48.), wobei der erste Strafstoß fraglich war, fand Braun. Danach hatte der SVE vier Großchancen durch Tim Hänel, Stefan Kaßmann, Leon Brockschnieder und Sebastian Strzalla. Im Elfmeterschießen vergab Barums Kevin Wilhelms den Matchball beim Stande von 9:9 Elfmetern gegen Torwart Fabian Hänel, der im Anschluss selbst zum Eddelstorfer Sieg vollendete. Nebe schwärmte vor allem von Tim Hänel und Geburtstagskind Lennart Grimm. „Ich bin begeistert. Sie haben so geil gespielt.“

.  Tore: 1:0, 2:0 Wulf (24., 38.), 2:1, 2:2 M. Meyer (45., 48./beides FE).

VON AREK MARUD

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