Der heimliche Herbstmeister Harsefeld fordert Teutonia zur Revanche

Spiel eins ohne Bertram: Drei Kandidaten für die Zehn

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Sören Oldag (Mitte) ist nach Gelbsperre wieder dabei und will gemeinsam mit Stephan Blödorn (links) versuchen, die Kreise von Harsefelds Stephen Famewo einzuengen.

Uelzen/Harsefeld. Spiel eins für Teutonia Uelzen nach der schweren Kreuzbandverletzung von Malte Bertram. Der Fußball-Landesligist muss nach dem Diagnoseschock auch sportlich einen schweren Brocken verdauen. Die Blau-Gelben treten am Sonnabend, 14 Uhr, beim TuS Harsefeld an.

Der aktuelle Tabellenzweite ist der verkappte Herbstmeister. Er kann sich diesen Wegwerf-Titel verspätet schnappen. Die Mindestanforderung: Harsefeld darf sein Nachholspiel am 10. Dezember bei Eintracht Lüneburg nicht höher als mit einem Tor Unterschied verlieren.

Teutonias Trainer Benjamin Zasendorf kommt dieser Hochkaräter in der jetzigen Situation nicht ungelegen: „Wir haben dort nicht viel zu verlieren.“ Harsefeld hat von den letzten 13 Partien nur eine verloren, ist seit acht Runden ungeschlagen und die aktuelle Nummer eins der Heimtabelle. Eine von nur zwei Saisonniederlagen kassierte die Mannschaft von Trainer Dennis Mandel allerdings beim 0:3 im Uelzener Sportpark. Malte Bertram steuerte damals den zweiten Treffer bei.

Nach dem Kreuzbandriss am letzten Sonnabend im Spiel gegen Celle ist die Saison für den Spielmacher beendet. „Uns fehlt damit eine Persönlichkeit. Wir müssen das im Kollektiv auffangen“, sagt Trainer Benjamin Zasendorf. Sportlich könnten Allrounder Philipp Hatt, Robert Bruck oder Daniel Maaß die Zehnerposition einnehmen, erklärt Zasendorf. Das Team sei nach der Diagnose bedrückt gewesen, doch Bertram selbst sorgte beim Trainingsbesuch am Dienstag in der Kabine für eine aufhellende Stimmung. „Er nimmt die Sache sehr gut an“, sagt Zasendorf.

Die personelle Lage bei den Uelzenern ist nach dem Bertram-Ausfall zusätzlich angespannt, zumal auch der grippekranke Nils Brüggemann morgen ausfallen wird und Nico Tiegs langzeitverletzt ist. Sören Oldag steht nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung. Und auch Dennis Maulhardt trainierte trotz eines aufwändigen Praktikums unter der Woche überraschend mit und gehört in Harsefeld zum Kader.

Die Gastgeber haben in 15 Partien erst 15 Gegentreffer kassiert. Sie meisterten dank ihrer sattelfesten Defensive auch schwierige Phasen mit vielen verletzten Spielern. Zwischenzeitlich stopfte sogar Innenverteidiger Marcel Jakobi, der seine Laufbahn wegen Knieproblemen im Sommer bereits beendet hatte, gekonnt die Löcher. Mittlerweile ist Stammkraft Danny Berner wieder an Bord. Zasendorf: „Harsefeld hat eine richtig gut besetzte Mannschaft.“ Besonderes Augenmerk gelte dem brandgefährlichen Stephen Famewo. Auch Kreisrivale TuS Bodenteich weiß, warum: Beim 3:2-Sieg im Waldstadion schoss Famewo zwei Tore.

Von Bernd Klingebiel

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