4. Heraklidenschlacht in Uelzen: Beeindruckende Hindernisse und Teamwork begeistern

Dreckig, erschöpft, überglücklich

Riesengaudi bei der Heraklidenschlacht, wo die Aktiven bei einem der ersten Hindernisse über einen Baumstamm springen. 750 Starter (Christoph Lenz/Viersen) sorgten für einen neuen Teilnehmerrekord. Mehr Fotos unter www.az-online.de (Lokalsport Uelzen).

Uelzen. „Ahou, Ahou, Ahou!“ Laut ertönte der Schlachtruf der Spartiaten von Cheforganisator Clemens Simon, alias Leonidas durch die berüchtigte „Mölders Arena“.

Und es waren wahrlich beeindruckende Hindernisse, die sich bei der von der AZ präsentierten 4. Heraklidenschlacht mit Schwerpunkt auf dem Albrecht-Thaer Gelände verteilten.

Wer sich als Heraklid an der anspruchsvollsten Strecke über 25 Kilometer versuchen wollte, hatte gar stolze 130 von ihnen zu überwinden. Einige Hindernisse, beispielsweise die riesigen, mit Wasser gefüllten Stahlcontainer, waren zudem ohne fremde Hilfe kaum zu bezwingen – hier war Teamarbeit gefragt.

Bevor es nach dem gemeinsamen Heraklidengebet aber endlich auf die Strecke(n) ging, gab es noch einige Sonderpreise zu verteilen: Der Preis für die stärkste Firma ging mit 80 Teilnehmern an die Polizei, die Auszeichnung für die stärkste Schule mit 53 Teilnehmern an das Gymnasium aus Meine und der Preis für die stärkste Sportgruppe an die Athleten der „Heidesprinter“.

Wer es verdreckt und erschöpft, aber glücklich bis ins Ziel geschafft hatte, wurde mit einer besonderen Medaille belohnt, wie auch Anton Timoschkin aus Braunschweig. Der 19-jährige hatte sich erst am Vorabend spontan zur Teilnahme entschlossen, für ihn war es der allererste Lauf dieser Art: „Das hat wahnsinnig Spaß gemacht! Besonders beeindruckt hat mich die Hilfsbereitschaft untereinander, es hat wirklich jeder geholfen. Das vorletzte Hindernis war das Schlimmste, da wäre ich alleine nie rauf gekommen.“

Nino und Edwin Silbereisen waren aus Leipzig zu Besuch. Die beiden Knirpse hatten sich im Internet ein Video angeschaut und freuten sich auf den erstmals ausgerichteten Hebe-Lauf. Von Angst vor der Herausforderung keine Spur: „Wir spielen Fußball, dadurch haben wir genug Kondition“, gaben sich beide selbstbewusst.

Cheforganisator Clemens Simon mag zum Ende der Schlacht sicherlich der ein oder andere Stein vom Herzen gefallen sein, auch wenn wieder einige Unverbesserliche Spaß daran gefunden hatten, die Hinweisschilder auf dem Königsberg umzustellen, sodass sich etliche Heloten verliefen und aus den zehn plötzlich 15 Kilometer wurden. „Dafür möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen, wir werden versuchen, das im nächsten Jahr abzustellen.“

Laut Simon hatte die finale Teilnehmerzahl von rund 750 ausgereicht, um zum ersten Mal die „schwarze Null“ zu schreiben. Für 2019 ist die Marke von 1000 Teilnehmern angepeilt: „Mein Traumziel sind 1500 Athleten, dann wäre auch die Grenze des Machbaren erreicht“, sagt Simon.

Der Termin für die nächste Heraklidenschlacht steht auch bereits fest: Am 1. September 2019 dürfen sich alle Wagemutigen erneut beweisen.

Von Oliver Huchthausen

4. Uelzener Heraklidenschlacht mit neuem Teilnehmerrekord

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