Doppelter Effekt

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Markus Börngen hat seine Rückenprobleme weitgehend auskuriert und könnte am Sonntag gegen den FC Eintracht Northeim für „Dampf“ sorgen.

Uelzen - Von Bernd Klingebiel. Das Hinspiel war die emotional wohl schwerste Partie der gesamten Saison für Fußball-Oberligist Teutonia Uelzen: Kurz vor der Partie in Northeim musste sich Trainer Achim Otte überraschend einer Bauchoperation unterziehen – damit begann der Weg zum vorzeitigen Abschied von seinem Posten, den Ralf Sievers am 2. Januar übernahm.

Die sportliche 0:4-Pleite spielte damals nur eine untergeordnete Rolle für die Uelzener. Ein knappes halbes Jahr später aber brennen sie förmlich auf eine Revanche.

Ein Heimsieg am kommenden Sonntag gegen die Südniedersachsen und der erste Dreier im Sportpark seit dem 5. September hätte sogar einen doppelten Effekt: Die Blau-Gelben zögen mit dann einem Zähler mehr auf dem Konto an ihrem Kontrahenten vorbei vom vor- auf den drittletzten Tabellenplatz. Dass die Eintracht allerdings drei Spiele weniger ausgetragen hat, sei nur schnell mal am Rande erwähnt.

Die Northeimer um Torjäger Muhamed Alawie (fünf Treffer) haben ebenfalls eine einfache Rechnung aufgemacht: Nur ein Sieg in Uelzen und noch ein paar Punkte aus den Nachholspielen bringt sie zurück ins Rennen um den Klassenerhalt. Entsprechend stürmisch erwartet Sievers den seit sechs Spielen punktlosen Gast im Sportpark. Auf einen offenen Schlagabtausch im Kellerduell will es der Trainer aber nicht ankommen lassen – das 4-4-2 mit einem engmaschigen Mannschaftsgefüge ist und bleibt die Grundtaktik. Sievers: „Fast 50 Gegentore sind zuviel. Wir müssen unsere Arbeit nach hinten verbessern.“ Denn es nützt nichts, dass die Teutonen sogar ein Tor mehr erzielt haben als Spitzenreiter Emden, wenn es bei ihnen gleichzeitig in der Abwehr 36 Mal häufiger klingelte als bei den Deich-Kickern. Das blau-gelbe Motto lautet also: sicher stehen und Geduld haben.

Das müssen die Uelzener übrigens ohne zusätzliches Feld-Personal umsetzen, denn nachdem sich die Ramlinger Hakan Toku (zu Arminia Hannover) und Yilmaz Dag (SC Langenhagen) gegen Teutonia entschieden haben, sind die winterlichen Planungen beendet.

Manuel Kraft hat nach seiner studiumsbedingten Zwangspause am letzten Sonntag gegen Ottersberg für die kommende Partie fest zugesagt, erklärt Sievers. Ob er den in der Hinrunde überragenden Innenverteidiger jedoch in die Start-Elf beordert, hängt von dessen Fitnesszustand ab. Krafts etatmäßiger Abwehrpartner Roman Razza fällt nach einem Eingriff am Meniskus hingegen für mindestens noch zwei weitere Wochen aus. Gemeinsam mit Jens Schwabe (nach Kreuzbandriss) hat Razza bereits leichte Laufeinheiten im Training absolviert.

Für Markus Börngen könnten die Signale am Sonntag hingegen schon wieder auf Grün stehen: Zuletzt hatte der 25-Jährige wegen Rückenproblemen aussetzen müssen, beim Dienstagtraining sah es aber „schon ganz ordentlich aus“, erklärt Sievers.

• So könnten sie spielen – Teutonia Uelzen: Reinhardt – Marks, Kraft (Berg), Nowak, Sabatino – Berg (Blödorn), Papa, Flügge, Börngen (Arndt) – Bäsler, Kühn.

• Personalsituation bei Teutonia: Roman Razza (nach Meniskus-Operation) fällt weiterhin aus; der Einsatz von Markus Börngenc ist leicht gefährdert.

• Statistik: Hinspiel 4:0 für Northeim.

• Schiedsrichter: Patrick Mewes (SPVG Laatzen). • Anpfiff: Am Sonntag, 14 Uhr, im Uelzener Sportpark.

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