2. Kreisklasse: Bodenteich II und Suderburg II fast am Ziel

Doppelte Aufstiegsparty?

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Auf den MTV Gerdau (links Steffen Lange) wartet zum dritten Mal in Folge ein Kellerkind. Kirch-/Westerweyhe (Niklas Hinz) verspürt ab sofort keinen Druck und will befreit aufspielen. Ein Doppeleinsatz steht bevor. 

Uelzen/Landkreis – Ein Sieg noch und der Aufstieg ist perfekt. In der 2. Fußball-Kreisklasse können der VfL Suderburg II (in Karwitz) und der TuS Bodenteich II (zu Hause gegen TSV Wrestedt/Stederdorf) am Sonntag alles klar machen.

Gleich zweimal im Einsatz ist der SC Kirch-/Westerweyhe.

FSG Südkreis II – SC Kirch-/W. (Fr., 19 Uhr)

Kabinen- statt Aufstiegsfeier. Nach dem das Saisonziel verpasst wurde, macht der SCK (4.) nun das Beste aus der Situation. „Wir wollen die Saison jetzt vernünftig ausklingen lassen und versuchen, mit möglichst viel Spaß an die Sache zu gehen“, äußert sich Trainer Carsten Behnke. Nach dem Spiel in Schnega findet im heimischen Westerweyhe eine Kabinensause statt. „Auch deshalb wollen wir unbedingt gewinnen!“ Das sollte im Normalfall auch klappen, denn die FSG holte in der Rückrunde bisher nur einen Punkt.

TuS Bodenteich II – Wrestedt/St. (So., 13 Uhr)

Wer am Sonntag nicht bis in die Haarspitzen motiviert ist, hat den Fußball nie geliebt.

Ein Sieg noch, dann ist der Aufstieg für die Bodenteicher Reserve perfekt. „Wer am Sonntag nicht bis in die Haarspitzen motiviert ist, hat den Fußball nie geliebt!“, fiebert Marcel Putz aus dem TuS-Trainerteam dem vielleicht entscheidenden Spieltag entgegen. Er erwartet keinen Selbstläufer und erinnert an das knappe 1:0 aus dem Hinspiel. „Die Wrestedter werden alles investieren, damit unser Aufstieg zumindest verschoben wird.“ Personell sieht es so gut aus, dass es vermutlich einige Spieler nicht in den Kader schaffen werden. Die Wrestedter verlängerten auch gegen Böddenstedt ihre Durststrecke, warten nunmehr seit sechs Spielen auf einen Sieg. „Spielerisch und kämpferisch haben wir nicht schlecht ausgesehen“, hebt Trainer Philipp Weihe die positiven Aspekte hervor. Er hofft, den Favoriten nochmals etwas ärgern zu können.

SV Karwitz – Suderburg II (So., 15 Uhr)

Auch die Suderburger benötigen noch einen Sieg, um den Aufstieg vorzeitig zu besiegeln. Ernsthafte Zweifel am Gelingen dieses Vorhabens sind nicht angebracht, dafür zeigte sich der VfL in diesem Jahr einfach zu souverän (acht Spiele, acht Siege). Bereits das Hinspiel (7:0) wurde zu einer klaren Angelegenheit für die Suderburger.

Einzig die personelle Lage gibt etwas zu denken. So fällt mit Kapitän Nico Schab (verletzte sich in Veerßen), Thilo Pellnath, Sven Hoppe und Viktor Zimbelmann ein hochkarätiges Quartett aus. Zudem ist Hendrik Schulz fraglich und die Torhüterposition vakant.

MTV Gerdau – FSG Südkreis II (So., 15 Uhr)

Kellerkind zum Dritten – die Aufgaben gegen Wustrow (9:1) und Gartow/Liepe (7:0) lösten die Gerdauer (9.) locker und leicht. Ähnliches ist auch gegen die auf dem drittletzten Rang liegende Südkreis-Reserve zu erwarten. Trainer Henning Prehm zeigt sich generell und insbesondere mit der zuletzt gezeigten Chancenverwertung zufrieden, hat nur Kleinigkeiten auszusetzen: „Wir müssen ab und zu noch ruhiger den Ball laufen lassen.“

VfL Böddenstedt – SC Uelzen II (So., 15 Uhr)

Die Böddenstedter (3.) holten in der Rückrunde genau so viele Punkte wie die absoluten Topteams Suderburg und Bodenteich. Damit ist schon vieles zur tollen Entwicklung des VfL gesagt. Gegen den Sportclub soll der Lauf natürlich fortgesetzt werden. „Schaffen wir es, denen die Spiellaune zu nehmen, winkt ein weiterer Sieg“, ist Karsten Kröger vom Trainerteam optimistisch. Der Einsatz von Vural Yilmaz ist fraglich. Beim SC ist das Hinspiel (7:0) noch in ganz schlechter Erinnerung. „Wir liefen nur hinterher und hatten keine Chance“, erinnert sich Trainer Anton Weinberger. Er hofft, das zweite Aufeinandertreffen „gegen die Überraschung der Saison“ offener zu gestalten. Allerdings fällt Torwart Dimitri Storck am Sonntag aus.

Sperber Veerßen – SC Kirch-/W. (So., 15 Uhr)

Nach sechs Erfolgen erwischte es Veerßen (5.) beim 1:4 gegen Klassenprimus Suderburg mal wieder. Und nun wartet der Angstgegner. „Wir haben uns immer schwergetan gegen Kirch-/Westerweyhe, aber ich hoffe, endlich mal zu gewinnen“, möchte Sperber-Trainer Oliver Ecke den Bock umstoßen. Der Kader gibt schon mal viel her, denn nur Kevin Fiedler fehlt. „Dann können wir auf Augenhöhe spielen“, erwartet Ecke eine enge Kiste. Für den SCK ist diese Aufgabe die klar schwerere des Wochenend-Doppelpacks. „Doch ohne Druck sollte da auch was gehen“, hofft Trainer Carsten Behnke nach dem Aufstiegs-„Aus“ auf eine befreit aufspielende Elf.

VON IMMO DE LA PORTE

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