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Derbys in Ebstorf und im Sportpark

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Zwei Spieler im Kopfballduell
Teutonia Uelzen II (Mitte Jaari Arndt) will im Abstiegs-Derby gegen Union Bevensen „alles reinhauen“, sagt Trainer Steffen Vick, während der TSV Bienenbüttel (Jonas Obstmayer im Kopfballduell) entspannt in Ebstorf antreten kann. © Michael Klingebiel

Am 8. Spieltag in der Fußball-Kreisliga Heide-Wendland steigen aus Uelzener Sicht zwei brisante Derbys.

Von Michael Klingebiel

Uelzen/Landkreis – Mit dem TuS Ebstorf und dem TSV Bienenbüttel duellieren sich zwei Teams, die zuletzt mit komplett unterschiedlichen Formkurven unterwegs waren. Und im Uelzener Sportpark kommt es zum Abstiegskampf pur: Teutonias Reserve und die Union Bevensen stehen aktuell beide mit dem Rücken zu Wand. Zudem empfängt der SV Molzen als Favorit den FC Samtgemeinde Gartow.

TuS Ebstorf – TSV Bienenbüttel (So., 15)

Die Einen befinden sich seit Wochen auf Talfahrt, die Anderen im gleichen Zeitraum auf Klettertour. Während die Ebstorfer nur einen Punkt aus den letzten vier Partien eroberten und mittlerweile auf Rang zehn abgerutscht sind, verbesserten sich die zuletzt vier Mal unbesiegten Bienenbütteler (10 Punkte) auf Tabellenplatz acht. Die Voraussetzungen vor diesem Derby könnten kaum unterschiedlicher sein.

Mächtig angefressen zeigte sich das TuS-Trainerduo Björn Penkert/Marius Meyer besonders nach dem Vorsonntags-2:6 in Schnega, fordert jetzt schnellstens den „Turnaround“ seiner Mannschaft. „Leidenschaft und Wille müssen wiederkehren. Gerade im Zweikampfverhalten und gemeinsamen Arbeiten gegen den Ball müssen wir uns enorm steigern.“ Dass die Bienenbütteler mit viel Rückenwind anreisen, ist den Coaches natürlich nicht entgangen. „Den heißt es ihnen zu nehmen, um wieder in die Erfolgsspur zu finden.“

Auf der Gegenseite herrscht ein ganz anderes Stimmungsbild, Trainer Frank Kathmann freut sich auf dieses Nachbarschaftsduell: „Wir sind nach erfolgreichen Wochen in einer guten Ausgangsposition und können befreit aufspielen.“ Er rechnet mit einem ausgeglichenen Match. „Wir müssen es wie zuletzt schaffen, es dem Gegner schwer zu machen, uns zu bespielen. Ich glaube, die Tagesform wird entscheiden oder auch Einzelaktionen. Und da haben beide Seiten ihre Könner.“

Fehlen wird im TSV-Kader erneut ein rundes Dutzend Spieler. Ricardo Ehlers (Kreuzbandriss bestätigt) und Niklas Heidrich (Muskelriss bestätigt) fallen längerfristig aus. Nun kommt noch Fabian Jakubowski nach einem Arbeitsunfall hinzu. Torwart Kim Wilking kehrt frisch verheiratet zurück.

Teutonia Uelzen II – Union Bevensen (So., 15)

Vor dem Kellerduell zwischen Teutonia Uelzens Reserve (Drittletzter) und Schlusslicht Union Bevensen üben sich beide Trainer schon ein wenig in Durchhalteparolen. „Die Vorzeichen sprechen für sich“, weiß SVT-Coach Steffen Vick um die Bedeutung dieses Derbys. „Es ist zwar erst der 8. Spieltag, aber wir wollen und dürfen den Anschluss nicht verlieren.“ Union-Trainer Tobias Neubauer stößt ins gleiche Horn: „Beide Mannschaften sind in einer ähnlichen Lage.“ Abstiegskampf pur halt.

Mit Blick auf die Union und ihren erst kürzlich vollgezogenen Trainerwechsel erwartet Vick einen offenen Schlagabtausch: „Unser Gegner hat zwar seitdem noch nicht gepunktet, ein positiver Trend ist aber zu erkennen. Da müssen und werden wir schon alles reinhauen, was geht. Ich vertraue meinen Jungs.“ Da Teutonias Landesligateam zeitgleich auf dem A-Platz im Sportpark spielt, beschäftigen Vick personell noch einige Fragezeichen. „Wir werden trotzdem etwas aus dem Hut zaubern.“ Jacob von Estorff und Torben Knüdel fallen sicher aus.

Auch der Union fehlen einige Akteure. Maan Tabbaa (Sperre), Laurin Mennerich und Dennis Radtke (beide verletzt) müssen nach wie vor passen. Dazu stehen die Einsätze von Sven Kauffmann, Christopher Rühmann und Birger Wehnke auf der Kippe. Dennoch gibt sich Neubauer kämpferisch: „Die letzten Auftritte haben gezeigt, dass es für uns keinen Grund gibt, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Saison ist noch lang, und wenn wir uns weiter Schritt für Schritt steigern, werden wir die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte einfahren.“

SV Molzen – FC SG Gartow (So., 15)

Trotz der zweiten Saisonniederlage am Vorsonntag in Ochtmissen (1:2) sind die Molzener immer noch bestes Kreisteam auf Tabellenplatz fünf. Für Betreuer Kai Liebner war diese Pleite zwar ärgerlich, aber auf die Saison gesehen kein Beinbruch: „Das gehört zum Lern- und Entwicklungskonzept unserer jungen Mannschaft dazu. Es wird nicht die einzige Niederlage bleiben.“

Jetzt daheim gegen den Aufsteiger und Viertletzten aus Gartow sieht er seine Kleeblätter in der Favoritenstellung, erwartet allerdings eine knifflige Aufgabe. „Das ist aktuell nicht der dickste Fisch im Teich, aber auch die haben Appetit auf Punkte. Ich rechne mit einer defensiv spielenden Mannschaft, die über lange Bälle und Konter ihre schnellen Spitzen einsetzen wird. Da fängt unsere Defensive bei den Stürmern an.“ Dennoch würde er gern mal ein Dominanzspiel seiner Männer mit konsequenter Chancenverwertung sehen. „Bisher gab es viele knappe Ergebnisse in unseren Spielen. Immer bis zum Schluss zittern, ist auch nicht spaßig.“

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