2. Kreisklasse Süd: Wrestedt/St. unter Druck / Hesebeck hofft auf Zugabe

Derby-Kracher in Lehmke

Aus Sicht der Ebstorfer (2. von links Marcel Schlack) geht das neue Jahr nach dem leichten Aufgalopp gegen Südkreis (5:1) jetzt erst richtig los mit der schweren Auswärtspartie bei Sperber Veerßen.
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Aus Sicht der Ebstorfer (2. von links Marcel Schlack) geht das neue Jahr nach dem leichten Aufgalopp gegen Südkreis (5:1) jetzt erst richtig los mit der schweren Auswärtspartie bei Sperber Veerßen.

Uelzen/Landkreis – Nächstes unheimlich wichtiges Spiel für den TSV Wrestedt/Stederdorf im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Kreisklasse Süd. Er tritt am Sonnabend beim Nachbarn TSV Lehmke an, der vom Aufstiegsplatz grüßt.

Im Tabellenkeller hofft der TSV Groß Hesebeck/Röbbel beim ebenfalls gefährdeten SV Küsten auf weitere Zähler.

TSV Lehmke – TSV Wrestedt/St. (Sa., 16.15)

Sechs Punkte zurück liegt der Wrestedt/Stederdorf (6.) hinter dem zweiten Aufstiegsplatz, der ausgerechnet vom Lokalrivalen TSV Lehmke eingenommen wird. Damit ist viel zur Bedeutung des stimmungsvollen Derbys am Sonnabend gesagt. „Mit dem Spiel in Lehmke haben wir den nächsten schweren Brocken vor uns. Wir gehen als Außenseiter ins Spiel, weil Lehmke Tabellenzweiter ist, sehr große Heimstärke zeigt und schon das Hinspiel gewonnen hat“, sagt Gäste-Trainer Peter Kramer, der dennoch die Aufstiegschance am Leben halten möchte.

Er warnt vor den schnellen Lehmker Spitzen Michel Bautsch und Lukas Haack, hat selbst einen guten Kader zusammen. Haack ist allerdings ebenso wie Jannes Sahm fraglich (beide Studium), zudem sind René Münk und Finn Thiemann angeschlagen. „Wir wollen natürlich den Hinspielsieg bestätigen“, fiebert Lehmkes Betreuer Arne Scheele dem Hit entgegen.

VfL Breese/Langendorf III – SC Uelzen II (So., 11 Uhr)

Den Auftakt setzte der Sportclub beim 1:5 in Hitzacker vollkommen in den Sand. „Wir sind momentan wohl noch im Winterschlaf und haben in Hitzacker alles vermissen lassen, was wichtig ist, um Spiele zu gewinnen“, klingt Trainer Anton Weinberger immer noch etwas angesäuert. Er erwartet nun eine Reaktion seiner Elf. „Wir müssen uns steigern, dann ist in Breese etwas drin.“ Wenn am Sonntag zu ungewohnt früher Anstoßzeit gekickt wird, könnte der Kader der Blau-Weißen etwas ausgedünnt daher kommen, „da einige Spieler kränkeln“.

FSG Südkreis II – SC Kirch-/W. (So., 13 Uhr)

Die Gegensätze könnten nicht größer sein. Auf der einen Seite der Tabellenletzte, der erst vier mickrige Punkte auf die Habenseite schaffen konnte, auf der anderen der immer noch ungeschlagene Spitzenreiter SC Kirch-/Westerweyhe. Der zeigte bei seinem 4:2-Sieg gegen Küsten Licht und Schatten, ist aber dennoch haushoch favorisiert. „Das ist mit Blick auf die nächsten Wochen eine Pflichtaufgabe“, meint Trainer Carsten Behnke. Er warnt dennoch pflichtbewusst davor, den Gegner auch im Hinblick auf mögliche Verstärkungen durch die Bezirksliga-Elf auf die leichte Schulter zu nehmen.

SV Küsten II – Gr. Hesebeck/R. (So., 13 Uhr)

Kampflos, aber immerhin: Der TSV Groß Hesebeck/Röbbel (12.) sackte gegen Breese wichtige Zähler ein, verließ damit seit längerer Zeit die Abstiegsränge. Trainer Nick Scherwinsky möchte gleich nachlegen: „Gegen Küsten geht es wieder nur um den Sieg. Wir müssen in den ersten Wochen versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen. Ich gehe davon aus, dass die Tagesform entscheidend sein wird. Wir müssen gut vorbereitet in dieses Spiel gehen.“ Leicht wird die Aufgabe keineswegs: Denn Küsten (11.) präsentierte sich zuletzt gegen Primus SCK ordentlich, holte zehn seiner 13 Zähler auf eigenem Platz.

SV Karwitz – Böddenstedt (So., 15 Uhr)

Die 1:2-Niederlage in Wrestedt setzt den VfL Böddenstedt im Aufstiegskampf verstärkt unter Druck. „Richtung Aufstiegsplatz zwei brauchen wir vorläufig nicht mehr zu schielen, dafür punkten die Konkurrenten einfach zu regelmäßig“, findet Karsten Kröger aus dem VfL-Trainerteam. Er erwartet auf dem kleinen Platz in Karwitz kein besonders schönes Spiel. „Geduld wird gefragt sein, gepaart mit Lauf- und Einsatzwillen.“ Die Karwitzer, die kurioserweise erst fünf Heimspiele bestritten, haben derweil ganz andere Sorgen, stecken als Vorletzter tief im Abstiegskampf.

TSV Hitzacker – MTV Gerdau (So., 15 Uhr)

Nur ein Sieg aus den letzten sechs Spielen gelang dem MTV Gerdau. Wenig Rückenwind also vor der Aufgabe beim Tabellendritten Hitzacker. Mut macht immerhin die gute zweite Halbzeit beim 2:4 gegen Lehmke, einem weiteren Topteam. „Ich schätze Hitzacker ähnlich stark ein wie Lehmke. Wenn wir in dem Spiel da anknüpfen, wo wir zuletzt aufgehört haben und genauso kämpfen, werden wir was Zählbares mitnehmen“, macht sich Co-Trainer Florian Wolff Mut. Hitzacker kam bestens aus den Startlöchern, bot beim 5:1 gegen den SC Uelzen II eine starke Vorstellung.

Sperber Veerßen – TuS Ebstorf II (So., 15 Uhr)

Im Hinspiel mussten sich die Veerßer (5.) mit einem 1:1 begnügen. Spielertrainer Alischer Muradow hat die Ebstorfer „als unangenehm und physisch stark“ in Erinnerung. Dennoch ist er zuversichtlich, dieses Mal das Punktemaximum mitzunehmen, um weite oben mitzumischen. Personell gibt es allerdings ein paar Wermutstropfen: So fehlt Muradow berufsbedingt selbst, zudem lassen die Spielberechtigungen der beiden Hanstedter Neuzugänge, Omar Aziz und Hassan Chalhi, noch auf sich warten.

Aus Sicht der Ebstorfer geht das neue Jahr nach dem leichten Aufgalopp gegen Südkreis (5:1) jetzt erst richtig los. „Das wird ein anderes Kaliber. Das Hinspiel war schon eine enge Kiste und Sperber war spielerisch gut“, meint Co-Trainer Nils Lankau, der daher mit einem Punkt leben könnte. Verzichten muss der TuS auf Patrick Cohrs und Henrik Bauers, Tobias Kluge ist fraglich.

VON IMMO DE LA PORTE

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