Serie AZ-Team-Check:

Das Ziel des TSV Bienenbüttel: „Meister der Abstiegsrunde werden!“

Drei Fußballer kämpfen in einem Laufduell um den Ball.
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Bienenbüttels Bastian Blümke (Mitte) heimst von TSV-Trainer Frank Kathmann für seinen Mannschaftsdienst ein Sonderlob ein.
  • VonAron Sonderkamp
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Besondere Spiele, herausragende Akteure, unvergessliche Momente. In der Serie Team-Check nimmt die AZ das Hinrunden-Abschneiden der Uelzener Fußballklubs genau unter die Lupe. Aus der Staffel 1 der Heide-Wendland-Liga heute: TSV Bienenbüttel.

Bienenbüttel – Die Aufstiegsrunde sollte es in der Heide-Wendland-Liga werden. Mit acht Punkten und dem vorletzten Platz in der Qualifikation hat der TSV Bienenbüttel sein Ziel klar verpasst. Die Vorgabe sei allerdings sehr ambitioniert gewesen, rückt Trainer Frank Kathmann zurecht: „Die drei Teams oben waren eigentlich schon gesetzt, das war mir klar. Ich trete aber nicht mit dem Ziel an, in die Abstiegsrunde zu kommen.“ Angemessen sei die Platzierung jedoch durchaus: „Es waren ein paar knappe, aber auch ein paar verdiente Ergebnisse dabei. Die Tabellenposition ist so schon richtig.“ Den seit dem Sommer im Ilmenau-Stadion tätigen Coach erwartete viel Arbeit: „Bevor ich kam, wurde beispielsweise noch mit Libero gespielt.“

Das hat gut geklappt

Gerade in der ersten Saisonhälfte funktionierte das Aufbauspiel bis zum gegnerischen Strafraum ziemlich gut. Durch „mutiges Auftreten“ kombinierte sich das TSV-Team regelmäßig in die gefährliche Zone. Dann häuften sich die Verletzungen. Kathmann sah sich gezwungen, das System umzustellen.

Das geht besser

Die Jungs sind alle nach dem vierten, fünften Spieltag weggebrochen.

TSV-Trainer Frank Kathmann über das Verletzungspech

Den Grün-Weißen fehlte ein echter Knipser. Der vor der Saison zum TSV gewechselte Sven Poplat wurde bereits nach wenigen Spielen von Kathmann suspendiert. Hinzu kam: „Manchmal fehlte das Quäntchen Glück. Aber auch die Konzentration und Kaltschnäuzigkeit.“ In seinen 14 Jahren sei ihm ein solcher Chancenwucher im Herrenbereich noch nicht untergekommen, sagt Kathmann.

Das besondere Spiel

Das 1:1-Remis in Molzen hatte alles, was Bienenbüttels Coach an einem Fußball-Spiel schätzt: „Es ist nicht einfach, in Molzen zu bestehen. Ich mag das aber gern, wenn die Plätze klein sind, die Mannschaften fighten und die Fans für Stimmung sorgen.“ Kurz vor Schluss gab es auch eine besondere Anekdote. Molzen-Trainer Timo Schulze wechselte sich selbst ein und traf per direktem Freistoß – auch wenn dieser mehrfach abgefälscht war, wie sich Kathmann erinnert. „Da war wirklich alles drin.“

Der besondere Moment

Beim TSV gab es in dieser Spielzeit einige bittere Momente. Darwin Zander zog sich einen Knorpelschaden im Knie zu. Die Verletzung ist so schwerwiegend, dass er die Schuhe an den Nagel hängen muss, bedauert Kathmann. Sascha Rund wurde wegen eines Achillessehnenrisses aus der Mittelfeldzentrale gerissen. In der Verteidigung fiel Philipp Meyer mit einem Knorpelschaden aus. Die Mannschaft mussten noch viele weitere Verletzungen verkraften. Kathmann: „Die Jungs sind alle nach dem vierten, fünften Spieltag weggebrochen. So muss man dann auch zwangsläufig das Spielsystem umstellen.“

Der Spieler der Hinserie

Besonders hebt der TSV-Übungsleiter den Ex-Mannschaftsführer Bastian Blümke hervor: „Er hat Lob und Anerkennung verdient. Es war auch für ihn nicht einfach. Er war eigentlich immer Kapitän. Und dann kommt ein neuer Trainer und stellt das Amt neu zur Wahl.“ Nachfolger ist Alexander Mattern. Trotz des Verlustes der Armbinde habe Blümke nicht ein Mal gemurrt, spricht Kathmann in höchsten Tönen. „Er tut alles für den Verein, stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft.“

Der Ausblick

Kathmann kennt für die Abstiegsrunde nur ein Ziel: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Was anderes gibt es für mich nicht. Wir wollen Meister der Abstiegsrunde werden.“

Mit acht Punkten steht Bienenbüttel solide da, der Abstand auf den obersten Abstiegsrang beträgt allerdings nur einen Zähler. Sollte der für den TSV-Coach unwahrscheinliche Fall eintreten, dass der TSV absteigt, wäre das für ihn kein Weltuntergang: „Dann geht es nächste Saison weiter, und wir greifen wieder an.“

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